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DE2812460B2 - - Google Patents
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DE2812460B2 - - Google Patents

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DE2812460B2 DE19782812460 DE2812460A DE2812460B2 DE 2812460 B2 DE2812460 B2 DE 2812460B2 DE 19782812460 DE19782812460 DE 19782812460 DE 2812460 A DE2812460 A DE 2812460A DE 2812460 B2 DE2812460 B2 DE 2812460B2
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Informationssignal-Aufzeichnungsmedium vom elektrostatischen Kapazitätstyp, auf dem ein Informationssignal als Änderung in der geometrischen Gestalt aufgezeichnet ist und von der das auf diese Weise aufgezeichnete Signal durch Abtasten der Änderung in der Kapazität zwischen dem Aufzeichnungsmedium und einer Elektrode einer spurnachlaufenden Wiedergabenadel gewonnen wird. Nach der Erfindung wird die Grundstruktur des elektrostatisch-kapazitiven Informationssignal-Aufzeichnungsmediums von einem elektrisch leitenden Kunstharz gebildet, das eine elektrisch leitende Substanz enthält.
Es ist bekannt, ein Informationssignal-Aufzeichnungsmedium vom elektrostatischen Kapazitätstyp in der folgenden Weise herzustellen. Ein Kunstharz wird von einem Stempel preßgeformt, um ein Aufzeichnungsmedium mit einer Grundstruktur zu erhalten, auf deren Oberfläche Änderungen in der geometrischen Gestalt oder Form ausgebildet sind, und zwar in der Form von zahlreichen Mulden, die das Informationssignal darstellen. Auf der Oberfläche dieser Grundstruktur des Aufzeichnungsmediums wird als nächstes ein dünner Film oder eine dünne Schicht aus einem elektrisch leitenden Metall aufgedampft, und zwar in einer Stärke von beispielsweise einigen 100 A. Auf dieser elektrisch leitenden dünnen Metallschicht wird anschließend ein dünner Film oder eine dünne Schicht eines dielektrischen Materials aufgebracht, und zwar mit einer Stärke von beispielsweise ebenfalls einigen 100 A. Dazu wird ein Glimmentladungsverfahren verwendet (US-PS
4» 38 42 217).
Wenn eine Wiedergabenadel oder ein Wiedergabestift mit einer Elektrode über die Oberfläche des in dieser Weise hergestellten Aufzeichnungsmediums gleitet, ändert sich die elektrostatische Kapazität zwischen der Elektrode der Wiedergabenadel einerseits und der davon zum einen nur durch die dünne dielektrische Schicht oder zum anderen durch die dünne dielektrische Schicht und einen Luftspalt getrennten dünnen Metallschicht des Aufzeichnungsmediums andererseits in Abhängigkeit von der Änderung der geometrischen Gestalt des Aufzeichnungsmediums. In Abhängigkeit von dieser Änderung der elektrostatischen Kapazität wird das wiedergewonnene aufgezeichnete Signal nach einem bekannten Verfahren wiedergegeben.
Bei der erläuterten Herstellung dieses bekannten Aufzeichnungsmediums müssen allerdings zusätzlich zum Herstellungsschritt des PreBformens der Grundstruktur des Aufzeichnungsmediums weitere Verfahrensschritte ausgeführt werden, nämlich das Aufdampfen der elektrisch leitenden dünnen Metallschicht und das Aufbringen der dielektrischen dünnen Schicht. Aus diesem Grunde benötigt man eine beachtliche Menge an Produktionsmitteln, und es müssen viele komplizierte und mühsame Herstellungsschritte ausgeführt werden. Die Produktionskosten sind daher hoch.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges und zweckmäßiges Informationssignal-Auf-
zeichnungsmedium vom elektrostatischen Kapazitätstyp zu schaffen, bei dem die oben erläuterten Schwierigkeiten überwunden sind, das also einfacher und kostengünstiger herzustellen ist
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung grundsätzlich dadurch gelöst daß wenigstens der Aufzeichnungsoberflächenabschnitt mit den Veränderungen in der geometrischen Gestalt aus einem Kunstharz besteht, dem Partikel eines leitenden Materials gleichmäßig verteilt zugemischt sind, und daß das Kunstharz eine äußere Oberflächenabdeckung für den Aufzeichnungsoberflächenabschnitt des Aufzeichnungsmediums bildet so daß das elektrisch leitende Material nach der Außenseite hin nicht freiliegt
Auf diese Weise kann man nach der Erfindung zwischen der Oberfläche des Aufzeichnungsmediums und der Elektrode der Wiedergabenadel eine elektrostatische Kapazität vorsehen, wenn zwischen den genannten Teilen eine elektrische Isolierung aufrechterhalten wird. Aus diesem Grunde kommt man ohne eine elektrisch leitende dünne Metallschicht und ohne eine dielektrische dünne Schicht aus. Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmediums ist folglich nur ein Verfahrensschritt erforderlich, der darin besteht, eine Preßformung des Kunstharzes mit dem darin enthaltenen elektrisch leitenden Material vorzunehmen. Die bei der Herstellung des üblichen Aufzeichnungsmediums erforderlichen Verfahrensschritte des Aufbringens einer elektrisch leitenden dünnen Metallschicht und des Aufbringens einer dielektrischen dünnen Jo Schicht entfallen. Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmedium kann daher in äußerst einfacher Weise kostengünstig hergestellt werden.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand einer Zeichnung erläutert. Es zeigt J5
Fig. 1 eine Schnittansicht eines Teils einer Ausführungsform eines bekannten Informationssignal-Aufzeichnungsmediums vom elektrostatischen Kapazitäts-
Fig. 2 eine der Fig. I ähnliche Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Informationssignal-Aufzeichnungsmediums vom elektrostatischen Kapazitätstyp,
F i g. 3 eine stark vergrößerte Ansicht des in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiels in der Nähe der Oberfläche des Aufzeichnungsmediums,
Fig. 4A und 4B grafische Darstellungen, die die Beziehung zwischen dem Mengenanteil von Ruß und dem Rauschabstand (Signal/Rausch-Verhältnis) des wiedergegebenen Signals aufzeigen bzw. die Beziehung zwischen dem Mengenanteil an Ruß und dem spezifischen Durchgangswiderstand des rußhaltigen Harzes aufzeigen, und
Fig. 5 «-und 6 der Fig. 2 ähnliche Ansichten eines zweiten i'nd eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindung^gemäßen Aufzeichnungsmediums.
Zum besseren Verständnis der Erfindung soll zunächst ein Ausführungsbeispiel eines bekannten Aufzeichi'lingsmediums vom elektrostatischen Kapazitätstyp M4Z erläutert werden. Ein derartiges bekanntes w Informatftnssignal-Aufzeichnungsmedium kann beispielsweiit eine Konstruktion nach der F i g. 1 haben. Das dargestellte bekannte Aufzeichnungsmedium 10 weist ein«? Grundstruktur 11 aus einem Vinylchlorid-Vinylacetat-Kopclymerisat auf und ist durch Formpressen hergestellt, und zwar in einer solchen Weise, daß auf seiner Oberfläche MuI. en 12 ausgebildet sind, die einem aufgezeichneten Informationssignal entsprechen. Eine elektrisch leitende dünne Metallschicht 13 ist auf der Oberfläche der Grundstruktur 11 aufgebracht Auf der dünnen Metallschicht 13 befindet sich eine dünne dielektrische Schicht 14, mit einer Stärke von beispielsweise 500 A.
Wenn eine Wiedergabenadel 15 auf der Oberfläche des Aufzeichnungsmediums 10 der erläuterten Konstruktion entlanggleitet, wird eine auf der Rückseite der Wiedergabenadel 15 befestigte Elektrode 17 aufeinanderfolgend den oberen Rächen (ebene Fläche des Aufzeichnungsmediums) und den unteren Flächen der Mulden 12 des Aufzeichnungsmediums 10 gegenübergestellt Die elektrostatische Kapazität zwischen der Elektrode 17 und der dünnen Metallschicht 13 wird bei der in der Fig. 1 mit voll ausgezogenen Linien dargestellten Position der Elektrode 17 durch die dünne dielektrische Schicht 14 gebildet und unterscheidet sich von der elektrostatischen Kapazität zwischen der Elektrode 17 und der dünnen Metallschicht 13 für die mit unterbrochenen Linien dargestellte Position der Elektrode 17 dadurch, daß diese elektrostatische Kapazität von der dünnen dielektrischen Schicht 14 und dem Luftabstand der Mulde 12 abhängt. Wenn somit die Wiedergabenadel über die Oberfläche des Aufzeichnung-.mediums 10 gleitet wird die Änderung in der elektrostatischen Kapazität abgetastet und damit das aufgezeichnete Informationssignal gewonnen.
Wie bereits erläutert, sind die Herstellungskosten für das beschriebene bekannte Aufzeichnungsmedium hoch, da es erforderlich ist, eine elektrisch leitende dünne Metallschicht und eine dielektrische dünne Materialschicht auszubilden. Nach der Erfindung werden diese Nachteile überwunden.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Informationssignal-Aufzeichnungsmediums vom elektrostatischen Kapazitätstyp ist in den F i g. 2 und 3 dargestellt. Dieses Aufzeichnungsmedium 20 enthält im wesentlichen ein elektrisch leitendes Kunstharz 21, dessen Zusammensetzung noch angegeben wird, und das mit Hilfe eines Stempeis preßgeformt wird, um in suine Oberfläche in Übereinstimmung mit einem aufgezeichneten Informationssignal Mulden 22 auszubilden. Auf der Oberfläche des Aufzeichnungsmediums 20 sind keine Filme oder Schichten wie die elektrisch leitende dünne Metallschicht oder die dielektrische dünne Schicht des bekannten Aufzeichnungsmediums vorgesehen.
Im folgenden wird ein besonderes Verfahren zum Herstellen eines aus Kunstharz bestehenden Ausgangsmaterials erläutert, das dann zum Fertigen des Aufzeichnungsmediums preßgeformt wird.
Zunächst werden in noch anzugebenden Anteilen ein Vinylchlorid-Vinylacetat-Kopolymerisat als thermoplastisches Harz und Ruß in gepulverter Form als elektrisch leitendes Material in einen Mischer gegeben. Der Rotor des Mischers wird mit einer niedrigen Drehzahl von beispielsweise 750 bis 800 UpM gedreht, um das Harz und den Ruß während einer Zeitdauer von etwa 20 min vollKommen zu vermengen. Im Anschluß daran weiden Weichmacher, Stabilisierungsmittel und Schmiermittel, die noch erläutert werden, nach vorheriger Durchmischung in den Mischer gegeben. Die Drehzahl des Rotors wird dann auf 900 bis 1000 UpM erhöht. Der Mischvorgang wird für etwa 10 min fortgesetzt.
Das resultierende Harz mit dem zugemischten Ruß, Weichmacher, Stabilisierungsmittel und Schmiermittel wird aus dem Mischer Benommen und mit Milfp vnn
Knetwalzen, deren Walzenoberfläche auf eine Temperatur von etwa 1350C erhitzt ist, für etwa 8 min geknetet. Das geknetete und in Plattenform gebrachte Harz wird anschließend gekühlt und dann in einen Granulator gegeben. Dabei wird das Harz in die Form von Tabletten mit einer Abmessung von etwa 5 χ 5 mm gebracht. Das granulierte Harz wird anschließend in einen Extruder gegeben und vorgeformt. Bei diesem Vorformschritt beträgt die Temperatur innerhalb der Trommel des Extruders etwa 140°C, und die Temperatur der Düse wird auf etwa 135°C gehalten.
Das vom Extruder kommende Harz wird in einer Preßmaschine preßgeformt, und zwar unter Verwendung eines Stempels. Es entsteht dabei das in der F i g. 2 dargestellte Aufzeichnungsmedium. Bei diesem Verfahrensschritt beträgt die Temperatur des Preßstempels der Preßmaschine etwa I75°C, und der Preßdruck beträgt 140 kg/cm2.
Unter Bezugnahme auf besondere praktizierte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden die Zusammensetzungen des Kunstharz-Ausgangsmaterials angegeben, das dann preßgeformt wird.
Gemischbeispiel I Gew.-%
a) Vinylchlorid- Vinylacetat-Kopolymerisat (thermoplastisches Harz)
(Nippon Zeon Co.. Ltd. 400 χ 150P) 61.8%
b) Ruß (elektrisch leitendes Material)
(Mitsubishi Kasei Co., Ltd. MA600B
oder Cabot Corp. USA CSX-99) 30,9%
c) Di-(2-ethylhexyl)phthalat
(Weichmacher) 3,7%
d) Dibutylzinndilaurat
(Stabilisierungsmittel) 2.5%
e) Calciumlaurat
(Stabilisierungsmittel) 0.6%
f) Epoxydiertes Sojabohnenöl
(Stabilisierungsmittel) 0.5%
Gemischbeispiel 11 Gew.-%
a) Vinylchlorid-Vinylacetat-Kopolymerisat (thermoplastisches Harz)
(Nippon Zeon Co. Ltd. 400 χ !50 P) 76,6%
b) Ruß (elektrisch leitendes Material)
(Akzo Chemie Netherland B. V.) 153%
c) Di-(2-ethylhexyl)phthalat
(Weichmacher) 3,8%
d) Dibutylzinnlaurat
(Stabilisierungsmittel) 2,7%
e) Calciumlaurat-(Stabilisierungsmittel) 03%
f) Epoxydiertes Sojabohnenöl
(Stabilisierungsmittel) 0,8%
Es hat sich gezeigt, daß die oben angegebenen Rußteilchen während der Zeit des Erhitzens und Knetens des Vinylchlorid-Vinylacetat-Kopolymerisats mit Hilfe der Knetwalzen von dem geschmolzenen Harz ummantelt werden. Wenn man daher einen Oberflächenabschnitt des Aufzeichnungsmediums 20 untersucht, das in der oben beschriebenen Weise durch Preßformen in einer Preßmaschine nach vorangegangenem Kneten und Vorformen hergestellt worden ist, erhält man das in der F i g. 3 gezeigte Erscheinungsbild. Wie man sieht befinden sich die Rußteilchen 24 in einem vollkommen durchmischten Zustand innerhalb des Vinylchlorid-Vinylacetat-Kopolymerisats 23 des elektrisch leitenden Kunstharzes 21. Da die Rußteilchen 24 in dem Harz 23 eingekapselt sind, treten die Rußteilchen an der Oberfläche 25 des Aufzeichnungsmediums 20 nicht in Erscheinung. Zwischen der Oberfläche 25 des Aufzeichnungsmediums 20 und den am nächsten kommenden Rußteilchen 24 befindet sich eine Schicht aus dem Kopolymerisat 23 in einer Stärke von wenigstens einigen 10 bis einigen 100 A.
Wenn daher die Wiedergabenadel 15 über die Oberfläche des Aufzeichnungsmediums 20 gleitet, wird zwischen der Elektrode 17 der Wiedergabenadel 15 und den Rußteilchen 24 eine elektrostatische Kapazität hervorgerufen, da das das Harz darstellende Kopolymerisat 23 eine elektrische Isolierung zwischen der Elektrode 17 und den RuBteilchen 24 vorsieht. Wenn die Wiedergabenadel 15 über die Oberfläche 25 des Aufzeichnungsmedium?; 20 glpitpt iinrl dip FlpktrnHr 17 aufeinanderfolgend den oberen Flächen und den unteren Flächen der Mulden 22 des Aufzeichnungsmediums gegenübersteht, ändert sich dementsprechend die elektrostatische Kapazität, und das aufgezeichnete Informationssignal wird in ähnlicher Weise wie bei dem bekannten Aufzeichnungsmedium abgetastet.
Bei dem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmedium übernehmen die Rußteilchen 24 und das Harz 23 die Funktionen der dünnen Metallschicht und der dielektrischen dünnen Schicht des bekannten Aufzeichnungsmediums. Die genannten Schichten brauchen daher bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmediums nicht ausgebildet zu werden. Es reicht aus. den rußhaltigen Kunstharz einem Preßformvorgang zu unterziehen. Auf diese Weise kann das Aufzeichnungsmedium leicht und kostengünstig hergestellt werden.
Nach vorgenommenen Berechnungen betragen die Herstellungskosten des erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmediums lediglich etwa '/io der Herstellungskosten des herkömmlichen Aufzeichnungsmediums bei sonst äquivalenten Eigenschaften.
Bei der Wiedergabe von Signalen, die auf dem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmedium aufgezeichnet waren, ergab sich ein Rauschabstand von 45 bis 46 dB. Dieser Rauschabstand war etwas (3 bis 4 dB) niedriger als derjenige des bekannten Aufzeichnungsmediums mit den genannten dünnen Schichten, der nämlich etwa 49 bis 5OdB betrug. Für den praktischen Gebrauch stellt dieser geringfügige Unterschied kein Problem dar. Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmedium stellt daher einen ausreichend hohen Rauschabstand bereit.
Ein weiterer Nachteil des bekannten Aufzeichnungsmediums besteht darin, daß es sich sehr leicht mit statischer Elektrizität auflädt. Wenn diese Ladung groß ist besteht die Gefahr, daß die dielektrische Schicht durchbricht und die Elektrode der Wiedergabenadel beschädigt wird, und zwar bei einem Entladungsvorgang dieser Ladung zu Beginn des Wiedergabevorgangs. Im Gegensatz dazu kommt es bei dem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmedium zu keiner leichten Aufladung mit statischer Elektrizität Dies ist darauf zurückzuführen, daß das gesamte Aufzeichnungsmedium elektrisch leitende Teilchen enthält Aufgrund dieser Tatsache tritt das Problem der statischen Elektrizität nicht auf.
Als nächstes sollen die Mengenteile des Rußes in dem thermoplastischen Harz betrachtet werden. Die Beziehung zwischen diesem Gemischanteil und dem Rauschabstand eines von dem Aufzeichnungsmedium gewon-
nenen Signals ist in der Fig.4A dargestellt. Wie man sieht, nimmt e'er Rauschabstand in Abhängigkeit vom Anteil des Rußes sehr schnell bis zu einem bestimmten Mengenverhältnis Q\ /u und nähert sich dann einem etwa konstanten Rauschabstand. Die genannte Bezie· hu·*^ ist daher asymptotisch. Die Beziehung zwischen dem KuOantcil und dem spezifischen Durchgangswiderstand ist in der Fig. 4H dargestellt. Wie man sieht, fallt der spezifische Durchgangswiderstam! anfangs sehr stark ab, wenn der Rußaiileil von einem niedrigen Weil ausgehend zunimmt. Die Abnahme des spezifischen Durchgangswiderstands wird dann bei steigendem Kiißanleil zunehmend weniger.
Den Rauschabstand des Wiedcrgabesignals kann man somit durch F.rhöhen des Anteils des Rußes heraufsel-/en. Wenn allerdings die anteilige Rußmeiige /u groß ist. nimmt die Thermoplastizität des thermoplastischen Harzes ab, und es wird schwierig,das ll.irz herzustellen. Um eine elektrische Isolierung /wischen der Elektrode 17 der Wiedergabenadel 15 und den Riißleilchen 14 im Aufzeichnungsmedium 20 aufrecht zu erhallen, ist es weiterhin notwendig, daU das I lar/ 23 an der Oberfläche des Auf/eichnungsmediiims als eine Schicht existiert. Wenn der RuUanlcil zunimmt, nimmt die Starke des I liir/cs 23 an der Oberflachenschicht ab. Wenn man die Isolation betrachtet, die zur Verhinderung eines dielektrischen Durchbruches des Harzes /wischen der F.lektrodc der Wiedergabenadel und den Riißleilchen erf irderlich ist, kommt man /n dem F.rgebnis. daß die Dicke dieser Oberflächenschicht des I lar/es größenord· iiungsmäßig zwischen einigen IO bis eiligen K)O Λ liegen soll. Davon abgesehen fiilirl eine Zunahme des Rußanteils über ein bestimmtes Mengenverhältnis (Q1) hinaus /u keiner weiteren großen /unahmc des Rauschabslands.
Wenn man diese Beziehungen betrachtet, ergibt sich, daß ein Rußanteil von etwa h() (iew.-% oiler weniger erwünscht ist. Um andererseits eine Mir praktische Zwecke ausreichend hohen Rauschabstand des wiedergegebenen Signals zu erhallen, ist es erwünscht, daß der Rußanteil mindestens 5 Gew.-"/o beträgt, und zwar für den Fall, daß ein Ruß mit einer guten elektrischen Leitfähigkeit verwendet wird. Der Rußanlcil soll daher 5 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 40 Ciew.-"/n betragen.
Obwohl bei dem erläuterten Ausfiihrungsbcispiel der Erfindung Ruß als elektrisch leitendes Material verwendet wird, ist die Erfindung auf die Verwendung von Ruß nicht beschränkl. Es ist auch möglich, andere elektrisch !eilende Materialien zu benutzen, beispiels weise .Silberpulver und bzw.oder Aluminiumpulver.
Das in der I i g. 1 erläuterte Ausfühiungsbeispiel zeigt ein Aufzeichnungsmedium 20, bei dem lediglich auf der einen Oberfläche die Mulden 22 ausgebildet Miul.ilie das Informalionssignal darstellen. Fs ist auch möglich, auf beiden Seilen des Aul'/eichnungsmediums Mulden vorzusehen. Dazu wird ;'uf das in der F i g. 5 danreslellu· Aufzeichnungsmedium 30 verwiesen, das auf seiner Oberseile Mulden 31 und auf seiner Unterseile Mulden 32 aufweist. Das erfimlungsgemäße Aufzeichnungsmedium 30 besteht aus einem Kunstharz 33. der dnnh Preßformen eines thermoplastischen Harzes hergesti-lli ist. dem in der oben erläuterten Weise ein elektrisch leitendes Material zugemischl ist.
I.in weiteres Aiisfuhningsbeispiel der Erfindung ist in der F i g. b gezeigt. Bei diesem Ausführungsbeispiel im zur Herabsetzung der Herstellungskosten die Mcinrc des thermischen Harzes mit dem zugemiscliieii clektroleilcnden Material begrenzt. Zu diesem Zu; Λ weist ein erfindungsgemäUes Aufzeichnungsmedium ID eine Konstruktion auf. bei der ein anderes M.iieii.il. beispielsweise Papi r 4i. /wischen Kiinstharzsilniliu n 4 3 und 44 eingebettet ist. die im durchmischten Zum iikI ein elektrisch leitendes Material enthalten und ml denen Mulden 41 und 42 ausgebildet sind. .lie Informalionssignale darstellen.
Die Erfindung ist auf die erläuterten Ausführung-bei spiele nicht beschränkt. Zahlreiche Abwandlungen und Modifikationen sind im Rahmen der beanspriu hu ii Lehreilenkbar.
Hier/u 2 UIaIt /eiclinuimen

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Aufzeichnungsmedium vom elektrostatischen Kapazitätstyp, auf dem ein Informationssignal als Veränderung der geometrischen Gestalt im Aufzeichnungsoberflächenabschnitt des Aufzeichnungsmediums aufgezeichnet ist und von dem das aufgezeichnete Signal aufgrund der durch die Veränderung der geometrischen Gestalt verursachten Veränderung der elektrostatischen Kapazität ι ο zwischen dem Aufzeichnungsoberflächenabschnitt und der Elektrode einer das Aufzeichnungsmedium abtastenden Wiedergabenadel abnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens der Aufzeichnungsoberflächenabschnitt mit den Verän- -^ derungen (22) in der geometrischen Gestalt aus einem Kunstharz (21,23) besteht, dem Partikel eines leitenden Materials (24) gleichmäßig verteilt zugemischt sind, und daß das Kunstharz (23) eine äußere Oberfläcäenabdeckung für den Aufzeichnungsoberfiächenabschnitt des Aufzeichnungsmediums bildet, so daß das elektrisch leitende Material nach der Außenseite hin nicht freiliegt
2. Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrisch leitende Material (24) in Form von pulverförmigen Teilchen vorliegt und daß das Kunstharz (23) ein thermoplastisches Harz ist
3. Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrisch leitende Material (;*) Ruß ist.
4. Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das thermoplastische Harz ein Vinylchlorki-Viny'acetat-Kopolymerisat
35 ist
5. Aufzeichnungsmedium nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrisch leitende Material in einer Menge von 5 bis 60 Gew.-% dem Kunstharz beigemengt ist
6. Aufzeichnungsmedium nach einem Her Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrisch leitende Material in einer Menge von 10 bis 40 Gew.-% dem Kunstharz beigemengt ist
7. Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrisch leitende Material ein Metallpulver ist
8. Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Oberflächenabdeckung eine Stärke von einigen 10 bis einigen 100A hat
9. Aufzeichnungsmedium nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufzeichnungsmedium vollständig aus dem mit einem elektrisch leitenden Material gemischten Kunstharz besteht
10. Aufzeichnungsmedium nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufzeichnungsmedium (40) zwei Kunstharzschichten (43,44) aufweist, die aus dem mit dem elektrisch leitenden Material durchmischten Kunstharz bestehen und in denen die Veränderungen (41, 42) der geometrischen Gestalt ausgebildet sind, und daß die beiden Kunstharzschichten mit einer zwischen ihnen befindlichen Schicht (45) aus einem anderen Material fest verklebt sind.
DE19782812460 1977-03-28 1978-03-22 Informationssignal-aufzeichnungsmedium vom elektrostatischen kapazittaetstyp Granted DE2812460A1 (de)

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DE19782812460 Granted DE2812460A1 (de) 1977-03-28 1978-03-22 Informationssignal-aufzeichnungsmedium vom elektrostatischen kapazittaetstyp

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