DE2852982B2 - Feuerfester Schubladenschrank - Google Patents
Feuerfester SchubladenschrankInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen feuerfesten Schubladenschrank mit einem Außenmantel und mehreren
Schubladenräumen, die mindestens teilweise mit einem Innenmantel versehen sind, wobei zwischen den
.Schubladenräumen und dem Außenmantel eine Gipsfüllung vorgesehen ist.
Bei einer bekannten Art von handelsüblichen Schubladenschränken sind die Innenmäntel, welche den
Schubladenraum ganz oder teilweise auskleiden, an entsprechenden Trägern am Außenmantel angeschweißt. Auf diese Weise werden die Innenmäntel zur «
Aufnahme der Schubladen in der richtigen Lage in Bezug auf den Außenmantel gehalten. Bei der
Herstellung solcher Schränke wird in der Regel das fertige Schrankgehäuse mit der Frontseite nach unten
gerichtet, worauf dann die Zwischenräume zwischen dem Außenmantel und den Innenmänteln mit einer
Gipsmasse ausgefüllt werden. Nach dem Abbinden der Gipsmasse kann der Schrank durch Aufsetzen der
Rückwand vervollständigt werden. Derartige oder ähnliche Schranke haben sich seit Jahren im allgemei- f>
> nen sehr gut bewährt. Im Brandfall gibt die Gipsmasse bei der Erhitzung das im Kristallgitter der Gipskristalle
enthaltene Wasser langsam ab und bewirkt dadurch in
bekannter Weise eine KUnlung, die in der Regel
ausreicht, um das im Schrank gelagerte Gut zu schützen. In den letzten Jahren sind die Anforderungen bei
Feuertests verschärft worden. Dabei zeigte es sich, daß die Schränke herkömmlicher und neuer Bauarten den
erhöhten Anforderungen meist nicht genügen.
Durch die DE-GMS 77 07 664 ist ein wärmeisolierender Schrank mit einem einzigen Innenraum bekannt
geworden, welcher Schrank aus einer Anzahl plattenförmiger Wandelemente zusammengebaut ist, die je
eine äußere Schale aus Metallblech und eine Füllung aus Mineralwolle aufweisen. Die gegeneinander anliegenden Metallbleche besitzen Schütze, so daß zwischen der
Außenwand und der Innenwand keine metallische Verbindung entsteht Dieser Schrank hat den Nachteil,
daß kein fugenloser Isolationskörper besteht, so daß an den Fugen zwischen den einzelnen Platten ein
schädlicher Wärmefluß in das Innere des Schrankes entstehen kann. Des weiteren halten die Bindemittel für
die Mineralwolle hohen Temperaturen nicht stand, so daß bei heißem Außenmantel nicht nur die Isolationswirkung der Mineralwolleplatten sondern auch deren
mechanische Festigkeit verloren geht Auch wenn es denkbar wäre, die Mineralwollefüllung durch eine
Gipsfüllung zu ersetzen, so ist doch zu beachten, daß wiederum zwischen den Gipsfüllungen der einzelnen
Platten keine mechanische Verbindung bestehen würde, so daß wiederum ein Wärmefluß zwischen den
Verbindungsstellen der Platten entstehen würde. Des weiteren würde auch trotz der an sich höheren
mechanischen Festigkeit der Gipsfüllung die mechanische Festigkeit eine aus einem Stück bestehenden
Gipskörpers bekannter Schubladenschränke fehlen.
Die DE-GMS 77 07 664 offenbart keine Unterteilungen des Innenraums in einzelne Schubladenräume. Zwar
wäre es denkbar, zur Bildung solcher Unterteilungen, Platten der dort beschriebenen Art einzubauen. Damit
wurden aber bei den so gebildeten Räumen die Seiten- und Rückwände als auch die Böden und Decken
benachbarter Räume metallisch miteinander verbunden sein. Dies hätte wiederum zur Folge, daß ein
Wärmeeinbruch in einem Schubladenraum unweigerlich auch einen Wärmeeinbruch in die anderen Schubladenräume zur Folge hätte. Dies dürfte denn auch der Grund
sein, warum in der angeführten DE-GMS eine solche Unterteilung nicht vorgeschlagen wurde.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Schubladenschrank der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, der hohen Anforderungen in bezug auf den Feuerschutz entspricht.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß am Innenmantel Verankerungsmittel
voi gesehen sind, welche in die Gipsfüllung ragen, ohne eine metallische Verbindung mit dem Außenmantel
oder einem Innenmantel eines benachbarten Schubladenraumes herzustellen.
Dies hat den Vorteil, daß trotz der Verwendung von Gips als Isoliermaterial die bei Schränken der eingangs
erwähnten Art bisher bestehenden Wärmebrücken vermieden werden. Im Gegensatz zu den weiter
beschriebenen, aus Platten aufgebauten Schränken bleibt der Vorteil der auch im Brandfall bestehenden
mechanischen Festigkeit des aus einem Stück bestehenden Isolierkörpers der herkömmlichen Schubladenschränke mit Gipsisolation erhalten. Es sind auch keine
Fugen an den Ecken vorhanden, durch die Wärme eindringen könnte, und auch zwischen den einzelnen
Schubladenräumen bestehen keine Wärmebrücken. Da
der Innenmantel nicht einfach an der Gipsfüllung
anliegt, sondern Verankerungsmittel aufweist, welche in
die Gipsfüllung ragen, besteht kaum eine Gefahr, daß
bei einem Fall des Schrankes Gipsteile, z. B. die Gipsfüllung zwischen zwei Schubladenräumen, abgeschert werden könnten.
Die Verankerungsmittel ragen zweckmäßigerweise mindestens in die Gipsfüllung der Seitenwände.
Dadurch lastet beispielsweise bei einem Schuladenschrank das Gewicht der Schubladen nicht auf der
Gipsstruktur, welche den Bereich der oberen Schublade zur unteren Schublade abgrenzt, sondern an den
Seitenwänden. Dort wird der Gips nicht auf Scheren, sondern auf Druck beansprucht, was wesentlich
günstiger ist. Zweckmäßigerweise ragen die Verankerungsmittel in die Gipsfüllung der Rückwand. Auf diese
Weise wird vermieden, daß bei einer raschen Bewegung der Schuhlade nach außen der Innenmantel aus dem
Gips herausgezogen wird. Die Verankerungsmittel werden zweckmäßigerweise durch am Innenmantel
befestigte Profile gebildet Diese Profils erstrecken sich vorteilhaft über praktisch die ganze Breite und Tiefe des
Innenmantels. Vorteilhaft erstreckt sich mindestens ein Profil über praktisch die ganze Breite des Innemnantels.
Zweckmäßiger ist jedoch, wenn sich mindestens ein Profil um mindestens einen vorbestimmten Betrag über
die Breite des Innenmantels erstreckt In diesem Falle verhindern auch die Seitenwände ein Herausziehen des
Innenmantels aus dem Gips. Um die Gipsfüllung zu verstärken, enthält diese vorteilhafterweise Gitter.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun unter
Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert Es zeigt
F i g. 1 einen Schnitt durch einen Schubladenschrank gemäß der Erfindung,
F i g. 2 einen Schnitt A-A,
F i g. 3 zeigt die Einzelheit χ von F i g. 2 in vergrößertem Maßstab.
Der Schubladenschrank gemäß F i g. 1 besitzt vier Schubladenräume 3, wobei die unterste und die oberste
Schublade .5 dargestellt sind. Jeder Schubladenraum 3 wird durch einen vorzugsweise aus Blech gefertigten
Innenmantel 7 gebildet Auch der Außenmantel 9 des Sohrankes besteht vorzugsweise aus Stahlblech. Alle
Zwischenräume 11 zwischen den Innenmänteln 7 und dem Außenmantel 9 sind mit einer Gipsfüllung 13
ausgegossen. Diese Gtpsfüllung 13 besteht vorzugsweise aus Porengips, Zur Verstärkung sind Gitter 15,
ίο normalerweise Drahtgitter, vorgesehen.
Wesentlich für die vorliegende Erfindung ist nun, daß jeder Innenmantel 7 schwimmend im Gips gelagert ist
Es besteht also kein metallischer Kontakt zwischen dem Außenmantel 9 und dem jeweiligen Innenmantel 7. Dies
ist besonders aus Fig.3 ersichtlich, wo zwischen den
abgekanteten Teilen 12 und 14 des Innenmantels 7, bzw. des Außenmantels 9 keine Verbindung besteht, sondern
der Zwischenraum mit Gips ausgefüllt ist
In F i g. 3 ist auch die mit einer Gipsfüllung 15, bzw. 17 versehene Schubladenfront 19 ersichtlich, wobei zwischen
den Füllungen 15 und 17 noch e:.?e Isolierplatte 21
angebracht ist Zur Abdichtung des Inner raumes 11 ist
eine flexible Dichtung 23 rund um die Schubladenöffnung vorgesehen. Diese besteht vorteilhaft aus Promatbestschaum.
Der Nocken 25 verhindert ein zu starkes Zusamrr anpressen der flexiblen Dichtung 23.
Um den Innenmantel 7 in der Gipsfüllung 13 zu verankern sind Verankerungsmittel vorgesehen. Diese
bestehen beim gezeigten Beispiel aus zwei außen am Innenmantel seitlich angebrachten oder ausgebildeten
Profilen 29, sowie einem außen an der Rückwand des Innenmantels angebrachten Profil 31. Dieses ist so
abgekantet, daß eine Verankerung entsteht die den Innenmantel sowohl vertikal als auch horizontal sichert
Auf beiden Seiten ragt das Profil 31 etwas über den Innenmantel heraus, so daß auch die Seitenwände
mithelfen, den Innenmantel gegen Herausziehen zu schützen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:1, Schubladensehrank mit einem Außenmantel und mehreren Schubladenräumen, die mindestens teilweise mit einem Innenmantej versehen sind, wobei zwischen den Schubladenräumen und dem Außenmantel eine Gipsfullung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß am Innenmantel (7) Verankerungsmittel (27, 31) vorgesehen sind, welche in die Gipsfüllung (13) ragen, ohne eins metallische Verbindung mit dem Außenmantel (9) oder einem Innenmantel (7) eines benachbarten Schubladenraumes (3) herzustellen.Z Schrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Verankerungsmittel (29) mindestens in die Gipsfullung (13) der Seitenwände ragen.3. Schrank nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungsmittel (31) in die Gipsfüllung (13) der Rückwand ragen.4. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungsmittel durch am Innenmantel (7) befestigte oder ausgebildete Profile (29,31) gebildet werden.5. Schrank nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Profile (31,29) über praktisch die ganze Breite und/oder Tiefe des Innenmantels (7) erstrecken.6. Schrank nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich mindestens ein Profil (31) über praktisch die ganze Breite des Innenmantels (7) jo erstreckt.7. Schrank .lach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich mindestens ei: Profil (31) um einen vorbestimmten Betrag über die Breite des Innenmantels erstreckt j58. Schrank nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gipsfullung Gitter (IS) enthält.9. Schrank nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Gitter (15) Drahtgitter sind. to
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