DE2906500B2 - Elektrophotographisches Verfahren zur Herstellung von zweifarbigen Aufzeichnungen - Google Patents
Elektrophotographisches Verfahren zur Herstellung von zweifarbigen AufzeichnungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektrofotografisches Verfahren zur Herstellung von zweifarbigen Aufzeichnungen.
Aus der DE-OS 23 58 235 ist ein elektrofotografisches
Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen Aufzeichnungen bekannt, bei dem ein Aufzeichnungsträger mit
einer elektrisch isolierenden, mit einer fotoleitfähigen und mit einer elektrisch leitenden Schicht verwendet
wird. Dabei wird die gleichmäßig aufgeladene Oberfläche des Aufzeichnungsträgers bildmäßig belichtet und
anschließend auf die Oberfläche der elektrisch isolierenden Schicht eine weitere, als »Sekundärladung«
bezeichnete, gleichmäßige Ladung aufgebracht; die Polarität dieser Sekundärladung ist entgegengesetzt zu
der Polarität der ersten Aufladung. Anschließend wird der Aufzeichnungsträger mittels eines Farbauszugsbildes
bildmäßig belichtet.
Ein elektrofotografisches Verfahren zur Herstellung von zweifarbigen Aufzeichnungen geht aus der älteren
Anmeldung P 28 25 385.2-51 der Anmelderin hervor. Dabei wird ein zwei fotoleitende Schichten, von denen
die obere Schicht transparent ist. mit unterschiedlicher spektraler Empfindlichkeit enthaltender Aufzeichnungsträger
aufgeladen, belichtet und bildmäßig belichtet; die dadurch entstehende, elektrostatische, latente
Abbildung der Vorlage kann mit zwei verschiedenen Tonern unterschiedlicher Farbe und Polarität zu einem
Tonerbild entwickelt werden.
Beim Arbeiten mit dem elektrofotografischen Verfahren zur Herstellung von zweifarbigen Aufzeichnun-ί
gen nach der älteren Patentanmeldung hat sich jedoch herausgestellt, daß die damit erhaltenen, zweifarbigen
Kopien zwar für viele Zwecke ausreichen, jedoch in qualitativer Hinsicht noch verbessert werden sollten.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde,
ίο ein elektrofotografisches Verfahren zur Herstellung
von zweifarbigen Aufzeichnungen der angegebenen Gattung zu schaffen, das zu qualitativ besseren
Zweifarben-Kopien führt
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Zweckmäßige Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen zusammengestellt
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen insbesondere darauf, daß die bei der Aufladung
erzeugten bzw. bei den Belichtungen zurückbleibenden Ladungen nicht durch die transparente, isolierende
Schicht hindurchwandem können und sich dadurch auf der Oberfläche der isolierenden Schicht Ladungsan-Sammlungen
ergeben, die auf noch zu erläuternde Weise zu einer genau definierten, elektrostatischen Abbildung
und damit zu ausreichend scharfen und qualitativ hochwertigen Tonerbildern führen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von μ Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die
schematischen Zeichnungen näher erläutert Es zeigen
F i g. 1 a bis 1 e Schnitte durch einen Aufzeichnungsträger zur Darstellung des Ablaufs des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
Fig.2a bis 2e Schnitte durch einen anderen Aufzeichnungsträger zur Darstellung des Ablaufs einer
anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens,
F i g. 3a bis 3e Schnitte durch einen Aufzeichnungsträger zur Darstellung des Ablas;fs einer anderen
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens,
F i g. 4a bis 4e Schnitte durch eine'· Aufzeichnungsträger zur Darstellung des Ablaufs einer weiteren
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 5 eine Kurvendarstellung zur Erläuterung der Funktionsweise der Verfahren nach den F i g. 1 bis 4,
Fig. 5 eine Kurvendarstellung zur Erläuterung der Funktionsweise der Verfahren nach den F i g. 1 bis 4,
F i g. 6 eine schematische Darstellung einer Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Fig. I
bis 4,
Fig. 7a bis 7e Schnitte durch einen Aufzeichnungsträger
zur Darstellung des Ablaufs einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens,
F i g. 8a bis 8e Schnitte durch einen Aufzeichnungsträger zur Darstellung des Ablaufs einer weiteren
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens,
F i g. 9 eine Kurvendarstellung zur Erläuterung der Funktionsweise der Verfahren nach den F i g. 7 und 8,
Fig. 10 und 11 eine schematische Ansicht einer Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den
F i g. 7 und 8,
Fig. 12a bis 12e Schnitte durch einen Aufzeichnungsträger
zur Darstellung des Ablaufs einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 13 eine Kurvendarstellung zur Erläuterung der
Ι5 Funktionsweise des Verfahrens nach F i g. 12,
F i g. 14a bis 14e Schnitte durch einen Aufzeichnungsträger
zur Darstellung des Ablaufs einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 15 eine Kurvendarstellung zur Erläuterung der
Funktionsweise des Verfahrens nach F i g. 14,
Fi g. 16a bis 16e Schnitte durch einen Aufzeichnungsträger
zur Darstellung des Ablaufs einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, s
Fig. 17 eine Kurvendarstellung zur Erläuterung der
Funktionsweise des Verfahrens nach F i g. 16,
Fig. 18 eine Kurvendarstellung zur Erläuterung der
spektralen Empfindlichkeit eines fotoleitenden Materials, das für das Verfahren nach Fig. 16 eingesetzt wird,
und
Fig. 19abis 19e Schnitte durch einen Aufzeichnungsträger
zur Darstellung des Ablaufs einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Für das in den Fig. la bis Ie dargestellte Verfahren
wird ein Aufzeichnungsträger 11 mit einem elektrisch leitenden, vorzugsweise geänderten Substrat 11a,
beispielsweise in Form einer Trommel oder eines Bandes, verwendet. Auf dem Substrat 11a befindet sich
eine fotoleitende Schicht 116, die unempfindlich gegenüber rotem Licht, aber empfindlich gegenüber
Licht zumindest einer anderen Farbe ist Eine
transparente, elektrisch isolierende Schicht i'Zc ist auf
der äußeren (oberen) Oberfläche der fotoleitenden Schicht 116 ausgebildet Eine weitere fotoleitende
Schicht Hd, die empfindlich gegenüber rotem Licht und vorzugsweise gegenüber Licht zumindest einer anderen
Farbe ist, befindet sich auf der äußeren, oberen Oberfläche der isolierenden Schicht lic Die äußere,
obere Oberfläche der fotoleitenden Schicht 11 d stellt jo
gleichzeitig die äußere Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 11 dar.
Die verschiedenen Verfahrensschritte sind in den Fig. la bis Ie angedeutet. Beim ersten Verfahrensschritt (siehe Fig. la) wird die äußere Oberfläche des
Aufzeichnungsträgers 11 total belichtet, beispielsweise mit weißem Licht, wodurch die beiden photoleitenden
Schichten lift und lld fotoleitend werden. Gleichzeitig
wird mittels einer schematisch angedeuteten Koronaaufladungseinrichtung
12 eine negative elektrostatische Ladung auf d'j äußere Oberfläche des Aufzeichnungsträgers
11 aufgebracht.
Da die obere Schicht Wd fotoleitend ist, wandern die negativen Ladungen von der Aufladungseinrichtung 12
durch die fotoleitende Schicht Wd hindurch und sammeln sich an der äußeren, oberen Oberfläche der
transparenten, isolierenden Schicht -Ac an. Aufgrund
der Wirkung dieser Ansammlung von negativen Ladungen wandern positive Ladungen von dem
Substrat 11a durch die fotoleitende Schicht Wd hindurch zu der innertn, unteren Oberfläche der
transparenten, isolierenden Schicht lic. Bei Beendigung
der Totalbdichtung mit dtm weißen Licht sind die positiven und negativen Ladungen an der unteren bzw.
oberen Oberfläche der isolierenden Schicht lic lokalisiert (siehe F i g. I a).
Beim nächsten Verfahrensschritt wird der Aufzeichnungsträger 11 mit rotem Licht bestrahlt, wodurch nur
die Schicht Hd fotoleitend wird. Gleichzeitig wird mit einer Koronaaufladungseinrichtung 13 eine positive m>
elektrostatische Ladung auf die äußere Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 11 aufgebracht. Diese positive
Ladung neutralisiert die negative Ladung auf der oberen
Oberfläche der isolierenden Schicht lic-und ersetzt sie
durch eine positive Ladung. Da die untere fotoleitende h-.
Schicht 1 Id nicht fotoleitend wird, findet in ihr keine
Ladungsbewegung statt. Die negativen Ladungen sammeln sich jedoch an der inneren, unteren Oberfläche
der fotoleitenden Schicht Wb, um die positiven Ladungen an den Schichten 116 und Wdauszugleichen
(sieheFig. ib).
Beim nächsten Verfahrensschritt (siehe Fig. Ic) wird
im Dunkeln mittels einer Koronaaufladungseinrichtung 14 eine negative Ladung auf die äußere Oberfläche des
Aufzeichnungsträgers 11 aufgebracht Da die beiden fotoleitenden Schichten 116 und Wd nicht leitend
werden, findet in ihnen keine Ladungsbewegung statt. Es wird jedoch eine negative Ladung auf der äußeren
Oberfläche der fotoleitenden Schicht Hd ausgebildet, während ein Teil der negativen Ladung an der inneren
Oberfläche der fotoleitenden Schicht 116 zerstreut wird.
Am Ende dieses Verfahrensschrittes befinden sich elektrostatische Ladungen mit posi'iver und negativer
Polarität an den äußeren Flächen der fotoleitenden Schichten 116bzw. lld(siehe Fig. Ic).
Anschließend wird ein Farbauszu^bild einer nicht
dargestellten Vorlage auf der äußeren Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 11 erzeugt (siehe Fig. Id). Dabei
wird angenommen, daß die Vort";je eine weiße Untcrgrundflächc, schwarze Flächenbceiche sowie
rote Flächenbereicne aufweist In den weißen FTächenbereichen werden die beiden Schichten 116 und Hd
fotoleitend, so daß alle elektrostatischen Ladungen in diesen Bereichen abgebaut werden. Die negative
Ladung an der oberen Fläche der fotoleitenden Schicht lld und die positive Ladung an der oberen Räche der
isolierenden Schicht lic neutralisieren einander. Die positive Ladung an der oberen Räche der fotoleitenden
Schicht 116 fließt durch die Schicht 116 und das Substrat
11a ab. Das elektrostatische Potential an der Oberfläche
des Aufzeichnungsträgers 11, die dem weißen Flächenbereich
entspricht, ist Null.
In den schwarzen Flächenbereichen findet keine Fotoleitung in einer der Schichten 116 und lld statt
Infolgedessen wird das elektrostatische Oberflächenpotential durch die negative Ladung an der äußeren
Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 11 beherrscht und
hat negative Polarität
In den roten Flächenbereichen wird die Schicht lld fotoleitend, so daß die Ladungen in dieser Schicht Md
einander neutralisieren. Die Schicht 116 wird jedoch nicht fotoleitend, da sie nicht empfindlich gegenüber
rotem Licht ist. Infolgedessen bleiben die positiven Ladungen an der oberen Oberfläche der /otoleitenden
Schicht 116. Durch diese positiven Ladungen wird das elektrostatische Potential an der oberen Oberfläche des
Aufzeichnungsträgers 11 in den roten Rächenbereichen
positiv (siehe Fig. Id).
Beim letzten Verfahrensschritt (siehe Fig. Ie) werden
zwei verschiedene Toner entweder getrennt oder als Mischung auf die Oberfläche des Aufzeichnungsträgers
11 aufgebracht Ein Toner besteht aus schwarz gefärbten Partikeln mit positiver elektrostatischer
Ladung, während der andere Toner aus rot gefärbven Partikeln mit negativer elektrostatischer Ladung
besteht.
Die positiv geladenen, schwarzen Tonerpartikel haften an den Bereichen der elektrostatischen, latenten
Abbildung des Aufzeichnungsträgers 11, die den schwärzen Bildbereichen der Vorlage entsprechen und
ein negatives Oberflächenpotential haben. Die negativ geladenen, roten Tonerpartikel haften an den Bereichen
der elektrostatischen, latenten Abbildung, die den roten Bildbereichen der Vorlage entsprechen und ein
positives Obeiflächenpotential haben. Da die den weißen Bildbereichen entsprechende Fläche der clek-
trostatischcn, latenten Abbildung kein elektrostatisch λ
Oberflächenpoteniinl hat. haftet dort kein Toner.
Auf diese Weise wird also ein zweifarbiges, nämlich
schwarzes und rotes Tonerbild einer Vorlage auf dem Aufzeichnungsträger 11 hergestellt.
In einer Modifikation des beschriebenen Verfahrens kann die fotoleitende Schicht 116 empfindlich gegenüber
rotem Licht ausgebildet und identisch mit der fotoleitenden Schicht lic/ sein. In einem solchen ('all
sollten die beiden fotoleitenden Schichten 116 und lic/
panchromatisch sein. Zwischen den beiden fotoleiten· den Schichten 11 6und 11(/sollte sich in diesem I-aIl eine
F ilterschieht befinden um zu verhindern, daß rotes Licht
die fotoleitende Schicht 116 erreichen und sie fotoleitend machen kann. Diese Filterschicht sollte rotes
Licht absorbieren.
Als Alternative hierzu kann die transparente, isolierende Schicht I Ic auch so gefärbt werden, daß sie
rotes Licht absorbiert. Und schließlich kann entweder die transparente, isolierende Schicht lic oder eine
weitere Schicht aus einem Material bestehen, das rotes Licht wieder zurück zu der fotoleitenden Schient lic/
reflektiert.
Der Aufzeichnungsträger 1! kann auch über die untere, innere Oberfläche des Substrats 1 la mit weißem
und/oder rotem Licht bestrahlt werden. Dann muß jedoch das Substrat Ha transparent ausgebildet sein.
Nach einer weiteren Modifikation wird die fotoleitende Schicht 116 aus einem Material hergestellt, bei dem
Ladungen, in diesem Fall Löcher, von dem Substrat I la in die fotoleitende Schicht 116 injiziert werden, ohne
daß Hie fotoleitende Schicht 116 fotoleitend wird. Der in
Fig. Ib dargestellte Verfahrensschritt muß in diesem
Fall im Dunkeln durchgeführt werden. Ein fotoleitendes Material, bei dem diese Abwandlung eingesetzt werden
kann, ist beispielsweise Selen.
Das Oberflächenpotential des Aufzeichnungsträgers 11 für das Verfahren nach den F i g. 1 a bis 1 e ist in F i g. 5
dargestellt. Die Kurvendarstellung dieser Figur gilt qualitativ auch für die Verfahrensschritte der Ausführungsform
nach den F i g. 2a bis 2e, 3a bis 3e und 4a bis 4e.
Bei der Ausführungsform des Verfahrens nach den Fig. 2a bis 2e wird ein Aufzeichnungsträger 16
verwendet, der ein Substrat 16a. eine fotoleitende Schicht 166. eine isolierende Schicht 16c eine
fotoleitende Schicht 16c/und als einziger Unterschied zu
dem Aufzeichnungsträger Il nach den Fig. la bis Ie
eine weitere isolierende Schicht 16e enthält, die zwischen dem Substrat 16a und der fotoleitenden
Schicht 166 ausgebildet ist.
Die verschiedenen Verfahrensschritte, wie sie in den
F i g. 2a bis 2e dargestellt sind, entsprechen im wesentlichen den Verfahrensschritten nach den Fig. la
bis Ie, wobei nur gelegentlich eine Ladungsumkehr auftritt, wie man durch einen Vergleich sofort erkennen
kann. Der wesentliche Unterschied besteht darin, daß am Ende des Verfahrensschrittes nach F i g. 2d an der
unteren Oberfläche der fotoleitenden Schicht 166 eine negative Ladung vorhanden ist, die etwas größer als das
negative Oberflachenpotentiai in den schwarzen Flächenbereichen
ist und das positive Oberflachenpotentiai in den roten Flächenbereichen verringert. Durch
entsprechende Auswahl der Größe der elektrostatischen Ladung wie bei den Verfahrensschritten nach den
F i g. 2a bis 2e kann die Größe der positiven und negativen Oberflächenpotentialen in den roten und
schwarzen Flächenbereichen im wesentlichen gleich
gemacht werden.
In den F i g. 3a und 3b ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt, bei
dem ein Aufzeichnungsträger 17 mil einem Substrat 17a,
mit einer ersten fololeitenden Schicht 176. mit einer transparenten, isolierenden Schicht 17c. mit einer
zweiten fotoleitenden Schicht \7d und mit einer zweiten, transparenten, isolierenden Schicht 17c verwendet
wird, die sich auf der äußeren, oberen Oberfläche der fotoleitenden Schicht I7c/und damit des
Aufzeichnungsträgers 17 befindet.
Bei den Verfahrensschritten nach F i g. 3a werden negative Ladungen an den oberen Oberflächen bei den
isolierenden Schichten 17c und 17c und positive Ladungen an ihren unteren Oberflächen ausgebildet. Bei
dem Schritt 176 wird nur die fotoleitende Schicht 17c/
leitend, so daß sich eine Ladungsumkehr in der fotoleitendcn Schicht 17c/und an der oberen Oberfläche
der transparenten, isolierenden Schicht 17c ergibt. Dadurch erhält man den gleichen Verfahrensstand wie
in I i g. Ic. Die weiteren Verfahrensschritte 3d und 3e entsprechen den Schritten in den F i g. 1 d und I e.
Bei dem in F i g. 4a bis 4c dargestellten Vcrfahrensahlatif
handelt es sich um eine Kombination der Ausführiingsformcn nach den Fig. 2 und 3. Der dabei
verwendete Aufzeichnungsträger 18 weist ein Substrat 18a. eine erste fotoleitende Schicht 186. eine erste
isolierende Schicht 18c. eine zweite fotolcitende Schicht I8u. eine zweite transparente, isolierende Schicht 18c.
die auf der äußeren Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 18 ausgebildet ist. und eine dritte isolierende
Schicht 18/auf. die sich zwischen dem Substrat 18a und
der ersten, unteren photoleitenden Schicht 186befindet.
Bei dem in Fig.4a gezeigten Verfahrensschritt
werden negative Ladungen an den oberen Oberflächen der isolierenden Schichten 18c. 18c und 18/"und positive
Ladungen an ihren unteren Oberflächen ausgebildet. Bei dem Verfahrensschritt nach Fig. 4b erfolgt eine
Ladungsumkehr in der fotoleitenden Schicht 18c/und an
der oberen Oberfläche der isolierenden, transparenten Schicht 18c. Bei dem Verfahrensschritt nach Fig.4c
wird die Ladung von der oberen, äußeren Oberfläche der transparenten, isolierenden Schicht 18c entfernt.
Wie bei den obigen Ausführungsformen befinden sich am Ende dieses dritten Schrittes Ladungen mit
entgegengesetzten Polaritäten an den äußeren Oberflächen der beiden fotoleitenden Schichten 186 und 18c/.
Bei dem Verfahrensschritt nach Fig.4d kommt es zu
einer Ableitung der Ladung in der fotoleitenden Schicht 18c/. Damit bewirkt die negative Ladung an der oberen
Oberfläche der fotoleitenden Schicht \Sd ein rein
negatives Oberflächenpotential in den senwarzen Flächenbereichen, während die positive Ladung an der
oberen Oberfläche der fotoleitenden Schicht 186 ein rein positives Oberflächenpotential in den roten
Flächenbereichen zur Folge hat.
In F i g. 6 ist ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 21 versehenes, elektrofotografisches Kopiergerät zur
Durchführung der bisher beschriebenen Verfahren dargestellt; dieses Kopiergerät 21 weist eine Trommel
22 auf, die mit konstanter Drehzahl in Richtung gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden kann. Auf dem
Umfang der Trommel 22 befindet sich einer der Aufzeichnungsträger 15,16,17 oder 18. Eine Lichtquelle
23 bestrahlt die Oberfläche der Trommel 22 mit weißem Licht, während sie gleichzeitig durch die Koronaaufladungseinrichtung
12 mit negativer Polarität aufgeladen wird. In Drehrichtung der Trommel 22 befindet sich
hinter der Aiifladungseinrichliing 12 eine weitere
Koronaaufladungseinrichtung 13, die positive Ladungen
auf die Trommel 22 aufbringt. Das Licht von der Lichtquelle 23 fällt außerdem durch ein Rotfilter 26 auf
die Stelle der Trommelobcrfläche, wo die elektrostatischen Ladungen von der Aufladungseinrichtung 13
aufgebracht worden sind, wodurch der Verfahrensschr'tt nach Fig. Ib durchgeführt wird. Anschließend
wiru eine negative Ladung mittels der Koronaaufladungseinrichtung
14 auf der Trommel 22 erzeugt, m entsprechend dem Verfahrensschritt nach Fig. Ic.
Die auf diese Weise vorbereitete Trommel 22 kommt dann in die Abbildungsstellung, in der ein durch eine
Sammellinse 29 angedeutetes optisches System eine Abbildung einer Vorlage 31 auf die Trommel 22 ' ;
abbildet. Die Vorlage 31 hat einen weißen Untergrund und enthält rote und schwarze Flächenbereiche. Dieser
Schritt entsprich; also dem Verfahrensschritt nach F ig. Id, wodurch eine elektrostatische, latente Abbildung
der Vorlage erzeugt wird. .'<>
Bei dem Verfahrensschritt nach Fig. Ie bringt zunächst eine Entwicklungseinrichtung 32 positiv
geladenen, schwarzen Toner und eine Entwicklungseinrichtung
33 negativ geladenen, roten Toner auf die Oberfläche der Trommel 22 auf. Eine Vorladungsein- .·
richtung 34 erzeugt dann eine positive oder negative Ladung auf diesem Tonerbild auf der Trommel 22,
wodurch alle Tonerpartikel die gleiche Polarität erhalten. Das auf diese Weise hergestellte zweifarbige
Tonerbild wird dann mittels einer Übertragungs-La- m dungseinrichtung 37. die die entgegengesetzte Polarität
zu der Vorladungseinrichtung 34 erzeugt, auf ein Blatt weißes Bildempfangsmaterial 36 übertragen. Dieses
Tonerbild wird dann in üblicher Weise auf dem Bildempfangsmaterial 36 fixiert. r>
Im folgenden werden mehrere detaillierte Beispiele für die Verfahren nach den Fig. 1 bis 4 angegeben.
Ein Feil Acrylharz wird mit zwei Teiler Zinkoxid i»
gemischt und mit rose bengale sensibilisiert. Der sich ergebende Stoff wird mit einer Dicke von 20 Mikron auf
eine Aluminiumtrommel aufgebracht, um die innere foioleitende Schicht zu bilden. Ein Polyesterfilm wird
mit einer Dicke von 4 Mikron auf der inneren ' fotoleitenden Schicht ausgebildet, um eine transparente
isolierende Schicht zu schaffen. Ein organischer Fotoleiter, der unter der Bezeichnung PVCz-TNF
erhältlich ist. wird in einer Dicke von 10 Mikron auf der
isolierenden Schicht ausgebildet, um die äußere >»
fotoleitende Schicht zu schaffen.
Die auf diese Weise aufbereitete Trommel wird mit weißem Licht bestrahlt, während sie durch eine
Koronaladeeinrichtung auf ein Oberflächenpotential von +600V geladen wird. Die Entladespannung der v>
Koronaeinheit beträgt + 5,5 kV. Dann wird die Trommel mit weißem Licht beleuchtet, und zwar durch ein
Filter, das alle Wellenlängen über 600 nm absorbiert.
Die Trommel wird dann durch eine Koronaladeeinrichtung bei einer Entladungsspannung von — 63 kN auf ein
Oberflächenpotential von —800 V geladen. Eine dritte Ladung wird auf die Trommel mittels einer Ladeeinrichtung bei einer Entladespannung von +63 kV aufgebracht, wodurch sich ein Oberflächenpotential von
+ 600 V ergibt. f>5
Ein Abbild einer Vorlage mit weißen, roten und schwarzen Bildbereichen wird auf die Trommel mit
einer Bestrahlungsstärke von 180μW/cm2 '/iss lang
projiziert. Das sich ergebende Oberflächenpotential beträgt in den weißen Bildbereichen -60 V, in den
schwarzen Bildbereichen +560V und in den roten Bildbereichen -460 V. Das elektrostatische Bild wird
mit Flilfe eines negativ geladenen schwarzen Toners und eines positiv geladenen roten Toners entwickelt, die
durch Entwicklungseinrichtungen mit magnetischen Bürsten aufgebracht werden. Das Tonerbild wird dann
auf positive Polarität geladen und auf das Bildempfangsmaterial übertragen. Nach dem Fixieren hat die
Zweifarbenkopie äußerst deutliche rote und schwarze I lächenbereiche. Die Auflösung in den schwarzen
Flächcnbereichen beträgt 7 Zeilcn/mm. Die Trommel wird entladen und vor der weiteren Verwendung
gereinigt. Die Ladungspolaritäten sind in diesem Beispiel denen entgegengesetzt, die in den bisher
beschriebenen Figuren dargestellt waren.
Beispiel 1 wird mit dem Unterschied wiederholt, daß die innere fotoleitende Schicht nicht aus Zinkoxid,
sondern durch im Vakuum aufgedampftes Selen mit einer Dicke von 50 Mikron gebildet wird. Außerdem
werden die Ladungspolaritäten gegenüber dem Beispiel I umgekehrt. Mit dem Verfahren nach Beispiel 2 werden
ausgezeichnete, mit dem Beispiel 1 vergleichbare Ergebnisse erhalten.
Beispiel I wird mit dem Unterschied wiederholt, daß die äußere fotoleitende Schicht aus Bromopyren
gebildet wird, daß mit Tetranitrofluorenon sensibilisiert worden ist. Die Ergebnisse dieses Versuches waren
ebenfalls ausgezeichnet.
Beispiel 2 wird mit dem Unterschied wiederholt, daß die äußere fotoleitende Schicht aus Bromopyren
gebildet wird, das mit Tetranitrofluorenon sensibilisier' worden ist. Die Ergebnisse dieses Versuches waren
ebenfalls ausgezeichnet.
Beispiele 5 und 6
Die Beispiele 2 und 4 werden mit dem Unterschied wiederholt, daß die innere fotoleitende Schicht aus
Selen besteht, das mit 10 Gew.-Prozent Tellur sensibilisiert ist und panchromatische Empfindlichkeit
hat. Die isolierende Schicht wird aus einem Material gebildet, das rotes Licht absorbiert. Die Ergebnisse
waren ähnlich ausgezeichnet.
Beispiel 1 wird mit dem Unterschied wiederholt, daß die innere fotoleitende Schicht aus der mit Tellur
sensibilisierten Selenschicht besteht, die in den Beispielen 5 und 6 verwendet wurde; die äußere fotoleitende
Schicht wird aus Kupfer-Phthalozyanin gebildet Dieser Versuch führt zu den gleichen ausgezeichneten Ergebnissen wie das Beispiel 2. Obwohl die isolierende Schicht
für rotes Licht durchlässig war, wird die innere fotoleitende Schicht bei der Bestrahlung mit rotem
Licht nicht fotoleitend, offensichtlich deswegen, weil das rote Licht durch die äußere Schicht aus Kupfer-Phthaiozyanin absorbiert wird.
Beispiele 8 bis !4
Die Beispiele I bis 7 werden mit dem Unterschied wiederholt, daß eine dünne Polyesterschicht, welche
eine Dicke von 4 Mikron hat und elektrisch isoliert zwischen der Trommel und der inneren fotoleitenden
Schicht angeordnet ist. Die Ergebnisse sind ähnlich ausgezeichnet.
Beispiele 15 bis 28
Die Beispiele 1 bis 14 werden mit dem Unterschied
wiederholt, daß eine 4 Mikron dicke, isolierende Polyesterschicht auf der äußeren Fläche der äußeren
fotoleitenden Schicht ausgebildet wird. Die Ergebnisse sind ähnlich ausgezeichnet. Es wurde auch festgestellt,
daß dieselben Ergebnisse erhalten werden können, wenn die Entladungsspannung der dritten Koronaladecinrichtung,
die eine Wechselspannungsentladung von
+ 1,OkV oder - 0,8 kV überlagert wurde.
Bei dem Verfahren nach den Fig. 7a bis 7e wird ein Aufzeichnungsträger 41 verwendet, deY dem Aufzeichnungsträger
17 ähnelt und ein leitendes Substrat 41,), eine innere fotoleitende Schicht 41£>, die unempfindlich
gegenüber rotem Licht ist. eine transparente, isolierende Schicht 41c, eine zweite fotoleitende Schicht 4\d die
bezüglich rotem Licht empfindlich ist, und eine äußere transparente isolierende Schicht 41 e aufweist.
Dieser Aufzeichnungsträger 41 wird mit weißem Licht bestrahlt und gleichzeitig mittels der Koronaaufladungseinrichtung
42 positiv aufgeladen (siehe F i g. 7a). Anschließend erfolgt eine Bestrahlung mit rotem Licht
und die gleichzeitig negative Aufladung mittels einer Aufladungseinrichtung 43 (siehe Fig. 7b). Bei dem
dritten Verfahrensschritt (siehe Fig. 7c) wird der Aufzeichnungsträger 41 bildmäßig belichtet und gleichzeitig
durch eine Koronaaufladungseinrichtung 44 positiv aufgeladen. Dabei neutralisieren sich die durch
die Einrichtungen 42 und 43 aufgebrachten Ladungen.
Bei dem vierten Verfahrensschritt (siehe F i g. 7d) wird der Aufzeichnungsträger 41 mit weißem Licht
bestrahlt, wodurch eine Hektrostatische latente Abbildung
der Vorlage entsteht. In dem letzten Verfahrensschritt (siehe Fig. 7e) wird diese elektrostatische,
latente Abbildung mit Hilfe von positiv geladenem, schwarzem Toner und negativ geladenem, rotem Toner
zu einem Tonerbild entwickelt.
Die bei den verschiedenen Verfahrensschritten an den verschiedenen Schichten erzeugten positiven und
negativen Ladungen können F i g. 7 entnommen werden, so daß sie nicht nochmals erläutert werden sollen.
Das elektrostatische Oberflächenpotential bei dieser Ausführungsform des Verfahrens ist in Fig.9 dargestellt.
In den Fig.8a bis 8e ist eine Ausführungsform des
Verfahrens dargestellt, das im wesentlichen dem Verfahren nach den F i g. 7a bis 7e ähnelt Hier wird ein
Aufzeichnungsträger 46 verwendet, bei dem das Substrat 41a durch eine isolierende Schicht 46a ersetzt
ist. Der Aufzeichnungsträger 46 weist also eine erste fotoleitende Schicht 466, eine isolierende Schicht 46c,
eine zweite fotoleitende Schicht 46d sowie eine zweite isolierende Schicht 46e auf.
Da bei diesem Aufzeichnungsträger 46 kein Substrat vorhanden ist, kann durch Ladungswanderung durch
das Substrat keine Spiegeibiidiadung an der unteren Fläche des Aufzeichnungsträgers 46 entstellen. Zur
Vermeidung dieser Schwierigkeit wird mittels einer AufladungseinrichUing 48 eine negative Ladung auf die
untere Fläche des Aufzeichnungsträgers 46 aufgebracht, wahrend mittels einer Aufladungseinrichtung 47 bei
dem in F i g. 8a dargestellten Schritt eine positive Ladung auf die obere Oberfläche des Aufzeichnungsträgers
46 aufgebracht wird.
Die übrigen Verfahrensschriite können den verschiedenen
F i g. 8 entnommen werden und werden hier nicht nochmals näher erläutert, zumal sie im wesentlichen den
Verfahrensschritten nach F i g. 7a bis 7e entsprechen.
In Fig. 10 ist eine Einrichtung 61 zur Durchführung
des Verfahrens nach den Fig. 7a bis 7c dargestellt, die
bis auf einige noch näher zu erläuternde Ausnahmen im wesentlichen der Einrichtung nach Fig. 5 entspricht.
Die Einrichtung 61 weist eine Trommel 62 mit dem Aufzeichnungsträger 46, eine Aufladungseinrichtung 4?
zur Erzeugung einer positiven Ladung, eine Quelle 63 für weißes Licht, ein Rotfilter 64 für das Licht von der
Ladungen, ein durch eine Sammellinse 67 angedeutetes optisches System für die Abbildung einer Vorlage 66 auf
der Trommel 62 und eine Aufladungseinrichtung 44 zur positiven Aufladung der Trommel 62 auf. Weiterhin sind
noch eine Lichtquelle 68 für weißes Licht sowie Entwicklungseinrichtungen 69 und 71 vorgesehen, die
positiv geladenen, schwarzen Toner bzw. negativ geladenen, roten Toner auf die elektrostatische latente
Abbildung auf der Trommel 62 aufbringen. Durch eine Vorladungseinrichtung 72 enthält der gesamte Toner
die gleiche Polarität. Das Tonerbild wird dann mittels einer Übertragungs-Aufladungseinrichtung 74 auf ein
Bildempfangsmaterial 73 übertragen. Die Trommeloberfläche wird anschließend mittels einer Reinigungseinrichtung
76 entladen und gereinigt.
Eine Einrichtung 81 zur Durchführung des Verfahrens nach den Fig. 8a bis 8e ist in Fig. 11 dargestellt und
weist ein endloses Band 82 auf, das in Richtung gegen den Uhrzeigersinn mit konstanter Drehzahl läuft. Das
Band 82 besteht aus dem Aufzeichnungsträger 46. dessen Schicht 46a nach innen und dessen Schicht 46e
nach außen weist. Das Band 82 läuft über Rollen 83, 84, 86 bis 88.
Um die Bahn des Bandes 82 herum sind Aufladungseinrichtungen 47 und 48 zur Erzeugung von positiven
bzw. negativen Ladungen auf der äußeren und inneren Fläche des Bandes 82, eine Quelle 89 für weißes Licht,
Aufladungseinrichtungen 49 und 51 zur Erzeugung von negativen bzw. positiven Ladungen auf der äußeren
bzw. inneren Oberfläche d_s Bandes 82. eine Quelle 91
für weißes Licht und ein Rotfilter 92 angeordnet.
Durch weitere Aufladungseinrichtungen 52 und 53 werden positive und negative Ladungen auf der äußeren
und inneren Oberfläche des Bandes 82 erzeugt während durch eine Sammellinse 93 eine Abbildung einer
Farbvorlage 94 auf das Band 92 projiziert wird. Eine Quelle 96 für weißes Licht bestrahlt dann das Band 82.
Das dadurch entstehende »zweifarbige« elektrostatische, latente Bild wird durch Entwicklungseinrichtungen
97 und 98 mit positiv geladenem, schwarzem Toner bzw. negativ geladenem, rotem Toner zu einem zweifarbigen
Tonerbild entwickelt Die Polarität der verschiedenen Tonerteilchen wird mittels einer Vorladungseinrichtung
99 auf die gleiche Polarität gebracht Das Tonerbild wird dann mittels einer Obertragungs-Aufladungseinrichtung
102 auf ein Bildempfangsmaterial 101 übertragen.
Anschließend reinigt und entlädt eine Reinigungseinrichtung 103 das Band 82.
In) <olgcnden werden einige Beispiele für clic
Verfahren nach den F i g. 7 und 8 angegeben:
Die innere fotoleitende Schicht wird aus Zinkoxidharz, das mit rose bengale sensibilisiert worden war. auf
einem Graphitsubstrat ausgebildet. Diese Schicht ist nicht für Licht mit einer Wellenlänge von mehr als
600 nm empfindlich, also z. B. rotes Licht. Eine 4 Mikron dicke Schicht eines Polyesterharzes wird auf der inneren
fotoleitenden Schicht ausgebildet, um eine transparente, isolierende Schicht zu schaffen. Eine äußere, 12 Mikron
dicke fotoleitende Schicht aus dem organischen Fotoleiter PVCz-TNF wird auf der isolierenden Schicht
ausgebildet Diese äußere fotoleitende Schicht hat eine
panchromatische Empfindlichkeit. Dann wird eine 12 Mikron dicke Polyesterschicht auf der äußeren fotoleitenden
Schicht ausgebildet, um eine weitere transparen te isolierende Schicht zu schaffen. Das auf diese Weise
ΟΓκΛμΓι^ιιι
aaüiluVu UCI
Aufzeichnungsträger 41.
Der Aufze.chnungsträger wird auf ein Oberflächenpotential
von +900 V geladen, während er mit weißem Licht beleuchtet wird. Dann wird das Material mit rotem
Licht beleuchtet und auf ein Oberflächenpotential von :,
— 1200 V geladen. Das rote Licht wird mittels einer
weißes Licht abgebenden Quelle und eines VR-64-Filters
erhalten. Dann wird das Oberflächenpotential des Aufzeichnungsträgers mittels einer Wechselstrom-Koronaentladung
von 6000 Vrms er'fernt, während er mit m einem Farblichtbild bestrahlt wird. Der Aufzeichnungsträger
wird dann mit weißem Licht beleuchtet. Das sich ergebende Oberflächenpotential beträgt in den weißen
Flächenbereichen - 50 V, in den schwarzen Flächenbereichen — 400 V und in den roten Flächenbereichen r>
+ 280 V.
Das so erzeugte bipolare, elektrostatische Bild wird mit Hilfe von Entwicklungseinrichtungen mit magnetischen
Bürsten entwickelt, mit denen ein positiv geladener schwarzer Toner und ein negativ geladener -m
roter Toner aufgebracht werden.
Das Zweifarben-Tonerbild wird auf positive Polarität geladen, auf ein Kopierblatt übertragen und mittels
Wärme auf diesem fixiert. Die sich ergebende Kopie hat ausgezeichnete rote und schwarze Farbflächenbereiche >
> auf sauberem weißem Untergrund und eine hohe Auflösung.
Der Versuch des Beispiels 1 wird mit dem ""
Unterschied wiederholt, daß die innere fotoleitende Schicht durch eine Selenschicht ersetzt wird, die mit
Tellur sensibilisiert worden ist, und daß die innere isolierende Schicht durch eine 2 bis 3 Mikron dicke
Schicht aus Silikon mit einem Zyanpigment ersetzt vwurde. Außerdem werden die Polaritäten der Ladungen
umgekehrt Mit diesem Versuch werden ähnlich ausgezeichnete Ergebnisse erhalten.
Beispiel 3 w
Das Beispiel 2 wird mit dem Unterschied wiederholt, daß die innere isolierende Schicht aus reinem Silikon
und die äußere fotoleitende Schicht aus Kupferphthalocyanin gebildet werden. Die Ergebnisse sind ausgezeichnet Da das rote Licht von der Kupterphthalocyanin- f>5
Schicht absorbiert wird, wird die Selenschicht nicht leitend, selbst wenn die äußere Fläche des Materials mit
rotem Licht beleuchtet wird.
Ein fotoleitendes Ma'erial mit vier Schichten wird hergestellt, indem die Silikonschicht des Aufzeichnungsträgers
nach Beispiel 3 weggelassen wird. Das Verfahren nach Beispiel 3 wird mit dem l.'nterschied
wiederholt, daß die erste Ladung aufgebracht wird, während das Material mit rotem Licht bestrahlt wird.
Die sich ergebende Dichte beträgt nur etwa 50 bis 60% des Wertes beim Beispiel 3. obwohl das Auflösungsvermögen
gut ist.
l-.in fotoleitendes Material mit 6 Schichten wird
dadurch hergestellt, daß eine 4 Mikron dicke Schicht
zwischen dem Substrat und der inneren fotoleitenden Schicht des Beispiels I hinzugefügt wird. Das Verfahren
nach Beispiel I wird mit dem abgewandelten Material wiederholt, wobei ahnlich ausgezeichnete Ergebnisse
Gi'/iCu Werden. ijOi uiOSci' Abwandlung wird uic
Nutzungsdauer der inneren fotoleitcnden Schicht und infolgedessen Jie Lebensdauer des Materials stark
erhöht. Von dem abgewandelten Material werden 50 000 brauchbare Kopien im Vergleich zu 2000 bei d?m
Material nach Beispiel I hergestellt.
Die Beispiele 1 bis 3 werden mit einem transparenten Substrat und nicht m,t dem opaken Graphitsubstrat
durchgeführt; die bildmäßige Belichtung und Bestrahlung der Schichten erfolgen durch das Substrat
hindurch. Die Ergebnisse sind ausgezeichnet.
Beispiel I wird mit dem Unterschied wiederholt, daß während der bildmäßigen Bestrahlung des Materials das
Oberflächenpotential durch Eintauchen in eine elektrisch leitende Flüssigkeit und nicht durch eine
elektrostatische Aufladung auf Null verringert wird. Die verwendete Flüssigkeit ist \thylall:ohol. Mit diesem
Verfahren werden ausgezeichnete Ergebnisse erzielt, die mit denen der anderen Beispiele vergleichbar sind
Das Beispiel I wird mit dem Unterschied wiederhol!. daß die Ladung mittels einer Gleichspannungs-Koronaentladung
von +4.7 kV und nicht durch eine Wechselstrom-Koronaentladung entfernt wird. Die Ergebnisse
sind ausgezeichnet.
Ein weiteres Verfahren is: in F ι g. ! 2a bis 12e
dargestellt. Ein fotoleiter.der Aufzeichnungsträger 121
weist ein leitendes Substrat 121a. eine innere fotoleitende
Schicht 1216 auf dem Substrat 121<i. eine zweite
fotoleitende Schicht 121c auf der Schicht 1216 und eine
transparente isolierende Schicht \2\d auf der Schicht
121cauf.
Der Aufzeichnungsträger 121 unterscheidet sich von
den bisher beschriebenen Materialien dadurch, daß die Schicht 1216 unempfindlich gegenüber rotem Licht und
die Schicht 121cunempfindlich gegenüber blauem Licht
ist.
Die verschiedenen Verfahrensschritte, nämlich die Bestrahlung mit weißem Licht und die gleichzeitige
Aufladung auf positive Polarität mittels einer Koronaaufladungseinrichtung 22, die Bestrahlung mit blauem
Licht und die gleichzeitige Aufladung mit negativer Polarität mittels einer Aufladungseinrichtung 23. die
Dositive Aufladung mittels einer Kornnaaiifladiinesein-
richtung 124 im Dunkeln, die bildmäßige Belichtung und
die Entwicklung der üo hergestellten elektrostatischen,
latenten Abbildung mittels positiv geladenem, schwarzem Toner und mit negativ geladenem, rotem Toner
sowie die dabei auftretenden Ladungen an den verschiedenen Schichten können den Fig. 12a bis i2e
entnommen werden. Dais Oberflächenpotential des Aufzeichnungsträgers 121 ist in F i g. 13 dargestellt.
In Fig. 14a bis 14e iüt ein Verfahren mit einem Aufzeichnungsträger 126 dargestellt, der ein leitendes
Substrat 121a, eine innere, fotoleitende Schicht 1266, die empfindlich für rotes Licht ist, eine äußere, fotoleitende
Schicht 126c, die unempfindlich gegenüber rotem Licht ist und eine isolierende Schicht 126c/aufweist.
Die Verfahrensschritte entsprechen im wesentlichen den Verfahrensschritten der Ausführungsform nach den
Fig. 12a bis 12e, so daß sie nicht nochmals im Detail
erläutert werden sollen. Einzelheiten können den verschiedenen Figuren entnommen werden.
Es wird nur darauf hingewiesen, daß die Koronaaufladungseinrichtung 127 eine positive Aufladung, die
Koronaaufladungseinrichtung 128 eine negative Aufladung und die Koronaaufladungseinrichtunf 129 eine
positive Aufladung im Dunkeln durchführen.
Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Verfahren liegt in den unterschiedlichen spektralen
Empfindlichkeiten der fotoleitenden Schichten, in den Größen der aufgebrachten Ladungen und in den
Polaritäten des Toners.
Das OberflächenpotentiaJ für das in den Fig. 14a bis
14edargestellte Verfahren ist in Fi g. 15 gezeigt.
Im folgenden werden einige Beispiele für die Verfahren nach den F i g. 12 und 14 angegeben.
Selen mit einer Reinheit von 9959% wird im Vakuum
auf ein Aluminiumsubstrat mit einer Dicke von 10 Mikron bei einer Temperatur von 500C und einem
Unterdruck von 5x10~5 Torr aufgebracht, um eine
innere fotoleitende Schicht zu bilden. Dieses Material wird im Dunkeln eine Woche lang gelagert. Dann wird
eine 20 Mikron dicke Schicht aus Polyvinyl-Carbozol-Trinitrofhiorenon PVK-TNF auf der Selenschicht
ausgebildet, um eine zweite fotoleitende Schicht zu schaffen. Schließlich wird eine 5 Mikron dichte Schicht
eines U-Polymers auf die zweite fotoleitende Schicht aufgebracht, um eine isolierende Schicht zu schaffen.
Die Selenschicht ist gegenüber rotem Licht unempfindlich, während die PVK-TN F-Schicht panchromatisch ist. Dieser Aufzeichnungsträger entspricht im
allgemeinen dem Material 121. Jedoch kann die zweite Ladung infolge der Eigenschaften der Selenschicht im
Dunkeln mittels einer Ladungsinjektion und nicht durch Fotoleitung durchgeführt werden. Das U-Polymer hat
einen spezifischen Widerstand von 10">Qcni und eine
ausgezeichnete mechanische Festigkeit.
Dies Material wird mittels einer Koronaentladung von +5,5 kV auf ein Oberflächenpotential von +900 V
geladen, während es mit weißem Licht bestrahlt wird. Das Material wird damn im Dunkeln mit einer
Koronaentladung von —6,0 kV geladen. Die Ladung auf der Oberfläche des Materials wird dann mit einer
Koronaentladung von +4.5 kV entfernt. Das Oberflächenpotential beträgt nach dem zweiten Ladevorgang
-600 V und nach dem dritten Lade Vorgang -400 V.
Dann wird das Material mit einem Farblichtbild bestrahlt. Das Oberflächenpotential in den weißen
Flächenbereichen beträgt ·- 20 V, während das Oberflächenpotential in den schwarzen Flächenbereichen
-380 V beträgt. Das Oberflächenpotential in den roten Flächenbereichen beträgt +220 V. Die Ljchtbildintensität in den weißen Flächenbereichen beträgt IO μ W/cm2.
=> Das bipolare elektrostatische Bild wird mit einem
positiv geladenen schwarzen Toner und mit einem negativ geladenen roten Toner entwickelt Die sich
ergebende Kopie hat eine ausgezeichnete Farbe und ausgezeichnete Auflösung.
ίο Das Material des Beispiels 1 wird auf eine Trommel
aufgebracht und einem Dauerversuch unterworfen. Die sich ergebende fotoleitende Trommel wird in ein
elektrostatisches Kopiergerät mit Bildübertragung eingebaut, das Entwicklungseinrichtungen mit magneti-
ii sehen Bürsten und ein Trommelreinigungssystem mit
Gummischneiden enthält Mit der Trommel werden 50 000 brauchbare Kopien hergestellt Die Herstellungskosten werden, abgesehen von den Kosten für die
Anfertigung der Aluminiumtrommel selbst, bei einer
2u Herstellungsmenge von 1000 Einheiten pro Monat auf
S 65 bis S 80 geschätzt
J5 von 5 Gew.-Prozent wird im Vakuum auf ein
Aluminiumsubstrat in einer Dicke von 50 Mikron bei einer Temperatur von 74° C aufgebracht, um eine innere
fotoleitende Schicht zu bilden. Eine 15 Mikron dicke Zinkoxid-Harzjchicht, die mit rose bengale sensibilisiert
k> worden ist wird auf der inneren Schicht ausgebildet, um
eine äußere fotoleitende Schicht zu schaffen. Das Verhältnis von Zinkoxid zu Harz beträgt 3:1
Gew.-Anteile. Dann wird eine 5 Mikron dicke
Polyester-Harzschicht auf der äußeren fotoleitenden
>> Schicht ausgebildet, um eine isolierende Schicht zu
schaffen. Das Material entspricht im allgemeinen dem Aufzeichnungsträger 126. Die Zinkoxid-Harzschicht ist
unempfindlich gegenüber rotem Licht Die Selen-Tellurschicht ist panchromatisch. Mit dem Material nach
*" Beispiel 2 werden ausgezeichnete Ergebnisse bei
Anwendung des in den Fig. 14a bis I4e beschriebenen
Verfahrens erhalten.
In Fig. 16a bis I6e ist ein weiteres Verfahren dargestellt. Ein Aufzeichnungsträger 131 weist ein
4"> Substrat 131a auf, auf dem eine innere fotofeitendc
Schicht 1316 ausgebildet wird, die gegenüber rotem Licht empfindlich ist. Eine transparente isolierende
Schicht 131c wird auf der Schicht 1316 ausgebildet. Die
äußere fotoleitende Schicht 13Id die unempfindlich
">o gegenüber rotem Licht ist, wird auf der Schicht 13Ic
ausgebildet. Schließlich wird eine transparente isolierende Schicht 131 c auf der Schicht 131 (/ausgebildet.
Bei dem ersten in Füg. 16a dargestellten Schritt wird der Aufzeichnungsträger 131 mit weißem Licht
v< bestrahlt, während mit einer Koronaaufladungseinrichtung 132 eine positive Ladung aufgebracht wird. Beide
Schichten 1316 und 131c/ werden leitend mit dem Ergebnis, daß positive Ladungen auf den oberen
Flächen der Schichten 131c und 13Ie und negative
μ Ladungen auf den unteren Flächen der Schichten 131c
und 131 e ausgebildet werden.
Hei dem in Fig. Ibb dargestellten Schritt wird der
Aufzeichnungsträger 131 mit rotem Licht bestrahlt, während mittels einer Aufladungseinrichtung 133 eine
h' negative Ladung aufgebracht wird. Hierdurch wird nur
die Schicht 1316 leitend, so daß eine positive Ladung auf
ihren oberen Flächen ausgebildet wird. Eine negative Ladung wird an der oberen fläche der Schicht 13Ic
ausgebildet. Bei dem in Fig. 16c dargestellten Schritt
wird die Ladung auf der oberen Fläche der Schicht 13t e mittels einer Koronaaufladungseinrichtung 134 entfernt,
durch die eine positive Ladung aufgebracht wird. Bei dem in Fig. I6d dargestellten Schritt wird ein
Farblichtbild auf den Aufzeichnungsträger 131 projiziert. Alle Ladungen werden dadurch in den weißen
Bildbereichen zerstreut
Wie in Fig. 17 dargestellt, ist das Oberflächenpotential am Ende des in Fig. 16c dargestellten Schrittes
positiv, und zwar deswegen, weil die reine Ladung in der Schicht 131c/Null ist und die Ladungen an deren oberen
und unteren Flächen sich aus einer Polarisation ergeben. Infolgedessen wird durch die positive Ladung an der
oberen Fläche der Schicht 131 e das Oberflächenpotential des Aufzeichnungsträgers 131 positiv. Da keine
Leitung in den schwarzen Bildbereichen bei dem in Fig. 16d dargestellten Schritt stattfindet, bleibt das
Oberflächenpotential in den schwarzen Bildbereichen positiv.
Nur in den roten Bildbereichen wird die Schicht 131ύ
fotoleitend gemacht. Hierdurch wird die gesamte
Ladung in den Schichten 131 e und 131 b zerstreut Infolgedessen überwiegt die negative Ladung an der
oberen Fläche der Schicht 131c/,-das Oberflächenpotential des Aufzeichnungsträgers 131 in den roten
Bildbereichen ist negativ. Bei dem letzten, in Fig. 16e
dargestellten Schritt wird das bipolare elektrostatische Bild mit negativ geladenem schwarzem Toner und
positiv geladenem rotem Toner entwickelt Die Spektralempfindlichkeit der Schicht 1316 ist in Fig. 18
durch eine ausgezogene Linie dargestellt Die Spektralempfindlichkeit der Schicht 131</ist in derselben Figur
durch eine gestrichelte Linie wiedergegeben.
In i;ig. 19a bis 19e ist noch ein weiteres Verfahren
dargestellt Die Schritte dieses Verfahrens entsprechen im allgemeinen den in Fig. 16a bis 16c wiedergegebenen Schritten. Der Aufzeichnungsträger 141 weist ein
Substrat 141a, eine innere fotoleitende Schicht Hib,
eine isolierende Schicht 141c, eine äußere fotoleitende Schicht 141</und eine äußere Isolierschicht 141 e auf, die
dem Aufzeichnungsträger 131 entsprechen. Jedoch weist das Material 141 ferner eine isolierende Schicht
141A zwischen dem Substrat 141a und der Schicht 1416
auf.
Die Details des Verfahrens können den Fig. 19a bis
19e entnommen werden, wobei nur darauf hingewiesen wird, daß die Koronaaufladungseinrichtung 142 eine
positive Ladung, die Koronaaufladungseinrichtung 143 eine negative Ladung und die Koronaaufladungseinrichtung 144 eine positive Aufladung im Dunkeln erzeugen.
Die Entwicklung des Tonerbildes erfolgt mit negativ geladenem, schwarzem Toner und positiv geladenem,
rotem Toner.
Im folgenden werden einige Beispiele für die Verfahren nach den F i g. 16 und 18 angegeben.
Selen mit; einer Reinheit von 993% wird im Vakuum
mit einer Dicke von 50 Mikron auf Aluminiumsubstrat
bei einer Temperatur von 74° C aufgebracht, um eine
erste fotoleitende Schicht zu bilden. Diese Schicht entspricht der Schicht 1416. Nach diesem Verfahrensschritt wird die Trommel eine Woche lang im Dunkeln
aufbewahrt
Dan» wird eine 2 Mikron dicke, transparente isolierende Schicht aus Polyesterharz durch Eintauchen
auf die Trommel aufgebracht Anschließend wird ein Zinkoxid-Harz in einem Verhältnis Zinkoxid zu Harz
ίο von 3:1 Gew.-Anteilen, welches mit rose bengale
sensibilisiert wurde, auf die Trommel mittels eines Rakels mit einer Dicke von 15 Mikron aufgebracht, um
eine äußere fotoleitende Schicht zu schaffen. Diese Schicht entspricht der Schicht 141 et Dann wird eine
is weitere 5 Mikron dicke Schicht aus U-Polyrner auf die
Trommel aufgebracht, um eine weitere transparente isolierende Schicht zu schaffen. Die Selenschicht ist
hierbei empfindlich gegenüber rotem Licht, wä> end die Zinkoxidschicht unempfindlich gegenüber rotem Licht
ist Der spezifische Widerstand der U-Polymer-Schichten liegt über 1016 Qcm.
Eine ersie Ladung von +1200 V wird auf die
Trommel aufgebracht, während sie mit weißem Licht bestrahlt wird. Dann wird die Trommel im Dunkeln
wieder auf —1700 V geladen. Dies ist infolge der Eigenschaften der Selenschicht möglich, da in die
Selenschicht injizierte Löcher von dem Substrat durch dieses hindurch an die untere Fläche der inneren
Isolierschicht wandern. Eine derartige Ladungsinjektion
ist bei dem Aufzeichnungsträger 141 nicht möglich, und
zwar deswegen, weil die Ladungen durch die Schicht 141 /"gesperrt werden würden.
Dann wird eine Koronaentladung von +4,5 kV aufgebracht, um Ladung von der oberen Fläche der
Schicht 141 e zu entfernen. Das Oberflächenpotential am Ende dieses Schrittes beträgt +550V. Nach dem
Aufbringen des Farblichtbildes auf dein Aufzeichnungsträger beträgt das Potential in den weißen Bildbereichen —40 V, das Oberflächenpotential in den schwarzen
Bildbereichen +520 V und das Oberflächenpotential in den roten Bildbereichen -310 V. Die Beleuchtungsstärke in den weißen Flächenbereichen ist 10 μ W/cm2.
Dieses bipolare elektrostatische Bild wird mit einem Entwicklungssystem mit magnetischen Bürsten entwik
kelt Hierbei wird ein negativ geladener schwarzer und
ein positiv geladener, roter Toner verwendet. Die Ergebnisse dieses Versuches sind ausgezeichnet.
Ein Material mit sechs Schichten wird präpariert,
indem eine 1 Mikron dicke U-Polymer-Schicht zwischen
dem Aluminiumsubstrat und der Selenschicht des Beispiels 1 hinzugefügt wird. Das Verfahren nach
Beispiel 1 wird mit dem Unterschied wiederholt, daß die zweite Ladung aufgebracht wird, während der Aufzeichnungsträger mit Licht einer Wellenlänge im
Bereich von 550 bis 600 nm bestrahlt wird. Die Ergebnisse sind ähnlich ausgezeichnet.
Claims (5)
1. Elektrofotografischss Verfahren zur Herstellung
von zweifarbigen Aufzeichnungen, bei dem ein zwei fotoleitende Schichten, von denen die obere
Schicht transparent ist, mit unterschiedlicher spektraler Empfindlichkeit enthaltender Aufzeichnungsträger
aufgeladen, belichtet und bildmäßig belichtet wird, und bei dem die entstehende, elektrostatische
Abbildung mit zwei verschiedenen Tonern unterschiedlicher Farbe und Polarität entwickelt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufzeichnungsträger mit einer transparenten, isolierenden
Schicht auf wenigstens einer der Oberflächen der beiden leitenden Schichten verwendet wird,
2. Elektrofotografisches Verfahren nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß die isolierende
Schicht zwischen den beiden fotoleitenden Schichten angeordnet wird (F i g. 1).
3. Elektroüotografisches Verfahren nach Anspruch
2, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere isolierende Schicht auf der inneren Oberfläche der
unteren fotoleitenden Schicht angeordnet wird (F ig-2).
4. Elektrofotografisches Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß eine transparente isolierende Schicht auf der äußeren Oberfläche der oberen fotoleitenden
Schicht angeordnet wird.
5. Elektrofotografisches Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Aufzeichnungsträger mit einer oberen, transparenten,
isolierenden Schicht mit einer oberen fotoleitenden Schicht, mit einer zweiten, transparenten
isolierenden Schicht, mit e'n.«;r unteren, fotoleitenden
Schicht und mit einer dritten isolierenden Schicht verwendet wird (F i g. 4).
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