DE2951434C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Regeln des Heizbetriebs einer Heizeinrichtung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Regeln des Heizbetriebs einer HeizeinrichtungInfo
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Description
— eine Spannungsquelle (48),
— eine aus ihr abgeleitete Konstantspannungsquelle(80,52),
— einen Schalter (50), der zu Beginn des Heizbetriebs geschlossen wird,
— einen ersten Spannungsteiler (32, 82), der als Bauteil den optischen Fühler (32) enthält und
einen ersten Abgriff aufweist, wobei dieser Spannungsteiler (32, 82) mit der Spannungsquelle (80,52) über den Schalter (50) verbunden
ist und beim Schließen des Schalters (50) die Spannung (Vz) der Konstantspannungsquelle
(80, 52) derart teilt, daß am ersten Abgriff eine Spannung (VT) auftritt, die sich in Abhängigkeit
vom elektrischen Zustand des Fühlers (32) ändert,
— einen zweiten Spannungsteiler (84, 56) mit einem
zweiten Abgriff,
— einen Kondensator (66), der zwischen dem zweiten Spannungsteiler (84, 56) und über den
Schalter (50) an der Spannungsquelle (48) liegt
und beim Schließen des Schalters (50) über den zweiten Spannungsteiler (84, 56) aufgeladen
wird,
— ein Schaltungsteil (54) zum Übertragen der am
ersten Abgriff auftretenden Spannung (VT) zu einem Verbindungspunkt zwischen dem ersten
Kondensator (66) und dem .zweiten Spannungsteiler (84,56),
— einen Kondensator (64) als erste Speichereinrichtung und eine zwischen den zweiten Abgriff
und den Kondensator (64) geschaltete Sperrdiode (58), die die am zweiten Abgriff auftretende
Spannung (Vs) zum Kondensator (64) leitet und diesen auflädt; wobei
— die Vergleichseinrichtung (68) zwei Eingänge (70, 72) aufweist, wovon der erste Eingang (70)
an den Verbindungspunkt zwischen dem Kondensator (66) und dem zweiten Spannungsteiler
(84, 56) und der zweite Eingang (72) an einen Verbindungspunkt zwischen dem Kondensator
(64) und der Sperrdiode (58) angeschlossen ist.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Regeln des Heizbetriebs einer Heizeinrichtung
gemäß dt·η Oberbegriffen der Ansprüche 1 bzw. 5.
Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung ist ausderGB-PS10 58 421 bekannt.
Die aus der GB-PS 10 58 421 bekannte Ofensteuerung weist insbesondere nicht die Speicherung eines
Meßwerts entsprechend dem Anfangsbräunungsgrad des Brat- oder Backguts als Soll-Wert und auch nicht
das Vergleichen des während des fortschreitenden Heizbetrieb sich verändernden momentanen Ausgangssignal
des Meßfühlers mit dem gespeicherten Soll-Wert auf.
Deshalb wird zwar bei der bekannten Ofensteuerung der Bräunungsgrad eines erhitzten Objekts durch ein
optisches System abgetastet und der Heizbetrieb so gesteuert, daß ein erwünschter Bräunungsgrad erreicht
wird, jedoch können keine Objekte verschiedener Anfangsbräunungsgrade hintereinander erhitzt werden, da
das Ausgangssignal der Fotozelle, die den Bräunungsgrad des Objekts mißt, beim Erreichen eines vorbestimmten
Absolutwerts die Heizeinrichtung abschaltet. Es ist jedoch häufig erforderlich, Brat- oder Backgut
unterschiedlichen Anfangsbräunungsgrades in einem Ofen ohne umständliche Einstellvorgänge zu garen. Die
bekannte Ofensteuerung gibt jedoch keinerlei Anregung für ein Verfahren und eine Anordnung, die den
Anfangsbräunungsgrad des Röstgutes automatisch berücksichtigen.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Regeln des Heizbelriebs einer
Heizeinrichtung für in einem Heizraum befindliches Brat- oder Backgut zu ermöglichen, die Brat- oder
Backgut unterschiedlichen Anfangsbräunungsgrades ohne vorherige Einstellvorgänge richtig garen kann.
Dabei soll der Bräunungsgrad automatisch zu Beginn des Brat- oder Backvorgangs erfaßbar sein.
Die obige Aufgabe wird bei einem Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 erfindungsgemäß
durch die in seinem Kennzeichen angegebenen Verfahrensschritte gelöst.
Die Unteransprüche 2 bis 4 kennzeichnen vorteilhafte
Ausführungsformen davon.
Eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 5 wird erfindungsgemäß durch die in seinem
Kennzeichen angegebenen Merkmale gelöst.
Die Unteransprüche 6 bis 26 kennzeichnen vorteilhafte Ausführungsformen davon.
Aus der US-PS 24 36 575 ist außerdem ein automatischer Toaster bekannt, bei dem auf eine Fotozelle fallendes
vom Toastgut reflektiertes Licht die Gittervorspannung einer Elektronenröhre so beeinflußt, daß bei
einer bestimmten Bräunung der Elektronenstrom der Röhre abreißt, so daß eine Relaisanordnung stromlos
wird, deren Anker über entsprechend angeordnete Kontakte dann den Toastvorgang beenden.
Ein Äusiührungsbeispiei wird näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 eine allgemeine Anordnung eines Ausführungsbeispiels der Heizvorrichtung,
F i g. 2 Änderungen des Widerstandswerts einer bei der Vorrichtung nach Fi g. 1 als optischer Fühler eingesetzten
CdS-Widerstandszelle, und zwar als eine Funktion des Bräunungsgrads von zwei zu erhitzenden Gegenständen,
Fig.3 ein schematisches Schaltbild eines Ausführungsbeispiels
der Regelschaltung,
F i g. 4 eine Grafik von Änderungen einer in der Regelschaltung nach F i g. 3 erzeugten Bräunungsfühlspannung
Vi für die Verarbeitung von Brat- oder Backgut
entsprechend F i g. 2,
F i g. 5 die Beziehung zwischen der Bräunungs-Fühlspannung
V/ und einer gespeicherten Soll- oder Vergleichsspannung, die in der Regelschaltung von Fig. 3
entsprechend der Grafik von F i g. 4 erzeugt werden,
F i g. 6 eine Grafik von Änderungen der Empfindlichkeit einer als optisches Fühlelement in der Vorrichtung
nach F i g. 1 verwendeten CdS-Widerstandszelle, in Abhängigkeit vom Erfassungsbereich der Widerstandszelle
in zwei verschiedenen Fällen,
F i g. 7 eine schematische Teilansicht einer Ausführungsform einer Kühleinheit für die den optischen Fühler
enthaltende Kammer,
Fig. 8 eine schematische Teilansicht einer Ausführungsform
einer Optik, die die reflektierten Lichtstrahlen von der Oberfläche eines Brat- oder Backguis zum
optischen Fühler leitet,
F i g. 9 eine Teilansicht im Schnitt einer weiteren Ausführungsform
der Kühleinheit für die Fühler-Kammer,
Fig. 10 eine Teilansicht im Schnitt, die eine weitere
Ausführungsform der Fühler-Kühleinheit zeigt, und
F i g. 11 eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung
zum Leiten der von Brat- oder Backgut reflektierten Lichtstrahlen in den optischen Fühler.
F i g. 1 ist eine Schnittansicht eines Heißluftherds. Beispielsweise
ist dabei angenommen, daß die Heizeinheit elektrische Heizelemente und einen Hochfrequenz-Stromerzeuger
umfaßt.
Der Heißluftherd umfaßt einen Heizraum 10, eine Drehplatte 12 aus warmfestem Werkstoff, der bei Beaufschlagung
mit einem Hochfrequenzfeld geringe dielektrische Verluste hat. Brat- oder Backgut 14, eine Tür
16, elektrische Heizelemente 18 und 20, einen Hochfrequenz-Oszillator 22, z. B. ein Magnetron, einen Hohlleiter
24, einen Elektromotor 26 zum Antreiben der Drehplatte 12, ein motorgetriebenes Gebläse 28, eine sichtbare
Lichtstrahlen abgebende Lampe 30, einen optischen Fühler 32, eine Fühler-Kammer 33, eine Regelschaltung
34, eine Stromversorgung 36, Heißluft-Eintrittsschlitze
38 und 40, einen Heißluft-Austrittsschlitz 42 sowie Perforationen 44 und 46.
Wenn Brat- oder Backgut 14 auf der Drehplatte 12 angeordnet und die Ofentür 16 geschlossen ist, wird die
Stromversorgung 36 und damit die Lampe 30 eingeschaltet, die das Brat- oder Backgut 14 beleuchtet. Die
vom Brat- oder Backgut 14 reflektierten Lichtstrahlen treffen auf den optischen Fühler 32, dessen Ausgangssignal
der Regelschaltung zugeführt wird. Auf diese Weise wird die vom Fühler 32 erfaßte Lichtintensität des
ίο vom Brat- oder Backgut 14 reflektierten Lichts der Regelschaltung
34 eingegeben und in einer nachstehend erläuterten Weise darin gespeichert. Andererseits werden
gleichzeitig die elektrischen Heizelemente 18 und 20 sowie das Gebläse 28 eingeschaltet, so daß Heißluft
durch die Eintrittsschlitze 38 und 40 in den Heizraum 10 geblasen wird. Die Heißluft wird aus dem Heizraum 10
durch den Austrittsschlitz 42 zu den elektrischen Heizelementen abgeleitet und erneut für die Zirkulation erwärmt.
Das Brat- oder Backgut 14 wird durch die Einwirkung des Heißluftstroms erhitzt. Gleichzeitig wird
die Drehplatte 12 vom Motor 26 gedreht, so daß das Brat- oder Backgut 14 gleichmäßig erhitzt wird.
Mit zunehmender Bräunung der Oberfläche des Bratoder Backguts 14 nimmt die vom optischen Fühler 32
erfaßte Lichtintensität entsprechend ab. Wenn diese abnehmend einen vom Anfangsbräunungsgrad abhängenden
Sollwert erreicht, führt die Regelschaltung 34 der Stromversorgung 36 ein Signal zu. Diese spricht auf
dieses Eingangssignal an und unterbricht den Betrieb der elektrischen Heizelemente 18 und 20 sowie des Gebläses
28 und schaltet den HF-Oszillator bzw. das Magnetron 22 für eine vorgebbare Zeit ein. Die durch den
HF-Oszillator 22 erzeugte HF-Energie wird in den Heizraum 10 durch den Hohlleiter 24 geleitet, so daß
das Brat- oder Backgut 14 durch die HF-Energie weiter
erhitzt wird. Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit wird die Versorgung des HF-Oszillators 22, des Elektromotors
26 und der Lampe 30 durch die Stromversorgung 36 automatisch unterbrochen. Zu diesem Zeitpunkt ist der
Erhitzungsvorgang für das Brat- oder Backgut 14 beendet. Es ist zu beachten, daß die öffnungsweite der Perforation
44 und 46 so bemessen sein sollte, daß ein Durchtritt der HF-Energie nicht möglich ist.
Die Strichlinien in Fig. 1 bezeichnen die Strahlengänge
der Lichtstrahlen, während die Strichpunktlinien den Heißluftstrom bezeichnen.
Nachstehend werden Änderungen des Widerstandswerts des optischen Fühlers 32 während des Erhitzungsvorgangs unter der Annahme erläutert, daß der optische
Fühler 32 ein CdS-Fotowiderstand ist, der weiterhin mit CdS-Fühler bezeichnet ist.
Aus F i g. 2, die Änderungen des Widerstandswerts des CdS-Fühlers 32 als eine Funktion der Heizzeit verdeutlicht,
ist aus einer Kurve A ersichtlich, daß der Widerstandswert Λ, des CdS-Fühlers 32 von einem bestimmten
Zeitpunkt ii der Anfangs-Heizphase (t = 0)
ab bis zum Zeitpunkt ti, nach Ablauf einer bestimmten
Heizzeit auf einen Widerstandswert /?2 steigt weil das
zu erhitzende Brat- oder Backgut 14 ständig gebräunt wird. Dadurch sinkt jedoch die Intensität des von der
Oberfläche des Guts 14 reflektierten Lichts ständig ab. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, daß der Ausdruck
»Anfangs-Heizphase« den Zeitraum zwischen dem Beginn des Heizvorgangs (d. h. t\ = 0) und einem
darauffolgenden kurzen Zeitintervall bedeutet. Infolgedessen kann der momentane Bräunungsgrad auf der
Grundlage der Widerstandswert-Änderungen des CdS-Fühlers 32 erfaßt, und dadurch der Heizbetrieb zu ei-
nein bestimmten Zeitpunkt t2 entsprechend einem erwünschten
Bräunungsgrad umgeschaltet werden. Die Kurve B bezeichnet Änderungen des Widerstandswerts
des CdS-Fühlers 32 in einem Fall, in dem das Brat- oder Backgut 14 anfangs eine im Vergleich zum Brat- oder
Backgut entsprechend Kurve A hellere oder weiße Oberfläche hat. In diesem Fall liegt der Widerstandsweri
Ri zum Zeitpunkt u in der Anfangs-Heizphase
niedriger als der Widerstandswert R\ zum entsprechenden Zeitpunkt bei dem Heizvorgang entsprechend Kurve
A. Zum Zeitpunkt h hat sich der Widerstandswert des CdS-Fühlers nur auf einen Wert R<
erhöht. Wie aus einem Vergleich der Kurven A und B hervorgeht, bleibt
der Widerstandswert des CdS-Fühlers 32 zum Zeitpunkt /ι in der Anfangs-Heizphase niedriger, da die ursprüngliche
Farbe der Brat- oder Backgut-Oberfläche heller ist. Infolgedessen könnte der Fall eintreten, daß
das Erhitzen des Brat- oder Backguts durch Heißluft nicht durchgeführt werden könnte, wenn ein Sollwert
zum Umschalten der Heizbetriebsart nur mit einem vorbestimmten unveränderlichen Wert in der Regelschaltung
34 eingestellt würde. Zum Beispiel sei angenommen, daß der Sollwert mit einem Widerstand Ro eingestellt
ist (vgl. F i g. 2). Im Fall eines Brat- oder Backguts,
auf das die Kurve B zutrifft, erreicht der Widerstand des CdS-Fühlers 32 den Sollwert Ro zum Zeitpunkt t2, wodurch
der Heizbetrieb so geändert wird, daß die Erhitzung durch Heißluft abgeschaltet wird. Im Fall eines
Brat- oder Backguts dagegen, auf das die Kurve A zutrifft, ist der Widerstand R1 des CdS-Fühlers 32 zum
Zeitpunkt /1 in der Anfangs-Heizphase wegen der dunkleren
Oberfläche bereits zu Beginn des Backvorganges höher als der voreingestellte Vergleichswert Ro, und
zwar um einen durch den Pfeil in F i g. 2 bezeichneten Wert. Somit könnte eine Heißluft-Erhitzung überhaupt
nicht durchgeführt werden.
Um die vorstehende unerwünschte Situation zu vermeiden,
wird ein dem Widerstandswert des CdS-Fühlers 32 entsprechender Spannungswert zum Zeitpunkt t\ in
der Anfangsheizphase für jeden Heizvorgang gespeichcrt und der Heizbetrieb in Abhängigkeit von der Erhöhung
des Widerstandswerts (d.h. der Abweichung) relativ zum gespeicherten Wert geregelt. Das heißt, die
oben angegebene Situation kann dadurch vermieden werden, daß zu Beginn (Zeitpunkt fi) ein Sollwert eingestellt
und gespeichert wird, der um einen vorbestimmten Betrag höher als der Widerstandswert des CdS-Fühlers
32 zum Zeitpunkt fi in der Anfangs-Heizphase ist. und
daß der Heizbetrieb umgeschaltet wird, wenn der Ist-Widerstand des CdS-Fühlers 32 den eingestellten und
gespeicherten Sollwert erreicht hat.
F i g. 3 ist ein Ausführungsbeispiel der Regelschaltung 34. Dabei erfaßt der CdS-Fühler 32 die Lichtintensität
einer vom Brat- oder Backgut 14 reflektierten Lichtmenge und damit den momentanen Bräunungsgrad.
Ferner sind vorgesehen eine Gleichspannungsversorgung 48, ein Schalter 50, eine Z-Diode 52, ein nichtinvertierender
Gleichspannungsverstärker 54, ein einstellbarer Widerstand 56, Dioden 58 und 60, Kondensatoren 64
und 66, ein Vergleicher 68 mit einem positiven Eingang 70 und einem negativen Eingang 72, ein Relais 74 mit
einer Spule 76 und einem Relaiskontakt 78 und Widerstände 80,82,84 und 86.
Wenn der Schalter 50 geschlossen wird, führt eine aus dem Widerstand 80 und der Z-Diode 52 gebildete Konstantspannungsquelle
eine von der Gleichspannungsversorgung 48 abgeleitete Konstantspannung Vz einer
Reihenschaltung aus dem CdS-Fühler 32 und dem Widerstand 82 zu. Diese Reihenschaltung dient als Spannungsteiler
zum Teilen der Konstantspannung V/, so daß eine Teilspannung Vi dem Eingang des nichtinvertierenden
Verstärkers 54 zugeführt wird. Die Spannung VVändert sich in Abhängigkeit von der vom CdS-Fühler
32 erfaßten Lichtintensitäi und bildet somit ein elektrisches Maß für den Bräunungsgrad des erhitzten Bratoder
Backguts 14. Es ist zu beachten, daß der Widerstandswert des Fühlers 32 steigt, wenn mit zunehmender
Bräunung des Brat- oder Backguts 14 die von dessen Oberfläche reflektierte Leuchtstärke sinkt, so daß die
Spannung Vt sinkt. Der nichtinvertierende Verstärker
54 verstärkt die Eingangsspannung Vr und erzeugt eine
Ausgangsspannung Vi, die nachstehend als Bräunungs-Fühlspannung
bezeichnet ist. Die Bräunungs-Fühispannung Vi wird durch ein Tiefpaßfilter aus dem Widerstand
86 und dem Kondensator 66 in eine Spannung V{ umgeformt, die dem positiven Eingang 70 des Vergleichers
68 zugeführt wird. Die Spannung V/ wird im gleichen Sinn wie die Spannung Vi als Bräunungs-Fühlspannung
bezeichnet. Ferner wird die Bräunungs-Fühlspannung V/ parallel an einen Spannungsteiler angelegt,
der aus einer Reihenschaltung des Widerstands 84 und des einstellbaren Widerstands 56 besteht, so daß eine
Teilspannung Vs erhalten wird, die über die Diode 58
den Kondensator 64 auflädt. Die am Kondensator 64 anliegende Spannung wird dem negativen Eingang des
Vergleichers 68 zugeführt. Wie noch erläutert wird, hat die Spannung Vs einen solchen Verlauf, daß sie auf einen
Höchstwert steigt und dann abnimmt. Somit verhält sich die Spannung am Kondensator 64 wie die Spannung Vs,
solange die Spannung Vs weiter steigt. Wenn die Spannung
Vs abnimmt, wird ein Spannungswert Vm, der etwa
gleich dem Höchstwert der Spannung Vs ist, im Kondensator 64 gespeichert und dem negativen Eingang 72
des Vergleichers 68 zugeführt. Die Eingangsspannung V/'wird mit der gespeicherten Spannung Vm im Vergleicher
68 verglichen. Wenn Vi > Vm, erzeugt der Vergleicher 68 eine hohe Ausgangsspannung. Wenn andererseits
V/ < Vm. wird eine niedrige Ausgangsspannung erzeugt. Die Ausgangsspannung des Vergleichers
68 wird der Relaisspule 76 des Relais 74 zugeführt. Auf Grund der hohen Ausgangsspannung vom Vergleicher
68 wird der an die Stromversorgung 36 angeschlossene Relaiskontakt 78 geschlossen, so daß die Erhitzung des
Brat- oder Backguts 14 durch den Heißluftstrom in der erläuterten Weise stattfindet. Wenn der Relaiskontakt
78 geöffnet wird, wird die Erhitzung durch Heißluft abgestellt und stattdessen die Mikrowellenerhitzung
durch HF-Energie durchgeführt. Die Diode 60 dient dazu, den Kondensator 64 zu entladen, während die Diode
62 zur Entladung des Kondensators 66 dient. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, daß die Entlade-Zeitkonstante
für diese Kondensatoren 64 und 66 kleiner als die entsprechenden Lade-Zeitkonstanten gewählt sind.
Beim Betrieb des die vorangehend beschriebene Regelschaltung aufweisenden Herds wird Brat- oder Backgut
14 auf der Drehplatte 12 angeordnet, die Ofentür 16 und damit der Schalter 50 geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt
ist, da die Kondensatoren 66 und 64 Wechselstrom mäßig kurzgeschlossen sind, die Spannung am
Kondensator 64 sehr viel niedriger als die Bräunungs-Fühlspannung Vi'. Daher wird die hohe Ausgangsspannung
vom Vergleicher 68 an die Spule 76 des Relais 74 angelegt und der Relaiskontakt 78 geschlossen. Infolgedessen
wird die Stromversorgung 36 eingeschaltet und speist die Lampe 30 sowie das Gebläse 28, die elektrischen
Heizelemente 18 und 20 und den die Drehplatte
12 treibenden Elektromotor 26. Sobald die Lampe 30 leuchtet, nimmt der Widerstand des CdS-Fühlers 32 ab,
so daß die Bräunungs-Fühlspannung V/ dementsprechend ansteigt. Die steigende Spannung Vi erreicht nach
höchstens ca. 10 s einen Höchstwert, der als Spannungswert Vn, im Kondensator 64 gespeichert wird. Wenn sich
die Oberfläche des Brat- oder Backguts 14 zu bräunen beginnt, sinkt die von der Gut-Oberfläche reflektierte
Leuchtstärke, während der Widerstand des CdS-Fühlers 32 stetig steigt. Infolgedessen sinkt die Bräunungs-Fühlspannung
V/ ständig. Wenn die Spannung Vi abnimmt, beginnt die Spannung Vs nach Erreichen ihres Höchstwerts
ebenfalls abzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt gelangt die Diode 58 in den Sperrzustand, so daß die Spannung
VM am Kondensator 64, die dem Höchstwert der Spannung V's entspricht, am Vergleicher 68 anliegt. In
diesem Zusammenhang ist zu beachten, daß die Widerstandswerte der Festwiderstände 86 und 84 sowie des
Stellwiderstands 56 so gewählt sind, daß das zu Beginn des Bratvorgangsproduktspannungswert Vm kleiner als
derjenige der Bräunungs-Fühlspannung V/ zu dem Zeitpunkt (fi), zu dem die Spannung Vs ihren Höchstwert
erreicht, ist. Mit zunehmender Bräunung der Bratoder Backgut-Oberfläche erhöht sich der Widerstand
des CdS-Fühlers entsprechend, so daß die Bräunungs-Fühlspannung V/ schließlich niedriger als die Speicherspannung
Vm wird. Dann ändert sich die der Spule 76 des Relais 74 vom Vergleicher 68 zugeführte Spannung
vom hohen auf den niedrigen Wert. Infolgedessen wird der Relaiskontakt 78 geöffnet, wodurch die Heizbetriebsart
von Heißluftbetrieb auf HF-Betrieb umgeschaltet wird. Nach Ablauf einer bestimmten Zeit wird
das HF-Heizen abgestellt, wobei gleichzeitig die Lampe 30 und der Motor 26 abgestellt werden; damit ist das
Heizen beendet.
F i g. 4 zeigt den charakteristischen Verlauf der Bräunungs-Fühlspannung
Vi anhand von Kurven A und B entsprechend den Widerstandswert-Änderungen des
CdS-Fühlers 32, die durch die Kurven A und B in F i g. 2 wiedergegeben sind. In F i g. 4 nimmt die Bräunungs-Fühlspannung
Vi, die zum Zeitpunkt fi der Anfangs-Heizphase
einen Wert V, (entsprechend A1 in F i g. 2)
hat, als eine Funktion der Zeit auf einen Spannungswert V2 (entsprechend R2 in F i g. 2) zum Zeitpunkt f3 ab, wie
durch die Kurve A dargestellt ist. Die Kurve B bezeichnet den Fall, in dem das Brat- oder Backgut eine hellere
Oberfläche als das Brat- oder Backgut entsprechend Kurve A aufweist. In diesem Fall nimmt die Bräunungs-Fühlspannung
Vi bereits zum Zeitpunkt ti in der Anfangs-Heizphase
einen höheren Wert V3 (entsprechend Rz in F i g. 2) an und nimmt als eine Funktion der Zeit
zum Zeitpunkt f3 auf einen Wert V« (entsprechend /?<
in F i g. 2) ab.
Es sei daran erinnert, daß die Regelschaltung so ausgelegt
ist, daß die als Sollwert dienende Spannung Vm
niedriger als die Bräunungs-Fühlspannung V/ zum Zeitpunkt fi in der Anfangs-Heizphase (die gering niedriger
als die Spannung V, ist) eingestellt ist. Damit wird erreicht,
daß in der angegebenen Weise der Spannungswert, der um einen vorbestimmten Wert geringer als der
dem Widerstandswert des CdS-Fühlers 32 zum Zeitpunkt fi in der Anfangs-Heizphase entsprechende Spannungswert
ist, erzeugt und als Sollwert gespeichert wird, so daß die Heizbetriebsart umschaltbar ist, wenn
die Bräunungsfühlerspannung V'i nach entsprechender Bräunung des Bratguts den gespeicherten Sollwert VM
erreicht.
Nachstehend wird eine Korrekturmöglichkeit des Sollwerts Vm erläutert. Wie aus F i g. 4 ersichtlich ist, ist
die Änderungsgeschwindigkeit der Bräunungs-Fühlspannung (die natürlich der Änderungsgeschwindigkeit
des Widerstands des CdS-Fühlers entspricht) für das Brat- oder Backgut entsprechend Kurve B größer als
für das Brat- oder Backgut entsprechend Kurve A. Infolgedessen
sollte die Differenz zwischen der Bräunungs-Fühlspannung V1 zum Zeitpunkt fi in der Anfangs-Heizphase
und der Speicherspannung Vm nicht immer gleichbleibend gewählt werden, sondern in Abhängigkeit
von der ursprünglichen Oberflächenfarbe des Brat- oder Backguts zur Korrektur änderbar sein, so
daß die Spannungsdifferenz für ein Brat- oder Backgut mit ursprünglich hellerer Oberfläche im Vergleich zu
einem dunkleren Brat- oder Backgut relativ groß ist, da sonst ein Urnschalten der Heizbetriebsart für das Bratoder
Backgut mit hellerer Oberfläche entsprechend Kurve B zu früh erfolgen würde, während es für das
ursprünglich dunklere Brat- oder Backgut entsprechend der Kurve A in unerwünschter Weise verzögert werden
würde. Zur Vermeidung dieser Nachteile soll eine Einstellung der Vergleichs- oder Speicherspannung Vm erfolgen.
Diese Einstellung kann mit Hilfe der vom Spannungsteiler aus dem Widerstand 84 und dem einstellbaren
Widerstand 56 abgegebenen Spannung Vs durchgeführt
werden. Wenn die Widerstandswerte des Festwiderstands 84 und des einstellbaren Widerstands 56 mil R
und VR angegeben sind, während die Differenz der Bräunungs-Fühlspannung zum Zeitpunkt t, in der Anfangs-Heizphase
zwischen zwei Brat- oder Backgütern 14 mit ursprünglich unterschiedlichen Oberflächenfarben
(d. h. V3— V] im Fall von F i g. 4) mit AV1 bezeichnet
ist, wobei die entsprechende Differenz der Speicherspannung mit AVm bezeichnet ist, so gilt die folgende
Beziehung zwischen Αθί und A Vm:
AVm-
VR
R + VR
• AVi.
Durch Einstellen des Stellwiderstands 56 derart, daß AVi
> AVm, kann die erläuterte Korrektur durchgeführt werden. F i g. 5 verdeutlicht, wie die Korrektur erfolgt.
Es ist ersichtlich, daß die Differenz AVM der Speicherspannung
VM kleiner als die Differenz A Vi der Bräunungs-Fühispannung
ΎΊ zum Zeitpunkt .', in der Anfangs-Heizphase
ist Insbesondere erfolgt die Korrektur derart, daß die Differenz zwischen der Bräunungs-Fühlspannung
Vi zum Zeitpunkt ii in der Anfangs-Heizphase
und der gespeicherten Vergleichsspannung Vm größer
wird, da die Bräunungs-Fühlspannung Vi zum Zeitpunkt
ti in der Anfangs-Heizphase höher ist.
Wenn als optischer Fühler ein CdS-Fotowiderstand eingesetzt wird, wurde gefunden, daß der Widerstand
des CdS-Fühlers nach Maßgabe eines zufriedenstellenden Bräunungsgrads zwischen ca. 900 Ω und ca. 1300 Ω
schwankt, was bedeutet, daß die Bräunung mit ausreichend hoher Genauigkeit erfaßbar ist.
Nachstehend wird der Erfassungsbereich des optischen Fühlers erläutert. Fig.6 zeigt Änderungen des
relativen Widerstands des CdS-Fühlers als eine Funktion der Heizzeit, wobei als Parameter zwei unterschiedliche
Erfassungsbereiche entsprechend den Kurven C und D verwendet werden. Die Kurve C bedeutet
die Änderungen des relativen Widerstands des CdS-Fühlers in einem Fall, in dem der Erfassungsbereich des
CdS-Fühlers auf den Oberflächenbereich der Drehplatte beschränkt ist, wogegen die Kurve D den Fall bezeichnet,
daß der Erfassungsbereich des CdS-Fühlers
auf einen größeren Bereich über die Oberfläche der Drehplatte hinaus erweitert ist. Selbstverständlich
bleibt dabei für beide Messungen das Brat- oder Backgut 14 im wesentlichen das gleiche. Nach F i g. 6 hat die
Kurve Ceinen steileren Verlauf, was bedeutet, daß die
Empfindlichkeit für den Bräunungsgrad des erhitzten Brat- oder Backguts höher ist, wenn der Erfassungsbereich
des CdS-Fühlers auf den Flächenbereich der Drehplatte begrenzt ist. Wenn der CdS-Fühler einen
größeren Erfassungsbereich als die Oberfläche der Drehplatte hat (vgl. Kurve D). wird durch die von der
Lampe 30 ausgehende Strahlung sowie durch Umgebungslicht, das durch ein Beobachtungsfenster in der
Ofentür 16 durchgelassen und von den Wandflächen des Heizraums 10 reflektiert wird, ein relativ großer Anteil \5
des auf den CdS-Fühler auftreffenden Lichts gebildet, so daß der Anteil der direkt vom erhitzten Brat- oder
Backgut reflektierten und auf den CdS-Fühler treffenden Strahlen am Fühler-Ausgangssignal entsprechend
vermindert wird. Aus diesem Grund verschlechtert sich die Empfindlichkeit des CdS-Fühlers, wenn der Erfassungsbereich
erweitert wird. Wenn andererseits der Erfassungsbereich auf einen übermäßig kleinen Bereich
begrenzt ist, kann der Bräunungszustand des Brat- oder Backguts nur für einen Teil desselben erfaßt werden, so
daß sich schließlich eine ungleichmäßige Erhitzung und Bräunung ergibt. Angesichts dieser Überlegungen ist
der optimale Erfassungsbereich des CdS-Fühlers experimentell so bestimmt, daß ein erwünschtes zufriedenstellendes
Ergebnis erzielbar ist. Normalerweise wird der Erfassungsbereich des CdS-Fühlers bevorzugt so
gewählt, daß er gleich dem Oberflächenbereich der Drehplatte ist, so daß zuverlässig der Fall berücksichtigt
ist, daß das Brat- oder Backgut auf der Gesamtfläche der Drehplatte 12 aufliegt.
Vorstehend wurde angenommen, daß das zu erhitzende Brat- oder Backgut auf der eingebauten Drehplatte
des Backofens liegt. Das Brat- oder Backgut kann jedoch auch auf einem in ein Gestell eingeschobenen viereckigen
Blech od. dgl. Hegen. In diesem Fall wird der wirksame Erfassungsbereich des CdS-Fühlers so festgelegt,
daß er effektiv die Fläche eines in der untersten Stellung befindlichen Backblechs od. dgl. erfaßt. Ferner
sollten sowohl die Lampe 30 als auch die Fühier-Kammer 33 bevorzugt im wesentlichen mittig an der Decke
des Heizraums 10 angeordnet sein, so daß die von der Gesamtoberfläche des Brat- oder Backguts reflektierten
Lichtstrahlen vom CdS-Fühler erfaßbar sind, wodurch der Gesamt-Bräunungsgrad erfaßbar ist. Die
Lampe 30 ist am besten nahe der Ofentür 16 angeordnet, um das Beobachten des Brat- oder Backguts im
Heizraum durch das Beobachtungsfenster zu erleichtern. Selbstverständlich kann die Beobachtung erleichtert
werden, wenn vom Beobachter aus gesehen die Helligkeit vor dem Brat- oder Backgut groß ist.
Nachstehend wird der Aufbau der Kammer 33 zur Aufnahme des optischen Fühlers 32 erläutert. Die Fühler-Kammer
33 besteht aus einem Rohr, das vom Heizraum 10 und den anderen Stellen hoher Temperatur
wärmeisoliert und so lang ist, daß die Umgebungstemperatur um den optischen Fühler 32 auf einem ausreichend
niedrigen Wert gehalten werden kann. Das Rohr 33 weist mehrere Durchtrittslöcher 88 auf, durch die
Kühlluftströme 90 zwangsweise von einer Kühlluftversorgung 89 geleitet werden, so daß sowohl der Innenraum
als auch die Außenfläche des Rohrs 33 gekühlt werden. Auf diese Weise wird die Wärmeübertragung
auf den ODtischen Fühler 32 in zufriedenstellender Weise vermieden. Selbstverständlich ist es auch möglich, nur
die Außenfläche des Rohrs 33 zu kühlen und keine Durchtrittslöcher 88 vorzusehen.
F i g. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Anordnung und Halterung des optischen Fühlers 32. Dabei
weist eine Lichtleiteinrichtung .:inen Spiegel % gegenüber einer Öffnung 92 auf, die in einer Wandung des
Heizraums gebildet ist, so daß die vom Brat- oder Backgut 14 reflektierten Lichtstrahlen 94 auf den optischen
Fühler 32 nach Ablenkung durch den Spiegel % gerichtet werden. Mit einem solchen Aufbau kann der optische
Fühler 32 an einer geeigneten Stelle angeordnet werden, die den Wärmeeinflüssen vom Heizraum nicht
ausgesetzt sind.
F i g. 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispie! der
Fühler-Kammer 33. Ein von einem Elektromotor 90 treibbares Gebläse 100 ist an der Rückseite des optischen
Fühlers 32 vorgesehen. Ein Filter 102 ist an der Rückseite des Gebläses 100 angeordnet. Das Filter 102
kann durch elektrostatische Filter 106a und 1066 ersetzt werden, die jeweils vor und hinter dem Gebläse 100
angeordnet und an eine Batterie 104 angeschlossen sind (vgl. Fig. 10).
Bei den Anordnungen nach den Fig.9 und 10 wird
eine Reinigung der Ansaugluft erreicht, wobei die Ansaugluft von Staub od. dgl. befreit wird, der entweder
durch das Filter 102 oder die Filterkombination 106a und 1066 entfernt wird, und als gereinigter Luftstrom in
die Fühler-Kammer 33 geleitet wird. Beim Betrieb des Backofens wird ferner der in der Fühler-Kammer 33
herrschende Druck höher als der Druck im Heizraum 10, und zwar wegen der Zwangs-Lufteinblasung, so daß
die Gefahr, daß verschmutzte Luft aus der Heizkammer 10 in die Fühler-Kammer 33 eintritt und den optischen
Fühler 32 erreicht, ausgeschlossen ist. Auf diese Weise wird die Lichtaufnahmefläche des optischen Fühlers 32
saubergehalten, so daß die Bräunungs-Erfassung während einer langen Standzeit des Backofens unverändert
gut bleibt.
F i g. 11 zeigt eine weitere Ausführungsform der Fühler-Kammer
33. Dabei weist die Lichtleiteinrichtung ein Lichtsammeielement 118, einen Spiegel 110 und ein Objektiv
112 zum Verstellen des Erfassungsbereichs des optischen Fühlers 32 auf. Das Lichl&ammelelement 118
sammelt nicht nur die vom Brat- oder Backgut 14 reflektierten
Lichtstrahlen, sondern verhindert auch, daß Heißluft in die Fühler-Kammer 33 eintritt. Bei diesem
Aufbau können auch die erwünschten Eigenschaften des optischen Fühlers 32 vor dem Einfluß der Temperatur
im Heizraum 10 geschützt werden. Selbstverständlich kann eine weiter verbesserte Leistungsfähigkeit dadurch
erzielt werden, daß der optische Fühler zusätzlich in geeigneter Weise gekühlt wird. Es ist zu beachten,
daß die Lichtsammeieinheit 118 so groß gewählt sein sollte, daß ein Durchtritt von HF-Energie aus dem Heizraum
10 unterdrückt werden kann. Bei dem gezeigten Aufbau verläuft die Fühler-Kammer 33 längs einer
Wandung 92 des Heizraums 10, so daß die Kammer 33 zusammen mit einem Teil der Wandung 92 gebildet ist.
Es ist jedoch selbstverständlich, daß die Fühler-Kammer auch entsprechend den F i g. 1 oder 9 angeordnet sein
kann, wobei dann der Spiegel 110 entfällt.
Ein weiterer bei der Regelung der Bräunungs-Erfassung zu berücksichtigender Faktor ist der Einfluß der
Farbe der Drehplatte 12 oder des Backblechs od. dgl. Wenn die Drehplatte 12 oder ein Backblech weiß und
das darauf liegende Brat- oder Backgut im Vergleich zum Oberflächenbereich der Drehplatte 12 oder des
13
Backblechs klein ist, wird die Empfindlichkeit des Fühlers
aus den in Verbindung mit i- i g. 6 erläuterten Gründen niedriger. Ferner muß der Verstärker 54 der Regelschaltung
nach F i g. j mit einem größeren Aussteuerungsbereich ausgelegt werden, wodurch höhere Kosten
entstehen. Außerdem besteht die Gefahr, daß durch eine vom Fühler erfaßte übermäßig hohe Leuchtstärke
die Lebensdauer des optischen Fühlers ganz allgemein verringert wird. Daher sollte die Drehplatte
oder das Backblech od. dgl. bevorzugt schwarz sein. ro
Bei der vorstehend angegebenen Anordnung kann der optische Fühler gegen Wärmeeinwirkung innerhalb
des Heizraums geschützt werden, so daß die erwünschten Eigenschaften des Fühlers über einen langen Zeitraum
gleichbleibend gehalten werden und Brat- oder Backgut in erwünschter Weise unter automatischer Regelung
gebräunt werden kann.
Dadurch, daß die Bräunungs-Fühlspannung in der
Anfangs-Heizphase als Sollwertspannung gespeichert wird und in Abhängigkeit von der Größe der ursprünglichen
Bräunungs-Fühlspannung korrigierbar ist, und daß die Heizbetriebsart-Umschaltung erfolgt, wenn die momentane
Bräunungs-Fühlspannung oder der ihr entsprechende Wert den korrigierend eingestellten Sollwert erreicht hat, kann eine Verschlechterung der Bräu-
nungserfassung auch dann, wenn die von der Lampe 30 abgegebene Lichtmenge aufgrund einer Verschmutzung
der Lampenaußenfläche vermindert wird, verhindert werden.
Vorstehend wurde angenommen, daß die Lichtquelle (d. h. die Lampe) außerhalb des Heizraums diesem benachbart
angeordnet ist. Natürlich kann die Lampe auch an einer geeigneten Stelle im Heizraum liegen.
Bei den vorstehend angegebenen Ausführungsbeispielen wird eine einzelne Lampe in Verbindung mit
einem einzelnen optischen Fühler eingesetzt. Es können natürlich auch mehrere Lampen und/oder mehrere Fühler
eingesetzt werden.
Es wurde zwar angenommen, daß als optischer Fühler ein CdS-Fotowiderstand eingesetzt wird; selbstverständlich
können ebenso andere optische Fühler, z. B. Fotodioden, Sperrschicht-Fotodioden od. dgl. in Verbindung
mit einem Korrekturfilter für sichtbares Licht Anwendung finden.
Bei den erläuterten Ausführungsbeispielen wird angenommen, daß die Heizbetriebsart umschaltbar ist,
wenn das Bräunungs-Erfassungssignal des optischen Fühlers einen bestimmten Wert erreicht hat. Der Heizbetrieb
kann auch abgestellt oder die Heiztemperatur geändert werden.
Vorstehend ist der Kondensator 64 ein Elektrolytkondensator. Selbstverständlich kann auch ein anderer
Kondensator, z. B. ein Polyesterschicht-Kondensator, eingesetzt werden.
55 Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
60
b5
Claims (26)
1. Verfahren zum Regeln des Heizbetriebs einer Heizeinrichtung für in einem Heizraum befindliches
Brat- oder Backgut, wobei
— mit der Heizeinrichtung das Brat- oder Backgut
bis zum Erreichen eines bestimmten Bräunungsgrads erhitzt wird,
— mit einem Meßstrahl die Oberfläche des Bratoder Backguts bestrahlt wird,
— mit einem Meßfühler die von der Oberfläche des Brat- oder Backguts reflektierte Strahlungsintensität
erfaßt wird,
— der Bräunungsgrad des Brat- oder Sackguts abhängig
von dem Ausgangssignal des Meßfühlers und einem Sollwert bestimmt und damit der
Heizbetrieb der Heizeinrichtung durch ein Stellsignal geregelt wird,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
1. Speichern des vom Anfangsbräunungsgrad des Brat- oder Backguts abhängigen Sollwerts, wobei
der Anfangsbräunungsgrad in Form des Ausgangssignals des Meßfühlers (32) in der Anfangsphase
des Heizbetriebs vorliegt;
2. Vergleichen des während des fortschreitenden Heizbetriebs sich verändernden, momentanen
Ausgangssignals des Meßfühlers (32) mit dem im ersten Schritt ermittelten und gespeicherten
Sollwert;
3. Erzeugen des Stellsignals zur Steuerung der Heizeinrichtung in Abhängigkeit von dem im
zweiten Schritt gebildeten Vergleichswert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im 1. Schritt eine elektrische Spannung (Vm). deren Höhe den Sollwert angibt, gebildet und
gespeichert wird und das momentane Ausgangssignal des Meßfühlers (32) eine elektrische Spannung
(Vibzw. V'i)ist.
3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßstrahl ein Lichtstrahl ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßstrahl ein Lichtstrahl im Bereich
des sichtbaren Lichts ist.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I.mit
— einem Heizraum, der Brat- oder Backgut aufnimmt,
— einer von einer Regelschaltung gesteuerten Heizeinrichtung, die das Brat- oder Backgut bis
zum Erreichen eines von einem Sollwert abhängigen Bräunungsgrades erhitzt,
— einem Meßstrahl, der die Oberfläche des Bratoder Backguts bestrahlt,
— einem Meßfühler, der die von der Oberfläche des Brat- oder Backguts reflektierte Strahlungsintensität
erfaßt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Regelschaltung b5
(34) aufweist:
— eine erste Speichervorrichtung (64) zum Speichern des vom Anfangsbräunungsgrad des
Brat- oder Backguts abhängigen Sollwerts, der vom Ausgangssignal des Meßfühlers (32) in der
Anfangsphase des Heizbetriebs abhängt:
— eine Vergleichseinrichtung (68), die den in der ersten Speichereinrichtung (64) gespeicherten Sollwert mit dem veränderlichen momentanen Ausgangssignal des Meßfühlers (32) während des fortschreitenden Heizbetriebs vergleicht und aus dem Vergleich in der Regelschaltung (34) eine Stellgröße erzeugt, die den Heizbetrieb der Heizeinrichtung (18,20) über ein Stellglied (74) steuert.
— eine Vergleichseinrichtung (68), die den in der ersten Speichereinrichtung (64) gespeicherten Sollwert mit dem veränderlichen momentanen Ausgangssignal des Meßfühlers (32) während des fortschreitenden Heizbetriebs vergleicht und aus dem Vergleich in der Regelschaltung (34) eine Stellgröße erzeugt, die den Heizbetrieb der Heizeinrichtung (18,20) über ein Stellglied (74) steuert.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sollwert eine elektrische Spannung
(Vm) ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßstrahl ein Lichtstrahl ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßstrahl ein Lichtstrahl im Bereich
des sichtbaren Lichtes ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die den Sollwert angebende Spannung (Vm) aus einer Teilspannung (Vs) gebildet wird, die
durch einen Spannungsteiler (84—56) aus der Füh-Ierspaünung (Vi bzw. V) abgeleitet wird und daß die
Teilspannung (Vs) über eine Diode (58) als die Spannung
(Mm) in einem Kondensator (64) gespeichert wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsteiler aus Widerständen
(56,84) besteht, von denen einer einstellbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellgröße die Differenz (68)
der beiden Spannungen (VM und V/bzw. V^ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß dem positiven und dem negativen
Wert dieser Differenz (V1 > VM; V,
< VM) das Zuschalten je einer Heizungsart (38, 40; 22, 24) zugeordnet
ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuordnung im Ein- bzw. Abschalten
einer Heizungsart (38,40; 22,24) besteht.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuordnung im Umschalten
von einer Heizungsart auf eine andere Heizungsart besteht.
15. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Erfassungsbereich des Fühlers (32) im wesentlichen auf den Bereich der Oberfläche
einer Auflage (12) für das Brat- oder Backgut (14) im Heizraum (10) beschränkt ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler ein optischer Fühler
(32) ist, der außerhalb des Heizraums (10) angeordnet ist, und eine Einrichtung (96; 110, 112, 118) zum
Leiten der von der Oberfläche des im Heizraum (10) befindlichen Brat- oder Backguts (14) reflektierten
Lichtstrahlen auf den optischen Fühler (32) aufweist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lichtleit-Einrichtung (96) eine in einer Wandung des Heizraums gebildete öffnung
(92) aufweist, die die reflektierten Lichtstrahlen aus dem Heizraum nach außen leitet.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtleit-Einrichtung (96; 110,
112,118) ein Lichtsammelelement (118) aufweist, das
die öffnung (92) für den Wärmedurchgang sperrt und den Durchtritt von Lichtstrahlen durch die öffnung
(92) erlaubt
19. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtleit-Einrichtung (96; 110,
112, 118) ein im Strahlengang angeordnetes Objektiv
(112) enthält, das zum Einstellen des Fühler-Erfassungsbereichs dient.
20. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtleit-Einrichtung (96; 110,
112, 118) einen im Strahlengang liegenden Spiegel
(110) umfaßt, der die auf ihm auftreffenden Lichtstrahlen auf den optischen Fühler (32) umlenkt.
21. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der optische Fühler (32) in einer Fühler-Kammer (33) angeordnet ist, die dem Heizrauiw (10) benachbart
an einer Stelle vorgesehen ist, an der die Lichtstrahlen durch ihr Inneres gehen und
daß eine Schutzvorrichtung einen durch die Heizraum-Temperatur bedingten Temperaturanstieg in der Fühler-Kammer (33) verhindert.
daß eine Schutzvorrichtung einen durch die Heizraum-Temperatur bedingten Temperaturanstieg in der Fühler-Kammer (33) verhindert.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung aus einer
Kühlvorrichtung (98; 100) zum Kühlen der Fühler-Kammer (33) besteht.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlvorrichtung umfaßt·
mehrere Kühlluft-Durchtrittslöcher (88), die in einem die Fühler-Kammer (33) bildenden Wandabschnitt
vorhanden sind, und eine Einheit (89), die einen Kühlluftstrom durch die Durchtrittslöcher (88)
in die Fühlerkammer (33) leitet.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzvorrichtung Elemente
(98, 100) zum Erhöhen des Drucks in der Fühler-Kammer (33) über den Druck im Heizraum (10) aufweist
(F ig. 9, 10).
25. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler ein CdS-Fotowiderstand
(32) ist, dessen Widerstandswert sich infolge einer Änderung der Stärke des reflektierten Lichts
verändert.
26. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelschaltung (34) umfaßt:
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