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DE399790C - Verfahren und Vorrichtung zum Schutz des Inhalts von Kassen - Google Patents
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DE399790C - Verfahren und Vorrichtung zum Schutz des Inhalts von Kassen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Schutz des Inhalts von Kassen

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DE399790C
DE399790C DEH93871D DEH0093871D DE399790C DE 399790 C DE399790 C DE 399790C DE H93871 D DEH93871 D DE H93871D DE H0093871 D DEH0093871 D DE H0093871D DE 399790 C DE399790 C DE 399790C
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walls
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JULIUS HANAUSEK DR
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05GSAFES OR STRONG-ROOMS FOR VALUABLES; BANK PROTECTION DEVICES; SAFETY TRANSACTION PARTITIONS
    • E05G1/00Safes or strong-rooms for valuables
    • E05G1/14Safes or strong-rooms for valuables with means for masking or destroying the valuables, e.g. in case of theft
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/36Dyes with acylated amino groups
    • C09B1/44Dyes with acylated amino groups the acyl groups being residues of a heterocyclic carboxylic acid

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Burglar Alarm Systems (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 30. JULI 1924
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JlS 399790 KLASSE 68 e GRUPPE 5
(H 938ηί IIIj68e)
Dr. Julius Hanausek in Prag.
Verfahren und Vorrichtung zum Schutz des Inhalts von Kassen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Juni 1923 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldungen in der Tschechoslowakei vom 18. November 1922 für die Ansprüche 2, 4 und 5
und vom 2. März 1923 für die Ansprüche 1, 3, 6 bis 12 beansprucht.
Es ist bereits bekannt, die Einbruchsioherheit von Kassen dadurch zu erzielen, daß man den Einbrecher durch eine entsprechende Einrichtung und durch chemische Stoffe kennbar macht oder betäubt, oder es wird durch eine j
Alarmvorrichtung, die bei der Berührung oder Beschädigung der Kasse zur Wirkung kommt, auf den Einbrecher entweder aufmerksam gemacht, oder dieser wird gestört.
Gegenüber diesen bekannten Einrichtungen
betrifft der Gegenstand der Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung für einbruchsichere Kassen, welche bewerkstelligt, daß beim Einbrüche in die Kasse oder bei Neigung oder Beschädigung der Kasse, die in ihr verwahrten Gegenstände, z. B. Wertpapiere, sich selbsttätig verfärben oder entfärben, so daß sie unbrauchbar oder als aus einem Einbruch herstammend 1 ezeichnet werden. ίο Die Zeichnung veranschaulicht einige Beispiele der Einrichtung gemäß der Erfindung. AbI). ι und 2 sind senkrechte Schnitte und Abb. 3 ein wagerechter Schnitt durch die mit der Einrichtung versehene Kasse. Abb. 4 ist ein Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform der Kasse.
AbI). 5 zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine Kasse mit elektrischer Einrichtung,
Abb. 6 ist der Schnitt durch den einen Teil· der Wand bei der Ausführungsform nach der Abb. 5,
Abb. 7 und 8 sind Schnitte durch die Wand von Kassen in anderer Ausführung, Abb. 9 ist ein senkrechter Schnitt durch eine' Kasse mit einer Gasvorrichtung,
AbI). 10 ist ein -senkrechter Schnitt durch eine Kasse mit wellenförmigem, elastischem Blech.
An den Innenseiten der Wände der Kassel (Abb. i, 2, 3) sind Platten 1 angebracht, welche an den Innenseiten mit kegelförmige Ansätzen 2 versehen sind. In diesen An- i sätzen 2 sind mit farbiger Flüssigkeit gefüllte Gefäße 3, 4, 5, 6 angelehnt. Die Platten 1 j sind untereinander nicht verbunden. j
Ein oder mehrere der Gefäße sind mit einer | Öffnung 7 versehen, damit, wenn die Kasse geneigt wird, die far],ige Flüssigkeit in den Innenraum der Kasse fließen kann. Um das Austrocknen der Flüssigkeit zu verhindern, versieht man die Flüssigkeit mit einer ölschicht. Die Gefäße 3, 4, 5, 6 können auf verschiedenste Art an den Kassawänden befestigt werden, z. B. mittels Haken 8, wie das Gefaß 5 an der Kassatür B. (Abb. 2 und 3.)
Die Kette, mittels welcher manchmal die Kasse an der Mauer befestigt ist, kann se mit den gläsernen Gefäßen verbunden sein, daß beim Ausüben eines Zuges auf die Kette die Gefäße zerbrechen und die farbige Flüssigkeit in den Innenraum der Kasse fließt.
Wirrl die Kasse angebohrt, so stößt der Bohrer auf die Platte 1, auf welcher er einen Druck ausübt. Da die Platte nicht an der Kassenwand befestigt ist, wird der Druck mittels der Spitzen 2 auf das gläserne Gefäß ü: ertragen, welches durch diesen Druck zerbricht. Die Flüssigkeit ergießt sich dann auf die Banknoten, welche sich im Innenraum C der Kasse A befinden.
Beim Neigen oder gar beim Umstürzen j der Kasse fließt die Flüssigkeit durch die
Öffnung 7 aus. Falls im Innern der Kasse , Metallstücke 9, z. B. Kugeln, untergebracht sind, zerschmettern diese beim Umstürzen der j Kasse das Decken- oder Seitengefäß. Einen \ noch größeren Effekt kann man erzielen mit einer Flüssigkeit, die bei Berührung mit der Luft oder mit einem chemischen Präparat, ; das auf dem Boden des Behälters liegt, starken Schaum hervorbringt. Das Gefäß zerbricht auch 1>ei einer wie immer gearteten Beschädigung der Kasse (Durchbrennen usw.).
Bei der Ausführungsform nach Abb. 4 sind an den Innenseiten der Kassen wände A geschlossene flache Gefäße 10 aus beliebigem, ■ vorteilhaft sprödem Stoff angebracht. Oben ist in dem Raum C ein Behälter τ 1 angebracht, welcher oben durch eine Öffnung 12 mit den Gefäßen 10 verbunden ist und unten an der So j Grundfläche ein U-förmig gebogenes, am Ende offenes Rohr 13 besitzt. Das Gefäß 10, welches sich an der Kassentür befindet, ist mittels eines Gummischlauches 14 mit den anderen Gefäßen 10 verbunden, damit sich die Kassentür leicht öffnen läßt. Jn len Gefäßen 10 ist die Luft oder das Gas so verdünnt, daß die Flüssigkeit aus dem offenen Ende les Rohres 13 nicht heran »fließen kann. Wird lie Kasse irgendwie beschädigt (durch Anbohren, Stoß), so dringt die äußere Luft in die Gefäße 10 ein. Die Luft wird daher verliebtet, was zur Folge hat, daß die farbige Flüssigkeit aus dem Rohre 13 austritt und die im Innenraume der Kasse A befindlichen Banknoten und Wertpapiere verfärbt. Diese gefärbten Banknoten und Wertpapiere sind für den Dieb wertlos, da sie von niemand ohne Nachforschung über die Ursache der Färbung angenommen werden.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 5 ist oberhalb des Raumes C der Kasse ein Behälter 15 angeordnet, der auf der Grundfläche eine öffnung besitzt, die mittels einer dünnen Glasplatte 16 abgeschlossen ist. Unter dieser Glasplatte ist ein elektrischer Hammer 18 so angebracht, daß er, wenn durch seine bei 17 angebrachten Spulen ein Strom geht, die Glasplatte zertrümmert.
Die Wände dieser Kasse sind aus starken Metallplatten 19 und 20 zusammengesetzt. Zwischen den Platten ist ein enger Raum freigelassen, in welchem ein dünnes Blech so angebracht .ist, daß es weder die eine noch die andere Platte berührt. Dieses Blech ist von den Platten mittels Holzpflöckchen 22 isoliert und ist so dünn, daß es sich leicht beim geringsten Druck, z. B. durch einen Bohrer, verbiegt und dabei- durch seine Berührung mit der Platte 19 einen elektrischen Kontakt verursacht.
Eine andere, ähnlich wirkende Bauart der Kassenwände ist im Längsschnitt in der
Abb. 6 dargestellt. Zwischen der Wand 20 und der Wand 19 ist eine stärkere Metallplatte 23 angebracht, die an der Wand 20 mittels der Isolationspflöcke 24 befestigt ist. Diese Isoilationspflöcke, z. B. aus Kork, zerreißen oder lösen sich von der Platte 23 oder der Wand 20 los, wenn auf die Platte 23, z. B. durch einen Bohrer, ein Druck ausgeübt wird. Die Platte 23 berührt dann die Wand 19 und schließt einen elektrischen Stromkreis. Das untere Gefäß 25 (Abb. 5) ist mit einer durch eine Ölschicht abgedeckten farbigen Flüssigkeit gefüllt, die derart gewählt ist, daß sie mit den Elektroden 27 und 28 ein elektrisches Element bildet. Dieses Gefäß ist mit einem perforierten Blech bedeckt.
Die Bleche 21 in Abb. 5 bzw. die Platte 23 , in der Abb. 6 sind über die Spule des elektrischen Hammers mit einem Pol der Batterie verbunden, während die Wände 19 und 20 (Abb. 5 und 6) direkt mit dem anderen Pol verbunden sind. Wenn ein Kontakt zwischen der Platte-23 (Abb. 6) oder dem Bleche 21 (Abb. 5) einerseits und der Wand 19 oder 20 (Abb. 5 und 6) andererseits entsteht, kommt der Hammer 18 in Schwingung und durchschlägt das Glas 16. Dieser Kontakt entsteht beim Anbohren oder beim Durchbrennen, in letzterem Falle durch das Herabfließen des Metalles.
Oberhalb der Oberfläche der Flüssigkeit, welche sich im Behälter 25 befindet, enden elektrische Drähte mit freien nicht isolierten, aber gegenseitig sich nicht berührenden Enden
(nicht dargestellt). Einer dieser Drähte führt direkt zu einem Pole des Elementes, der zweite über die Spule des Hammers zum anderen. Bei einer leichten Neigung der Kasse auf eine beliebige Seite berühren sich die freien Enden der elektrischen Drähte. Dadurch wird der elektrische "Strom geschlossen und durch j Betätigung des Hammers die Glasplatte 16 1 zerschmettert. Statt der das Zerschmettern | einer Platte bewirkenden Vorrichtung kann 1 auch ein Elektromagnet benutzt werden, der
ein Ventil öffnet. . :
Anstatt einen Hammer zum Aufschwingen ·.
zu bringen, kann der Elektromagnet den Ver- ;
schluß der öffnung im Boden des Behälters 15 j
beim Einbruch in die Kasse zerreißen. ;
Bei der Bauart nach Abb. 7 ist an den Wänden oder an den Türchen der Kasse eine Glasplatte 44 befestigt, z. B. angekittet, auf deren innerer Fläche Staniol 29 angeklebt ist. Zwi- j
sehen dem Staniol und der Wand 19 ist ein ■ enger freier .Raum. Bei der Bauart nach ! Abb. 8 sind mehrere Metallplatten 30, 31, 32 : ki dem Räume zwischen der Wand 20 und 19 ' angebracht; diese- Platten sind gegenseitig j
6t> und gegenüber den Wänden 20 und 19 durch : Korke 22 isoliert. Sie sind abwechselnd lei- j tend miteinander verbunden, also die Platte 30 ! mit der Platte 32 und die Platte 31 mit der Wand 19 und dadurch zugleich mit der Wand
20. Von der Platte 32 führt der Draht 33 " direkt zu einem Pole des Elementes und von der Wand 19 der Draht 34 über die Spule des elektrischen Hammers zum anderen Pole.
Statt der färbenden Flüssigkeit kann auch ein entsprechendes Pulver, Dampf, Schaum O'. dgl. benutzt -werden. Silbermünzen werden z. B. durch schwefelsäurehaltiges Wasser geschwärzt. Die Zeichnung der Banknoten kann durch eine schwache Lauge oder Chlorgas und ähnliches entfärbt werden.
Abb. 9 ■ zeigt ein weiteres Beispiel des Er-. findungsgegenstandes. Hier sind in dem Räume 26, welcher mit Gas gefüllt ist, das unter niederem Druck steht, flache, vollkommen geschlossene und untereinander verbundene Glasgefäße 57 angeordnet, die mit verdichtetem Gas oder mit Flüssigkeit· gefüllt sind. Nach dem Zertrümmern eines dieser Gefäße erhöht das aus ihm ausströmende Gas den Druck im Raum 26 oder aber die aus ihm austretende Flüssigkeit kommt mit einem anderen im Raum 26 befindlichen festen pulverförmigen oder flüssigen Stoff in Berührung und entwickelt dabei ein Gas, das den Druck im Raum 26 erhöht. Die Innenwand 19 des Raumes 26 hat an ihrer diesem Raum zugewendeten Seite eine unebene Oberfläche.
In dem von der Innenwand 19 umschlossenen Raum ist der Behälter 15 angeordnet. Er ist mit farbiger Flüssigkeit angefüllt, die erst tief unter dem Gefrierpunkt dickflüssig wird (Salzlösung, gefärbter Spiritus, Öl und ähnliches). Dieselbe Flüssigkeit ist in dem unteren Behälter 36 enthalten, der oben mit einem Sieb oder perforiertem Blech 35 bedeckt ist. Die Flüssigkeit des Behälters 36 ist mit einer ölschicht abgedeckt. Zwischen den Behältern 15 und 36 und der Innenwand 19 ist ein freier Raum, der in freier Verbindung mit dem Räume C steht, damit bei Durchbchrung der Wand 19 an beliebiger Stelle eine Kommunikation des Hohlraumes 26 mit dem Räume C entsteht.
Der untere Behälter 36 ruht auf kleinen, gebogenen Säulen^, während der obere 15 durch die Säulen 38 gestützt ist.
Obere Öffnungen, 39 des Gefäßes 15 sind durch Röhrchen 40 mit dem Räume 26 verbunden. Ein U-förmiges, quecksilbergefülltes Röhrchen 41, dessen oben geöffnetes unteres Ende in den Raium C mündet, reicht mit seinem offenen oberen Ende über die Oberfläche der Flüssigkeit des Behälters 15, so daß, wenn es auch vielleicht dem Einbrecher gelingen würde, die Luft aus dem Räume 26 auszusaugen, gleichzeitig die Flüssigkeit aus dem Röhrchen in das Gefäß-15 gesaugt und eine
freie Kommunikation zwischen der Luft des Raumes C und des Behälters 15 entstehen würde. Vom Boden des Gefäßes 15 reicht dris Röhrehen 42 in die Flüssigkeit des unteren Behälters 36. Beim Neigen der Kasse dri igt die Luft aus dem Räume C in das Röhrchen 42 und dadurch auch in das Gefäß 15 ein.
Im Boden des Behälters 15 befindet sich eine öffnung. Diese ist durch ein \'entil 58 verschlossen, das durch« den Druck der atmosphärische« Luft in der Schließlage gehalten wird, solange oberhalb der Flüssigkeit des Behälters 15 das Gas genügend verdünnt ist. Sobald aber Gas aus dem Raum 26 oder Luft von außen oiler aus dem Raum C in den-Raum 15 eindringt, öffnet sich das \"entil und läßt die Flüssigkeit au^dem Behälter 15 ausfließen.
Abb. 10 zeigt eine weitere Ausführungsform. Im Raum 26, der durch Platten. 48 nach innen begrenzt wird, befindet sich verdünnte Luft oder Gas. Die obere Platte 48 ist durch gekrümmte Kanälchen 49 durchbrochen, welche in einen Raum führen, der unten durch ein wellenförmiges elastisches Blech 47 vom Innenraume der Kasse abgeschlossen ist. An diesem Bleche ist ein Stab 46 befestigt, der bis dicht an die aus sprödem Stoff, z. B. Glas, bestehende Platte 45 reicht. Die Platte 45 verschließt eine öffnung im Boden des oberen Gefäßes 15. Wenn bei einer Beschädigung der Außenwand des Raumes 26 die Verdünnung des Gases sinkt, dann drückt das wellige Blech 47 die Stange 46 herunter, so daß diese mit ihren Spitzen das : Glas zerschmettert. Die farbige Flüssigkeit ! fließt dann aus dem Behälter 15 in den Raum C. Der mit verdünntem Gas gefüllte Raum 26 der Türe der Kasse ist für sich ganz abge- ' schlossen. Seine Innenwand bildet ein elastisches welliges Blech 50, an welchem in der * Mitte ein Stab 51 befestigt ist. Durch eine j Aussparung dieses Stabes 51 ist ein Stäbchen ! hindurchgeführt, das mit seinem unteren Ende ■, an einem horizontalen Stab 53 angelenkt ist und dessen anderes Ende den Keil 54 trägt. Der Stab 53 ist an den Seitenkanten des Türchens befestigt. Wenn in dem Räume 26 der Türe die Verdünnung des Gases sinkt, so wird das Blech 50 in die Kasse hineingedrückt und durch den Stab 52 der Keil 54 nach innen bewegt, so daß dieser KeM den einen Arm eines bei 55 gelagerten zweiarmigen Hebels 56 niederdrückt, so daß sein anderer Arm sich gegen die Glasplatte 45 bewegt und sie zertrümmert. Statt der gezeichneten Vorrichtungen könnte zum Erfindungszweck auch ein in der Kasse über dem Spiegel der farbigen Flüssigkeit aufgehängter Korb oder sonstiger Behälter für die Wertsachen dienen, dessen Aufhängevorrichtung leim Einbruch in die Kasse oder beim Neigen derselben mechanisch, elektrisch oder durch Gasdrücke gelöst wird, so daß das Körbchen in die farbige Flüssigkeit fällt.
Schließlich können elektrische, pneumatische oder mechanische UlxTtragungsvorrichtungen von der in der Kasse angebrachten Entfärbungs- oder Verfärbungsvorrichtu 'g nach außen geführt sein, so daß von außen her, beispielsweise durch willkürliches Schließen eines elektrischen Kontaktes, die Verfärbungs- oder Entfärbungsvorrichtung wirksam gemacht werden kann. Diese Einrichtung ermöglicht es z. B. dem Bankbeamten l>ei ülerraschendem Überfall der Bank, daß der Beamte samtliehe in der Kasse aufbewahrten Wertgegenstände entwerten kann, um sie so für die Räuber unbrauchbar zu machen.

Claims (12)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Schutz des Inhalts von Kassen, dadurch gekennzeichnet, daß beim gewaltsamen Einbrüche in die Kasse oder Neigung oder Beschädigung der Kasse die in ihr verwahrten Gegenstände selbsttätig, z. B. durch Flüssigkeit, Pulver, Dampf, Gas oder Schaum, verfärbt oder entfärbt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß l:eim gewaltsamen Einbruche in die Kasse eine farbige Flüssigkeit in den Innenraum der Kasse auf die in ihr verwährten AVertobjekte selbsttätig ausfließt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei gewaltsamer Beschädigung der Kassenwände oder Türen oder bei Neigung der Kasse eine Ein- oder Ausschaltung eines elektrischen Stromes erfolgt, wodurch eine Einrichtung zur Wirkung kommt, welche die Wertgegenstände, die in der Kasse sich befinden, entweder verfärbt oder entfärbt.
4. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den Innenseiten der Kassenwände mit farbiger Flüssigkeit angefüllte Gefäße (3, 4, 5, 6) mit spröden Wandungen angeordnet sind, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von mit Spitzen (2) versehenen freien Platten zwischen Außenwänden und Gefäßen, wobei eines oder mehrere der Gefäße oben mit einer öffnung (7) versehen sind, das Ganze derart, daß beim Anbohren, Anstoß, Neigung, Durchbrennen o. dgl. der Kassenwände entweder durch die öffnungen (7) oder durch Zertrümmern mindestens eines der Gefäße durch die Spitzen (2) oder durch das Werkzeug sein Flüssigkeitsinhalt in die Kasse auf die Wertsachen ausfließt und diese verfärbt.
5- Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite der Kassenwände verschlossene mit Gas geringen Druckes ausgefüllte Gefäße (io) angeordnet sind, die mit dem Luftraum eines im oberen Teil angeordneten, farbige Flüssigkeit enthaltenden Behälters (ii) verbunden sind, durch dessen Boden ein unten U-förmig gebogenes Röhrchen (13) nach dem Kasseninnenraum (C) geführt ist.
6. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einer (25) der mit farbiger Flüssigkeit gefüllten Behälter zugleich als galvanisches Element eingerichtet ist, wobei in den Kassenwänden biegsame oder leicht befestigte, isolierte Kontakte (21, 23, 29, 30, 31, 32) angeordnet und diese und die Wandung je mit einem Pole des Elementes verbunden sind, so daß bei Ausübung eines Druckes auf die Kontakte ein elektrischer Stromkreis geschlossen wird, welcher eine den spröden Wandteil (i6j des Farbbehälter» (15) zertrümmernde Einrichtung (18) betätigt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrische Element mit einem Elektromagnet verbunden ist, der beim Schließen des Stromkreises einen Verschluß im Boden des Behälters (15) öffnet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den Räumen
(26) mit verdünntem Gas sich geschlossene mit verdichtetem Gas oder Chemikalien gefüllte Glasgefäße (57) befinden, derart, daß nach dem Zertrümmern der Gefäße
(57) durch das darin enthaltene verdichtete Gas oder durch ein durch das Zusammenwirken der in den Gefäßen (57) und von im Raum (26) enthaltenen Chemikalien entwickeltes Gas der Druck im Raum (26) und damit im Behälter (15j erhöht wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 5 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum (26) und ein Hohlraum des Türchens (B) gegen den Behälter (15) bzw. den Kasseninnenraum durch elastische Wellbleche (47, 50) abgeschlossen sind, die beim Mindern des in dem Raum (26) und dem Hohlraum des Türchens herrschenden Unterdruckes Einrichtungen zum Zertrümmern des Farbbehälter (15) zur Wirkung bringen.
10. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Korb oder ein ähnliches Gefäß für die Wertgegenstände im Innern der Kasse, der oberhalb der Oberfläche der farbigen Flüssigkeit an einer Schnur oder ähnlich befestigt ist, wobei eine beim Einbruch, der Kasse durch Gasdruck, elektrisch oder mechanisch betätigte Einrichtung die Befestigung löst, so daß der Wertsachenbehälter in die farbige Flüssigkeit fällt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der ganze Mechanismus des Schlosses, die Türe, Verbindungsstücke und andere Teile der Kasse, außer der öffnung für den Schlüssel, von einer Einrichtung, z. B. elektrischen Kontakten (21) oder luftdicht verschlossenen Hohlräumen (26) von außen umgeben oder durchgedrungen sind, wobei eine gewaltsame Beschädigung dieser Einrichtung eine Verfärbung oder Entfärbung Miler im Innern der Kasse verwahrten Wertsachen herbeiführt.
12. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb der Kasse elektrische Kontakte, pneumatische oder mechanische Einrichtungen angeordnet sind, durch deren willkürliche Betätigung, z. B. bei Überfall der Bank, die in der Kasse angeordnete Entfärbungs- oder Verfärbungsvorrichtung der Kasse ausgelöst wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEH93871D 1922-11-18 1923-06-12 Verfahren und Vorrichtung zum Schutz des Inhalts von Kassen Expired DE399790C (de)

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