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DE68919992T2 - Herstellungsverfahren für einen Mosaik-Farbfilter unter Verwendung von Blitzlicht. - Google Patents
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DE68919992T2 - Herstellungsverfahren für einen Mosaik-Farbfilter unter Verwendung von Blitzlicht. - Google Patents

Herstellungsverfahren für einen Mosaik-Farbfilter unter Verwendung von Blitzlicht.

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  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Elementes mit einer Farbfilteranordnung durch thermische Ubertragung.
  • In den vergangenen Jahren sind thermische Übertragungssysteme entwickelt worden, um Abzüge oder Kopien von Bildern herzustellen, die auf elektronischem Wege mittels einer Farbvideokamera erzeugt wurden. Nach einem Verfahren zur Herstellung derartiger Abzüge oder Kopien wird ein elektronisches Bild zunächst einer Farbtrennung durch Farbfilter unterworfen. Die entsprechenden farbgetrennten Bilder werden dann in elektrische Signale umgewandelt. Diese Signale werden dann dazu verwendet, um blaugrüne, purpurrote und gelbe elektrische Signale zu erzeugen. Diese Signale werden dann einem Thermodrucker durchgeführt. Um den Abzug oder die Kopie zu erhalten, wird ein blaugrünes, purpurrotes oder gelbes Farbstoff-Donoreleinent gesichtsseitig mit einem Farbstoff-Empfangselement in Kontakt gebracht. Die beiden werden dann zwischen einen Thermodruckerkopf und eine Walze eingeführt. Ein Thermodurckerkopf vom Strichtyp wird dazu verwendet, um Wärme von der Rückseite des Farbstoff-Donorblattes zuzuführen. Der Thermodruckerkopf weist viele Heizelemente auf und wird in Folge entsprechend den blaugrünen, purpurroten und gelben Signalen aufgeheizt. Das Verfahren wird dann für die anderen zwei Farben wiederholt. Eine harte Farbkopie wird somit erhalten, die dem Originalbild entspricht, das auf einem Schirm betrachtet werden kann. Weitere Details dieses Verfahrens sowie einer Vorrichtung zur Durchführung desselben finden sich in der U.S.-Patentschrift Nr. 4 621 271 von Brownstein mit dem Titel "Apparatus and Method For Controlling A Thermal Printer Apparatus", ausgegeben am 4. November 1986, auf die hier Bezug genommen wird.
  • Flüssigkristall-Anzeigegeräte sind für die digitale Anzeige in elektronischen Rechnern, Uhren, Haushaltsgeräten, Audio-Geräten usw. bekannt. Es besteht ein Bedürfnis für die Einführung einer Farbanzeigmöglichkeit in solche monochromen Anzeigevorrichtungen, insbesondere im Falle solcher Anwendungen wie peripheren Terminals unter Verwendung verschiedener Ausrüstungsarten, einschließlich einer Photoröhrenanzeige, einer eingebauten elektronischen Anzeige oder einer TV-Bildanzeige. Es sind verschiedene Versuche unternommen worden, um eine Farbanzeige unter Verwendung eines Elementes mit einer Farbfilteranordnung in derartige Vorrichtungen oder Geräte einzuführen. Keines der Farbfilterelemente für Geräte oder Vorrichtungen mit einer Flüssigkristall-Anzeige, die bis jetzt vorgeschlagen wurden, hat sich jedoch bisher als geeignet erwiesen, um sämtliche Bedürfnisse des Verbrauchers zu erfüllen.
  • Ein im Handel erhältlicher Typ eines Farbfilteranordnungselementes, das in Flüssigkristall-Anzeigegeräten für eine Farbanzeigemöglichkeit eingesetzt wurde, besteht aus einem transparenten Träger mit einer hierauf aufgebrachten Gelatineschicht, die Farbstoffe enthält mit den additiven primären Farben Rot, Grün und Blau in einem mosaikartigen Muster, das durch Anwendung einer photolithographischen Technik erhalten wird. Um ein solches Element mit einer Farbfilteranordnung herzustellen, wird eine Gelatineschicht sensibilisiert, einer Maske für eine der Farben des mosaikartigen Musters exponiert, entwickelt, um die Gelatine in den exponierten Bereichen zu härten, und gewaschen, um die nicht exponierte (nicht quervernetzte) Gelatine zu entfernen, unter Erzeugung eines Gelatinemusters, das dann mit Farbstoff der gewünschten Farbe eingefärbt wird. Das Element wird dann von neuem beschichtet und die oben angegebenen Stufen werden wiederholt, um die beiden anderen Farben zu erhalten. Dieses Verfahren umfaßt viele Labor-intensive Stufen, erfordert eine sorgfältige Ausrichtung, ist zeitaufwendig und sehr kostspielig. Weitere Details dieses Verfahrens finden sich in der U.S.-Patentschrift 4 081 277.
  • Weiterhin ist es möglich, daß ein Element mit einer Farbfilteranordnung, das in einem Flüssigkristall-Anzeigegerät verwendet wird, bei der Herstellung starken Erhitzungs- und Behandlungsstufen unterliegt. Beispielsweise wird eine transparente Elektrodenschicht, z. B. aus Indiumzinnoxid, gewöhnlich im Vakuum auf das Farbfilteranordnungselement aufgestäubt. Dieses kann bei Temperaturen von so hoch wie 200ºC geschehen, und zwar während Zeitspannen, die eine Stunde oder mehr betragen können. Hieran schließt sich eine Beschichtung mit einer dünnen Ausgleichsschicht für die Flüssigkristalle an, z. B. aus einem Polyimid. Unabhängig von der angewandten Ausgleichsschicht ist der Oberflächenfinish dieser Schicht in Kontakt mit den Flüssigkristallen sehr wichtig und kann ein Polieren oder Glanzschleifen erfordern, oder kann eine mehrstündige Härtung bei erhöhten Temperaturen notwendig machen. Diese Behandlungsstufen können für viele Farbfilteranordnungselemente sehr schädlich sein, und zwar insbesondere für jene mit einer Gelatinematrix.
  • Ein anderes Verfahren zur Herstellung eines Elementes mit einer Farbfilteranordnung für ein Gerät oder eine Vorrichtung mit einer Flüssigkristall-Anzeige wird in der EPA 246 334 beschrieben. Bei diesem Verfahren wird eine poröse Membran verwendet, um die Farbstoffe aufzunehmen, die durch Wärmeeinwirkung unter vermindertem Druck und unter Verwendung einer Metallmaske übertragen werden. Bei diesem Verfahren besteht ein Problem in der Erzielung einer ausreichenden Schärfe des Bildes, da die Farbstoffe von der Geberschicht in die Empfangsschicht über einen Luftspalt übertragen werden müssen, der durch die Dicke der Metallmaske erzeugt wird.
  • Die Deutsche OLS 30 23 131-A1 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Farbfilteranordnungen, bei dem sublimierbare Farbstoffe nacheinander auf eine Farbstoffempfangsschicht übertragen werden, und zwar durch Exponierung mit einer Energiequelle, insbesondere einem Abtastlaser. Ein solches Verfahren erfordert eine vergleichsweise lange Zeitspanne, um es durchzuführen, da jeder Pixel des Farbstoffes individuell übertragen wird.
  • Es wäre wünschenswert, wenn ein Verfahren zur Herstellung eines Elementes mit einer Farbfilteranordnung hoher Qualität hergestellt werden könnte, das eine gute Schärfe aufweist und rasch und leicht und zu einem geringeren Preis als jene des Standes der Technik hergestellt werden könnte.
  • Dieser und andere Gegenstände werden erfindungsgemäß mit einem Verfahren erreicht, das umfaßt die Herstellung einer Anordnung eines wiederkehrenden mosaikartigen Musters von Farbstoffen auf einem Träger unter Verwendung von
  • a) einer Mehrzahl von Donormaterialien, wovon ein jedes ein strahlungsabsorbierendes Material umfaßt und entsprechend einen sublimierbaren Farbstoff einer unterschiedlichen Farbe, und
  • b) einem Empfangselement mit einem Träger, auf dem sich eine Farbstoff-Empfangsschicht befindet,
  • wobei ein jedes Donormaterial nacheinander in Frontseitenoder Gesichtskontakt mit dem Empfangsmaterial gebracht und musterweise einer hochintensiven elektronischen Blitzlichtquelle exponiert wird, unter Ubertragung des gewünschten Farbstoffmusters auf die Empfangsschicht.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht das mosaikartige Muster aus einem Satz von roten, grünen und blauen additiven Primärfarben.
  • Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist jeder Bereich einer primären Farbe und ist jeder Satz von primären Farben voneinander getrennt durch eine opake Fläche oder einen opaken Bereich, z. B. schwarze Gitterlinien. Es wurde gefunden, daß hierdurch eine verbesserte Farbwiedergabe erzielt wird und das die Anzahl von Reflektionsflecken in dem Anzeigebild vermindert wird.
  • Die Größe des Mosaik-Sets ist nicht kritisch, da dieser von der Betrachterdistanz abhängt. Im allgemeinen liegen die einzelnen Pixel (Mosaikelemente) des Set bei etwa 50 bis etwa 600 um. Sie müssen nicht von gleicher Größe sein.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht das wiederkehrende mosaikartige Muster des Farbstoffes unter Erzeugung des Farbfilteranordnungselementes aus gleichförmigen, quadratischen, linearen wiederkehrenden Bereichen mit einer farbdiagonalen Verschiebung wie folgt:
  • Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform sind die obigen Quadrate ungefähr 100 um groß.
  • Wie oben angegeben, werden die Farbfilteranordnungselemente der Erfindung in verschiedenen Anzeigevorrichtungen und Anzeigegeräten, wie z. B. Flüssigkristall-Anzeigevorrichtungen und Geräten verwendet. Derartige Flüssigkristall-Anzeigegeräte werden beispielsweise beschrieben in den GB-Patentschriften 2 154 355, 2 130 781, 2 162 674 und 2 161 971.
  • Das Donormaterial weist vorzugsweise einen Träger auf, der eine Farbstoffschicht trägt, die das strahlungsabsorbierende Material und gegebenenfalls ein Bindemittel enthält.
  • Das Strahlung absorbierende Material des Donorblattes liegt vorzugsweise in Form von Teilchen vor, z. B. Licht absorbierenden Teilchen und insbesondere in Form von Teilchen aus Ruß. Bei Exponierung mit einer Lichtquelle hoher Intensität durch eine ein Muster aufweisende Maske absorbieren die Teilchen die Strahlung und verursachen eine lokalisierte Erhitzung der Farbstoffschicht, unter Erhitzung des sublimierbaren Farbstoffes entsprechend dem Muster.
  • Die Lichtquelle hoher Intensität kann eine elektronische Blitzlichtquelle sein von ausreichender Energie, um die Übertragung der Farbstoffe von den Donorblättern auf das Empfangsmaterial zu bewirken.
  • Obgleich jede beliebige Maske verwendet werden kann, wenn die Donorblätter der Lichtquelle hoher Intensität exponiert werden, wird im Falle einer besonders bevorzugten Ausführungsform eine Spiegelmaske verwendet. In diesem Falle ist die Seite der Maske, die der Lichtquelle hoher Intensität gegenüberliegt, die Spiegelseite, wodurch Licht, das nicht für die Übertragung benötigt wird, zurück zur Lichtquelle geleitet wird. Sind ferner rund um die Lichtquelle Reflektoren angeordnet, dann wird das "nicht verwendete" Licht zurückgeführt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß Licht von den nicht Bildbezirken wegreflektiert wird, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer unerwünschten Erhitzung dieser Bezirke oder Bereiche vermindert wird.
  • Die Spiegelmaske kann hergestellt werden durch Auftragen einer Photoresistschicht direkt auf die Silberspiegelschicht, durch musterweise Exponierung und Entwicklung. Das unerwünschte Silber kann in einer Ferrichlorid-Ätzlösung entfernt werden. Alles Silberhalogenid, das sich gebildet hat, kann in einem photographischen Fixierbad entfernt werden.
  • Das Empfangselement umfaßt einen Träger und eine Empfangsschicht. Eine solche Schicht kann eine poröse Kieselsäure enthaltende Schicht umfassen, weist jedoch vorzugsweise ein polymeres Bindemittel auf.
  • Das polymere Bindemittel, das in der Empfangsschicht verwendet wird, kann beispielsweise umfassen ein Polycarbonat, ein Polyurethan, einen Polyester, ein Polyvinylchlorid, ein Polyamid, ein Polystyrol, ein Polyacrylonitril, ein Poly(caprolacton) oder Mischungen oder Copolymere hiervon. Das polymere Bindemittel kann in jeder beliebigen Menge vorliegen, die effektiv bezüglich des beabsichtigten Zweckes ist. Im allgemeinen werden gute Ergebnisse mit einer Konzentration von etwa 0,25 bis etwa 5 g/m² erzielt.
  • Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform wird das in der Empfangsschicht verwendete polymere Bindemittel nach der Übertragung des Filteranordnungsbildes quervernetzt. Hierdurch wird die Farbfilteranzeige resistenter gegenüber den eher rauhen Erhitzungs- und Ätzbehandlungsstufen, die im allgemeinen erforderlich sind bei der Herstellung einer Vorrichtung mit einer Flüssigkristall-Anzeige. Zu Beispielen für derartige quervernetzbare polymere Bindemittel gehören Polymere, die quervernetzt werden können durch Umsetzung mit einer anderen Substanz, die vorliegt in der Schicht oder der Schicht zugeführt wird, wie beispielsweise Epoxidharzen (die beispielsweise mit Aminen reagieren), ungesättigten Polyestern (unter Verwendung von beispielweise organischen Peroxiden) , phenolischen Harzen (die beispielsweise mit Aldehyden reagieren), oder Polyurethanen (die beispielsweise mit Diisocyanaten reagieren); und Polymersystemen, die bei der Exponierung mit Licht quervernetzt werden können, und zwar in Gegenwart von Photoinitiatoren oder Photosensibilisierungsmitteln. Weitere Details bezüglich derartiger quervernetzbarer polymerer Bindemittel finden sich in unserer europäischen Patentanmeldung mit der Nr. 365 221 mit dem Titel "Thermally-Transferred Color Filter Array Element", die zum gleichen Zeitpunkt eingereicht wurde.
  • Der Träger für die Farbfilteranordnung kann aus einem beliebigen transparenten Material bestehen, z. B. einem Polycarbonat, Polyethylenterephthalat, Celluloseacetat, Polystyrol usw. Im Falle einer bevorzugten Ausführungsform besteht der Träger aus Glas.
  • Ein Farbstoff-Donorelement, das beim Verfahren der Erfindung verwendet wird, um ein Element mit einer Farbfilteranordnung zu erzeugen, umfaßt einen Träger, auf dem sich eine Farbstoffschicht befindet. Ein beliebiger Farbstoff oder eine beliebige Farbstoffmischung kann in einer solchen Schicht eingesetzt werden, vorausgesetzt, der Farbstoff bzw. die Farbstoffmischung ist auf die Farbbild-Empfangsschicht des Farbanordnungselementes der Erfindung durch Einwirkung von Wärme übertragbar. Besonders gute Ergebnisse werden mit sublimierbaren Farbstoffen erhalten. Zu Beispielen für sublimierbare Farbstoffe gehören Anthrachinonfarbstoffe, z. B. Sumikalon Violet RS (Sumitomo Chemical Co., Ltd.), Dianix Fast Violet 3R-FS (Mitsubishi Chemical Industries, Ltd.) sowie Kayalon Polyol Brilliant Blue N-BGM und KST Black 146 (Nippon Kayaku Co., Ltd.); Azofarbstoffe, wie z. B. Kayalon Polyol Brilliant Blue BM , Kayalon Polyol Dark Blue 2BM sowie KST Black KR (Nippon Kayaku Co., Ltd.), Sumickaron Diazo Black 5G (Sumitomo Chemical Co., Ltd.) sowie Miktazol Black 5GH (Mitsui Toatsu Chemicals, Inc.); direkte Farbstoffe, wie z. B. Direct Dark Green B (Missubishi Chemical Industries, Ltd.) und Direct Brown M sowie Direct Fast Black D (Nippon Kayaku Co. Ltd.); Säurefarbstoffe,wie z. B. Kayanol Milling Cyanine 5R (Nippon Kayaku Co. Ltd.); basische Farbstoffe, wie z. B. Sumicacryl Blue 6G (Sumitomo Chemical Co., Ltd.) und Aizen Malachite Green (Hodogaya Chemical Co., Ltd.); (Purpurrot) (Gelb) (Blaugrün)
  • oder beliebige der Farbstoffe, die in der U.S.-Patentschrift 4 541 830 beschrieben werden, auf die hier Bezug genommen wird. Die oben beschriebenen subtraktiven Farbstoffe können in verschiedenen Kombinationen miteinander verwendet werden, um die gewünschten roten, blauen und grünen additiven primären Farben zu erhalten. Die Farbstoffe können innerhalb der Farbstoffschicht gemischt werden oder nacheinander übertragen werden, wenn sie in separaten Farbstoffschichten aufgetragen werden. Die Farbstoffe können in einer Beschichtungsstärke von etwa 0,05 bis etwa 1 g/m² eingesetzt werden.
  • Der Farbstoff sowie das Strahlung absorbierende Material in dem Farbstoff-Donorelement werden vorzugsweise in einem polymeren Bindemittel dispergiert, wie beispielsweise einem Cellulosederivat, z. B. Celluloseacetathydrogenphthalat, Celluloseacetat, Celluloseacetatpropionat, Celluloseacetatbutyrat, Cellulosetriacetat; einem Polycarbonat; Poly (styrol-co-acrylonitril), einem Poly(sulfon) oder einem Poly(phenylenoxid). Das Bindemittel kann in einer Beschichtungsstärke von etwa 0,1 bis etwa 5 g/m² verwendet werden.
  • Die Farbstoffschicht des Farbstoff-Donorelementes kann auf den Träger aufgeschichtet oder nach einem Druckverfahren aufgedruckt werden, wie beispielsweise einem Gravure-Verfahren.
  • Jedes beliebige Material kann als Trägermaterial für das Farbstoff-Donorelement verwendet werden, vorausgesetzt, es ist dimensionsstabil und vermag der Einwirkung der Wärme des Thermodruckverfahrens zu wiederstehen. Zu derartigen Materialien gehören Polyester, wie z. B. Poly(ethylenterephthalat); Polyamide; Polycarbonate; Pergamentpapier; Kondensatorpapier; Celluloseester; Fluorpolymere; Polyether; Polyacetale; Polyolefine und Polyimide. Der Träger weist im allgemeinen eine Dicke von etwa 2 bis etwa 30 um auf. Er kann auch mit einer die Haftung verbessernden Schicht beschichtet werden, falls dies erwünscht ist.
  • Das Farbstoff-Donorelement, das erfindungsgemäß verwendet wird, kann in Blattform eingesetzt werden oder in Form einer endlosen Rolle oder eines endlosen Bandes.
  • Nachdem die Farbstoffe auf das Empfangselement übertragen worden sind, kann das Bild behandelt werden, um den Farbstoff weiter in die Farbstoff-Empfangsschicht diffundieren zu lassen, um das Bild zu stabilisieren. Dies kann durch Strahlungserhitzung geschehen, durch Lösungsmitteldampf oder durch Kontakt mit aufgeheizten Walzen. Die Fusionsstufe hilft ein Ausbleichen zu verhindern, und hilft einen Oberflächenabrieb des Bildes bei Exponierung mit Licht zu verhindern, und wirkt ferner dahingehend, daß eine Kristallisation der Farbstoffe verhindert wird. Auch kann eine Fusion mit Lösungsmitteldämpfen durchgeführt werden, anstatt einer thermischen Fusion.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung veranschaulichen.
  • BEISPIEL l
  • In diesem Beispiel wurde ein ein Muster aufweisender Spiegel hergestellt, um ein Mittel für die Übertragung von Farbstoff von einem Farbstoff-Donor in einem wiederkehrenden mosaikartigen Muster auf ein Empfangselement bereitzustellen.
  • Ein ein Muster aufweisender Glasspiegel wurde hergestellt durch Entfernung des Lackes von der Rückseite eines im Handel erhältlichen Glas-Silberspiegels durch Behandlung desselben mit einer Mischung aus Dimethylformamid und Cyclohexanon (3:1) bei 95ºC während 15 Minuten. Die freigesetzte Metalloberfläche wurde dann beschichtet mit einer Menge eines Photoresistmaterials vom Typ Kodak Micro Resist 747 , worauf die überschüssige Menge ablaufengelassen wurde, unter Zurücklassen eines dünnen Filmes. Dieser wurde dann getrocknet, durch eine Maske des gewünschten Musters exponiert, etwa 2 Minuten lang in einem Entwickler vom Typ Kodak Micro Resist entwickelt, 15 Sekunden lang in einem Spülmittel vom Typ Kodak Micro Resist gespült und dann in einer Lösung von 400 g/l FeCl&sub3;.6H&sub2;O geätzt, um Bereiche der Spiegeloberfläche zu entfernen, unter Gewinnung einer Anordnun-g von klaren Quadraten einer Kantenlänge von 300 um. Jedes Quadrat berührte die Ecke des nächsten Quadrates längs einer Diagonale der Anordnung und war lateral getrennt von den benachbarten klaren Quadraten längs der orthogonalen Achse der Anordnung durch 600 um.
  • Farbstoff-Donorblätter wurden wie folgt hergestellt:
  • Ruß-Dispersion
  • Die folgende Zusammensetzung wurde 2 Tage lang in einer Kugelmühle vermahlen:
  • Ruß (Regal 300 - Cabot Corp.) .... 2,4 g
  • Ehylcellulose .... 0,9 g
  • Butanon .... 60 ml
  • Rotes Donorblatt
  • Eine Lösung wurde wie folgt hergestellt:
  • Gelbfarbstoff-2, wie unten angegeben .... 0,025 g
  • Purpurroter Farbstoff, wie oben angegeben .... 0,020 g
  • Ethylcellulose .... 0,040 g
  • Butanon .... 8 ml
  • Ruß-Dispersion .... 2 ml
  • Zwei Tropfen einer 2%igen Lösung von Polydimethylsiloxan in Toluol wurden zugegeben, worauf die Mischung auf einen Poly(ethylenterephthalat)-Träger einer Stärke von 16 um aufgetragen wurde, unter Verwendung eines Beschichtungsmessers, das auf eine Distanz von 75 um über dem Film eingestellt wurde.
  • Grünes Donorblatt
  • Eine Lösung wurde wie folgt hergestellt:
  • Gelbfarbstoff-2, wie unten angegeben .... 0,025 g
  • Blaugrüner Farbstoff, wie oben angegeben .... 0,035 g
  • Ethylcellulose .... 0,060 g
  • Butanon .... 8 ml
  • Ruß-Dispersion .... 3 ml
  • Diese Zusammensetzung wurde wie oben für das rote Donorblatt beschrieben aufgetragen.
  • Blaues Donorblatt
  • Eine Lösung wurde wie folgt hergestellt:
  • Purpurroter Farbstoff, wie oben angegeben .... 0,020 g
  • Blaugrüner Farbstoff, wie oben angegeben .... 0,035 g
  • Ethylcellulose .... 0,060 g
  • Butanon .... 7 ml
  • Ruß-Dispersion .... 3 ml
  • Diese Zusammensetzung wurde wie oben für das rote Donorblatt angegeben aufgetragen.
  • Ein Farbstoff-Empfangselement wurde hergestellt durch Beschichtung einer Glasplatte mit einer dünnen Schicht von Geon 427 (B. F. Goodrich Company), einem Vinylchlorid: Vinylacetatcopolymer (86:14). Die Lösung wurde auf die Glasplatte gegossen, gleichförmig ausgebreitet, worauf das überschüssige Material ablaufengelassen wurde. Die erhaltene dünne Schicht wurde trocknengelassen, unter Gewinnung eines klaren, trockenen Filmes einer Dicke von etwa 3 um.
  • Das rote Donorblatt wurde auf das Empfangselement gebracht, derart, daß die beschichtete Seite dem Vinylchlorid-Vinylacetatcopolymeren gegenüberlag. Der ein Muster aufweisende Glasspiegel wurde auf den Poly(ethylenterephthalat)-Träger des Donorelementes gebracht, derart, daß die das Muster aufweisende Oberfläche des Spiegels in Kontakt mit dem Träger gelangte. Diese Zusammenstellung wurde in einen Vakuumrahmen gebracht mit dem Vakuumrahmen-Deckblatt auf der Zusammenstellung. Dann wurde ein Vakuum angelegt, um die Zusammenstellung in engem Kontakt miteinander zu halten. Die Zusammenstellung wurde dann wie unten beschrieben einer Blitzlichtexponierung unterworfen. In den klaren Fensterbereichen des Spiegels gelangte das Licht hoher Intensität durch den Farbstoff-Donor. Der Ruß in dem Farbstoff-Donor wandelte die Lichtenergie hoher Intensität in thermische Energie um, unter selektiver Übertragung des Farbstoffes.
  • Das 7,5 x 4,5 cm große Fenster eines Blitzgerätes vom Typ MecablitzR Modell 45 (Metz AG Company) wurde mit einer Spiegelbox einer Länge von 6 cm zusammengebracht, um die Ausgangsöffnung auf 4,5 cm x 4,5 cm zu vermindern. Die Blitzlichteinheit wurde mit dem Fenster der Spiegelbox auf den Glasspiegel mit dem Muster gerichtet, und der Blitz wurde mit voller Intensität erzeugt. Nach Trennung der Zusammenstellung wurden Farbstoffe, die eine rote Farbe erzeugt hatten, sichtbar, die auf die beschichtete Oberfläche der Glasplatte übertragen worden waren in einem quadratischen Muster entsprechend den klaren Bereichen des Spiegels.
  • Dieses Verfahren wurde mit den grünen und blauen Farbstoff-Donorblättern nacheinander wiederholt, wobei der ein Muster aufweisende Glasspiegel jedesmal seitlich um 300 um verschoben wurde. Das Endergebnis bestand in einer Farbfilteranordnung mit roten, grünen und blauen Quadraten einer Kantenlänge von ungefähr 300 um. Gelbfarbstoff-2
  • BEISPIEL 2
  • Blaugrüne, purpurrote und gelbe Donorblätter wurden hergestellt durch Beschichtung eines 6 um starken Poly(ethylenterephthalat)-Trägers mit den folgenden Zusammensetzungen unter Verwendung von Butanon als Lösungsmittel und unter Erzeugung der angegebenen Beschichtungsstärken. Der Ruß wurde in einer Kugelmühle vermahlen, um eine Dispersion wie in Beispiel 1 beschrieben zu erhalten.
  • Gelbe Zusammensetzung
  • Gelber Farbstoff, wie oben angegeben .... 0,25 g/m²
  • Ruß-Dispersion .... 0,76 g/m²
  • Celluloseacetatpropionat .... 0,38 g/m²
  • Purpurrote Zusammensetzung
  • Purpurroter Farbstoff, wie oben angegeben .... 0,20 g/m²
  • Ruß-Dispersion .... 0,58 g/m²
  • Celluloseacetatpropionat .... 0,30 g/m²
  • Blaugrüne Zusammensetzung
  • Blaugrüner Farbstoff, wie oben angegeben .... 0,39 g/m²
  • Ruß-Dispersion .... 1,17 g/m²
  • Celluloseacetatpropionat .... 0,58 g/m²
  • Der gelbe Donor wurde auf ein Empfangselement gebracht derart, daß die beschichtete Seite der Empfangsschicht wie im Falle des Beispieles 1 gegenüberlag. Der ein Muster aufweisende Spiegel wie in Beispiel 1 beschrieben wurde dann oben auf das Donorblatt wie in Beispiel 1 beschrieben gebracht, und das Donorblatt wurde einer Blitzlichtexponierung mit der Blitzlichtlampe wie in Beispiel 1 beschrieben ausgesetzt.
  • Das Verfahren wurde mit dem purpurroten und dem blaugrünen Farbstoff-Donor wiederholt, wobei der Glasspiegel seitlich jedesmal um 300 um versetzt wurde. Die Farbstoffe wurden dann tiefer in die Empfangsschicht eingebracht durch eine Gesamt-Erhitzungsstufe unter Verwendung einer heißen Metallplatte, die auf 150ºC aufgeheizt wurde. Eine mikroskopische Prüfung ergab, daß die Platte eine Anordnung von gelben, purpurroten und blaugrünen Quadraten einer Kantenlänge von ungefähr 300 um aufwies.
  • Das Verfahren wurde mit dem Spiegel mit dem Muster wiederholt, wobei letzterer versetzt wurde, um eine Ubereinanderlagerung der zwei übertragenen Farbstoffe zu erzielen, unter Erzeugung jeder additiven Farbe des mosaikartigen Musters. Auf diese Weise wurden grüne Filterflecken beobachtet, wo gelbe und blaugrüne Quadrate aufeinanderfielen, blaue Flecken, wo purpurrote und blaugrüne Quadrate aufeinanderfielen, und rote Flecken, wo purpurrote und gelbe Quadrate aufeinander zu liegen kamen.
  • BEISPIEL 3
  • Es wurden Farbfilteranordnungen von gelben, purpurroten und blaugrünen Farbstoffflecken hergestellt und wie in Beispiel 2 beschrieben entwickelt, mit der Ausnahme jedoch, daß die Empfangs-Glasplatte beschichtet wurde mit einem Polymer, das zu einer Quervernetzung befähigt war. Es wurden zwei Beispiele durchgeführt, eines ohne ein quervernetzendes Mittel und eines mit einem Chromcarbonylmittel, das zu einer Quervernetzung bei Belichtung mit Licht führt.
  • Ungehärtetes Empfangselement
  • Dieses wurde hergestellt durch Auftragen einer 3%igen Lösung von Methylmethacrylat/Methacrylsäurecopolymer (Gewichts-Verhältnis 88:12) in einer Mischung von Aceton:Methanol im Verhältnis 9:1 auf die Platte. Überschüssiges Material wurde ablaufengelassen, worauf getrocknet wurde, unter Gewinnung eines trockenen Filmes einer Dicke von etwa 3 um.
  • Gehärtetes Empfangselement
  • Dieses Element wurde wie oben beschrieben hergestellt, jedoch wurde 0,1 % Benzolchromtricarbonyl zur Polymerlösung zugegeben, wodurch eine Quervernetzung bei Bestrahlung mit Licht herbeigeführt wurde.
  • Nach der Entwicklung wurden die Farbstoffe tiefer in die Empfangsschicht eingetrieben, durch Anwendung einer Gesamt-Erhitzungsstufe, unter Anwendung einer aufgeheizten Metallplatte, die bei 150ºC gehalten wurde.
  • Nach Übertragung der Farbstoffe auf die Empfangs-Glasplatte wurden sie 30 Minuten lang auf 170ºC erhitzt, und die Filtermuster wurden auf mikroskopischem Wege untersucht.
  • Das übertragene Farbstoffiltermuster in dem ungehärteten Empfangselement zeigte erweichte Kanten an den Filterquadraten nach der Erhitzungsstufe auf Grund einer Farbstoffdiffusion.
  • Nach der Farbstoffübertragung auf das gehärtete Empfangselement wurde die Schicht photolytisch quervernetzt oder gehärtet durch Exponierung mit Tageslicht, verstärkt durch eine 15 Minuten lange Exponierung mit einer 8 Watt fluoreszierenden Ultraviolettlampe, die in einer Entfernung von 10 cm aufgestellt worden war. Nach der 170ºC Wärme-Behandlung wie oben beschrieben waren die Kanten der Filterquadrate des gehärteten Empfangselementes beträchtlich schärfer als im Vergleich zu dem ungehärteten Beispiel.
  • Die Härtung der Schicht wurde bestätigt durch Abwischen der Schicht mit einem in Methanol getauchten Tuch. Die gehärtete Schicht wurde bei diesem Verfahren nicht entfernt, wohingegen die ungehärtete Schicht abgewischt wurde.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung einer Anordnung eines sich wiederholenden Mosaikmusters aus Farbstoffen, die sich auf einem Träger befinden, unter Verwendung von
(a) einer Mehrzahl von Donormaterialien, von denen ein jedes ein strahlungabsorbierendes Material aufweist und entsprechend einen sublimierbaren Farbstoff einer unterschiedlichen Farbe, und
(b) einem Empfangselement mit einem Träger, auf dem sich eine Farbstoff-Empfangsschicht befindet,
bei dem jedes Donormaterial nacheinander in Frontseitenkontakt mit dem Empfangsmaterial gebracht und musterweise einer hochintensiven elektronischen Blitzlichtquelle exponiert wird, unter Übertragung des gewünschten Farbstoffmusters auf die Empfangsschicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Empfangsschicht Kieselsäure aufweist oder eine Polymerschicht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem drei Donormaterialien verwendet werden, die das Mosaikmuster in den primären additiven Farben Rot, Grün und Blau liefern.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem die Exponierung unter Verwendung einer Mustermaske durchgeführt wird, mit Nicht-Bildbezirken, mit einer spiegelnden Oberfläche gegenüber der hochintensiven Lichtquelle.
DE68919992T 1988-10-18 1989-10-12 Herstellungsverfahren für einen Mosaik-Farbfilter unter Verwendung von Blitzlicht. Expired - Fee Related DE68919992T2 (de)

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GB888824366A GB8824366D0 (en) 1988-10-18 1988-10-18 Method of making colour filter array

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