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DE69625094T2 - Synergistische antimikrobielle zusammensetzungen die 1-hydroxymethylpyrazol und präservierungsmittel enthalten - Google Patents
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DE69625094T2 - Synergistische antimikrobielle zusammensetzungen die 1-hydroxymethylpyrazol und präservierungsmittel enthalten - Google Patents

Synergistische antimikrobielle zusammensetzungen die 1-hydroxymethylpyrazol und präservierungsmittel enthalten

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DE69625094T2
DE69625094T2 DE69625094T DE69625094T DE69625094T2 DE 69625094 T2 DE69625094 T2 DE 69625094T2 DE 69625094 T DE69625094 T DE 69625094T DE 69625094 T DE69625094 T DE 69625094T DE 69625094 T2 DE69625094 T2 DE 69625094T2
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/48Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with two nitrogen atoms as the only ring hetero atoms
    • A01N43/561,2-Diazoles; Hydrogenated 1,2-diazoles

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf bestimmte Zusammensetzungen und Verfahren, die zum Bekämpfendes Wachstums von einem oder mehr Mikroorganismen und zum Verhindern des durch Bakterien und/oder Pilze in verschiedenen Produkten, Materialien oder Medien, insbesondere industriellen Produkten, Materialien oder Medien verursachten Verderbs brauchbar sind. Zu diesen Materialien oder Medien gehören z. B. Holzzellstoff, Holzschnitzel, Schnittholz, Klebstoffe, Beschichtungsmaterialien, Tierhäute, wozu auch Häute bzw. Bälge von Vögeln und Reptilien gehören, Papierfabrikablaugen, Papier, optische Aufheller, pharmazeutische und chemische Formulierungen, Kosmetika und Toilettenartikelformulierungen, geologische Bohrschmiermittel und Hilfsmittel, Agrochemikalienzusammensetzungen, Anstrichfarben, Ledermaterialien, Holz, Metallbearbeitungsmedien, industrielle Prozesshilfsmittelformulierungen, Kühlturmwasser, Abwasser, Pasteurisierapparate, Gerbbrühen, Stärke, Farbstoffe, Petrochemikalien, oberflächenaktive Stoffe, Entschäumer, Emulsionen oder Wasser enthaltende Polymere, Materialien auf Lipidbasis, Materialien auf Kohlenhydratbasis, proteinartige Materialien, Acryllatexanstrichmittelemulsionen und Textilien. Die neuen Verfahren und Gemische der vorliegenden Erfindung weisen eine unerwartete synergistische Aktivität gegen Mikroorganismen einschließlich Bakterien und Pilze auf. Speziell ist die Erfindung auf die Verwendung von Zusammensetzungen gerichtet, die Dimethylhydroxymethylpyrazol und mindestens ein Konservierungsmittel umfassen.
  • Viele der vorstehend erwähnten Produkte, Materialien oder Medien sind, wenn sie nass sind, einer Behandlung in Wasser unterzogen werden oder in eine feuchte Umgebung gebracht werden, für eine bakterielle und/oder pilzliche Beeinträchtigung oder Zersetzung anfällig, sofern keine Schritte unternommen werden, um eine solche Zersetzung oder Beeinträchtigung zu bekämpfen.
  • Um die durch Mikroorganismen verursachte Beeinträchtigung oder Zersetzung zu bekämpfen, werden verschiedene Mikrobizide verwendet. Fachleute auf dem Gebiet haben unablässig nach verbesserten Bioziden gesucht, welche eine geringe Toxizität aufweisen und eine verlängerte biozide Wirkung bei normalen Anwendungskonzentrationen aufweisen können.
  • Konservierungsmittel können allein zum Bekämpfen von Mikroorganismen verwendet werden, aber viele von ihnen haben eine geringe Wirksamkeit gegen Bakterien und Pilze, sofern nicht extrem hohe Konzentrationen verwendet werden. 1-Hydroxymethylpyrazole können ebenfalls allein in niedrigen Konzentrationen als Biozid verwendet werden.
  • Diese Erfindung stellt eine mikrobizide Zusammensetzung bereit, die das Wachstum von mindestens einem Mikroorganismus, insbesondere Pilzen und Bakterien, über längere Zeiträume bekämpfen kann. Außerdem stellt die vorliegende Erfindung Zusammensetzungen bereit, deren Verwendung wirtschaftlich ist. Verfahren zum Bekämpfen des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus sind ebenfalls Aufgaben dieser Erfindung.
  • Die vorliegende Erfindung stellt eine Zusammensetzung bereit, umfassend ein 1-Hydroxymethylpyrazol und mindestens ein Konservierungsmittel, wobei die Komponenten in einer kombinierten Menge vorhanden sind, die zum Bekämpfen des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus synergistisch wirksam ist.
  • Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren zum Bekämpfen des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus in oder auf einem Material oder Medium bereit, das für einen Befall durch den Mikroorganismus anfällig ist. Dieses Verfahren umfasst den Schritt des Zugebens einer Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung in einer Menge, die zum Bekämpfen des Wachstums des Mikroorganismus synergistisch wirksam ist, zu dem Material oder Medium.
  • Die vorliegende Erfindung umfasst als Ausführungsform auch die getrennte Zugabe von einem 1-Hydroxymethylpyrazol und mindestens einem Konservierungsmittel zu den vorstehend beschriebenen Produkten, Materialien oder Medien. Gemäß dieser Ausführungsform werden die Komponenten einzeln zu dem System zugegeben, so dass die am Ende zum Zeitpunkt der Verwendung in dem System vorhandene Menge des 1 Hydroxymethylpyrazols und des mindestens einen Konservierungsmittels die Menge ist, die zum Bekämpfen des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus synergistisch wirksam ist.
  • Die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind auch zum Konservieren von verschiedenen Arten von industriellen Medien oder Materialien brauchbar, die für einen Befall durch Mikroorganismen anfällig sind. Zu solchen Medien oder Materialien gehören Holzzellstoff, Holzschnitzel, Schnittholz, Klebstoffe, Beschichtungsmaterialien, Tierhäute, wozu auch Häute bzw. Bälge von Vögeln und Reptilien gehören, Papierfabrikablaugen, Papier, optische Aufheller, pharmazeutische und chemische Formulierungen, Kosmetika und Toilettenartikelformulierungen, geologische Bohrschmiermittel und Hilfsmittel, Agrochemikalienzusammensetzungen, Anstrichfarben, Ledermaterialien, Holz, Metallbearbeitungsmedien, industrielle Prozesshilfsmittelformulierungen, Kühlturmwasser, Abwasser, Pasteurisierapparate, Gerbbrühen, Stärke, Farbstoffe, Petrochemikalien, oberflächenaktive Stoffe, Entschäumer, Emulsionen oder Wasser enthaltende Polymere, Materialien auf Lipidbasis, Materialien auf Kohlenhydratbasis, proteinhaltige Materialien, Acryllatexanstrichmittelemulsionen und Textilien.
  • Die Zusammensetzung kann auch in Agrochemikalienformulierungen zum Schützen von Saatgut oder Feldfrüchten vor mikrobiellem Verderb brauchbar sein.
  • Weitere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden zum Teil in der folgenden Beschreibung dargelegt und gehen zum Teil aus der Beschreibung hervor oder können durch die praktische Anwendung der vorliegenden Erfindung in Erfahrung gebracht werden. Die Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung können mittels der Elemente und Kombinationen realisiert und erhalten werden, die insbesondere in den Ansprüchen dargelegt werden.
  • Es versteht sich, dass sowohl die vorstehende allgemeine Beschreibung als auch die folgende allgemeine Beschreibung nur beispielhaft und erläuternd sind und die Erfindung, so wie sie beansprucht wird, nicht beschränken.
  • Wenn zwei chemische Mikrobizide zu einem Produkt vereinigt werden oder getrennt zugegeben werden, sind drei Ergebnisse möglich:
  • 1) das resultierende Produkt ergibt eine additive (neutrale) Wirkung.
  • 2) Die Produkte in dem Produkt ergeben eine antagonistische Wirkung; oder
  • 3) die Chemikalien in dem Produkt ergeben eine synergistische Wirkung.
  • Eine additive Wirkung weist keinen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber den einzelnen Komponenten auf. Die antagonistische Wirkung würde einen negativen Einfluss ergeben. Nur eine synergistische Wirkung, welche weniger wahrscheinlich ist als eine additive oder antagonistische Wirkung, würde eine positive Wirkung ergeben und deshalb wirtschaftliche Vorteile aufweisen.
  • Die mikrobiziden Zusammensetzungen, die ein 1-Hydroxymethylpyrazol und mindestens ein Konservierungsmittel kombinieren, weisen eine unerwartete synergistische Wirkung im Vergleich zu den jeweiligen Komponenten allein auf. So erreichen diese Zusammensetzungen eine größere, d. h. mehr als additive mikrobizide Aktivität bei niedrigen Konzentrationen gegen eine Vielzahl von Mikroorganismen. Zu Beispielen für Mikroorganismen gehören Pilze und Bakterien wie etwa Aspergillus niger (ATCC 9642) und Pseudomonas aeruginosa (ATCC 15442), sie sind aber nicht darauf beschränkt. Vorzugsweise weisen die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung eine geringe Toxizität auf.
  • Das 1-Hydroxymethylpyrazol ist eine Verbindung mit der Formel
  • worin R und R' unabhängig ausgewählt werden aus Wasserstoff und Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R" ein Bestandteil ist, der ausgewählt wird aus der Gruppe bestehend aus (a) Wasserstoff, (b) einem Halogenatom, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus F, Cl, Br und I, und (c) einer Nitrogruppe, oder das Hydrochloridsalz dieser Verbindung.
  • Die Herstellung von 1-Hydroxymethylpyrazol ist in den US-Patenten Nr. 4,801,361 und 5,335,432 beschrieben.
  • 3,5-Dimethyl-1-hydroxymethylpyrazol ist im Handel erhältlich und wird unter dem Handelsnamen Busan® 1504 oder Busan® 1104 verkauft (Buckman Laboratories International, Memphis, Tennessee) und wird auch leicht aus im Handel erhältlichen Ausgangsmaterialien synthetisiert.
  • Wie in Buckman Laboratories' Product Profile and Analytical Method (1992) for Busan® 1504 beschrieben ist, ist Busan® 1504 ein nichtionisches Breitspektrum-Bakterizid und -Fungizid, das für die Konservierung von wässrigen und wässrig emulgierten Systemen entwickelt wurde. Busan® 1504 ist über einen breiten pH-Bereich wirksam und ist sowohl unter alkalischen als auch unter sauren Bedingungen stabil. Außerdem kann Busan® 1504 in kationischen, anionischen und nichtionischen Systemen formuliert werden. Busan® 1504 ist auch mit Proteinen verträglich. Busan® 1504 ist ein wasserlöslicher kristalliner Feststoff, der 1-Hydroxymethyl-3,5-dimethylpyrazol als Wirkstoff enthält.
  • Das Konservierungsmittel kann ein beliebiges Konservierungsmittel sein, welches eine synergistische Wirkung ergibt, wenn es mit einem 1-Hydroxymethylpyrazol kombiniert wird. Zu Beispielen gehören Hexahydro-1,3,5-tris(2-hydroxyethyl)-s-triazin, Bis-1,4-(bromacetoxy)-2-buten; 2-Brom-2-nitropropan-1,3-diol; Dimethylhydantoin; Imidazolidinylharnstoff (auch als N,N'-Methylen-bis(N¹-[1-hydroxymethyl)-2,5-dioxo-4- imidazolidinyl]-harnstoff bezeichnet); Diazolidinylharnstoff (auch als N-(Hydroxymethyl)- N-(1,3-dihydroxymethyl-2,5-dioxo-4-imidazolidinyl)-N-(hydroxymethyl)-harnstoff bezeichnet; ein Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on und 2-Methyl-4- isothiazolin-3-on; 1-(3-Chlorallyl)-3,5,7-triaza-1-azoniaadamantanchlorid; und C1-C&sub6;-Alkylhydroxybenzoat. Ferner können auch Gemische aus diesen Konservierungsmitteln verwendet werden. Wenn solche Gemische in Kombination mit Dimethylhydroxymethylpyrazol verwendet werden, weist mindestens eines der Konservierungsmittel in den Gemischen eine synergistische Beziehung zu dem Dimethylhydroxymethylpyrazol auf. In der Erfindung brauchbare Konservierungsmittel sind im Handel erhältlich oder können aus im Handel erhältlichen Ausgangsmaterialien synthetisiert werden. Zu Beispielen für im Handel erhältliche Konservierungsmittel gehören Busan® 1210 (Bis-1,4- (bromacetoxy)-2-buten - erhältlich von Buckman Laboratories International), Kathon CG (Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on und 2-Methyl-4-isothiazolin-3-on - erhältlich von Rohm & Haas), Dowicil 200 (CIS-Isomer von 1-(3-Chlorallyl)-3,5,7-triaza- 1-azoniaadamantanchlorid - erhältlich von Dow Chemical Co.), Propyl Paraben (C&sub1;-C&sub6;-Alkylhydroxybenzoat - erhältlich von verschiedenen Lieferanten), Busan® 1506 (Hexahydro-1,3,5-tris(2-hydroxyethyl)-5-triazin - erhältlich von Buckman Laboratories International), Sodium Omadine (Natrium-2-pyridinthiol-1-oxid - erhältlich von Olin Chemical Co.), Germall II (N-(Hydroxymethyl)-N-(1,3-dihydroxymethyl-2,5-dioxo-4- imidazolidinyl)-N-(hydroxymethyl)-harnstoff oder Diazolidinylharnstoff -erhältlich von Sutton Laboratories), Bronopol (2-Brom-2-nitropropan-1,3-diol - erhältlich von Boots Chemical) und Glydant (Dimethylhydantoin - erhältlich von Sutton Laboratories).
  • Das Konservierungsmittel kann auf der Grundlage der Verträglichkeit mit den Materialien oder Medien ausgewählt werden. Die Verträglichkeit wird anhand von Kriterien wie etwa der Löslichkeit in dem flüssigen System und dem Fehlen einer Reaktivität mit der in Frage kommenden Flüssigkeit bzw. dem in Frage kommenden Material oder Medium festgestellt. Im Hinblick auf die vorliegende Erfindung wird die Verträglichkeit durch einen Fachmann leicht festgestellt, indem das Konservierungsmittel dem zu verwendenden Material oder Medium zugegeben wird (z. B. auf die Oberfläche aufgetragen wird, in die Flüssigkeit, das Material oder Medium eingearbeitet wird und dergleichen). Wenn es in einem flüssigen System verwendet wird, ist es bevorzugt, dass das Konservierungsmittel in der speziellen Flüssigkeit leicht löslich ist, was zu einer einheitlichen Lösung oder Dispersion führt.
  • So wie diese Begriffe hier verwendet werden, bedeutet "Verhindern" des Verderbs (welches ein Abschwächen einschließt), dass die vorliegende Erfindung praktisch das Wachstum von mindestens einem Mikroorganismus "bekämpft", der zumindest teilweise für den Verderb verantwortlich ist. Es versteht sich ferner, dass durch "Bekämpfen" (d. h. Verhindern) das Wachstum von mindestens einer von diesen Arten von Mikroorganismen gehemmt wird. Mit anderen Worten gibt es kein Wachstum oder im Wesentlichen kein Wachstum von mindestens einem Mikroorganismus. "Bekämpfen" des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus hält die Mikroorganismenpopulation auf einem gewünschten Niveau, verringert die Population auf ein gewünschtes Niveau (sogar bis zu nicht nachweisbaren Grenzen, z. B. eine Nullpopulation) und/oder hemmt das Wachstum des Mikroorganismus. So werden die Substrate oder Materialien, die für einen Befall durch diese Arten von Mikroorganismen anfällig sind, vor diesem Befall und dem daraus folgenden Verderb und anderen schädlichen Wirkungen, die durch die Mikroorganismen verursacht werden, bewahrt. Ferner versteht sich auch, dass "Bekämpfen" des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus auch das biostatische Verringern und/oder Beibehalten eines niedrigen Niveaus von Mikroorganismen einschließt, so dass der Befall durch Mikroorganismen und ein daraus folgender Verderb oder andere schädliche Wirkungen abgeschwächt werden, d. h. die Wachstumsgeschwindigkeit von Mikroorganismen oder die Geschwindigkeit des Mikroorganismenbefalls verlangsamt oder eliminiert wird.
  • In der folgenden Erörterung von bevorzugten Ausführungsformen ist die Komponente (a) 3,5-Dimethyl-1-hydroxymethylpyrazol und die Komponente (b) ist ein Konservierungsmittel.
  • Wie vorstehend beschrieben werden die Komponenten (a) und (b) in synergistisch wirksamen Mengen verwendet. Die Gewichtsverhältnisse von (a) zu (b) schwanken je nach der Art der Mikroorganismen, des Materials oder der Medien, auf welche die Zusammensetzung angewandt wird. Im Allgemeinen liegt das Verhältnis von Komponente (a) zu Komponente (b) vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 99, mehr bevorzugt von 1 : 30 bis 30 : 1 und am meisten bevorzugt von 1 : 5 bis 5 : 1.
  • Die folgenden Gewichtsverhältnisse von Dimethylhydroxymethylpyrazol zu den folgenden Konservierungsmitteln sind ebenfalls bevorzugt:
  • Busan® 1504 : Busan® 1210 80 : 0,01 bis 1 : 2
  • Busan® 1504 : Kathon CG® 80 : 1 bis 1 : 2
  • Busan® 1504 : Dowicil 200TM 10 : 1 bis 1 : 20
  • Busan® 1504 : Propyl Paraben 8 : 1 bis 1 : 10
  • Busan® 1504 : Methyl Paraben 8 : 1 bis 1 : 80
  • Busan® 1504 : Busan® 1506 16 : 1 bis 1 : 30
  • Busan® 1504 : Sodium Omadine 50 : 0,1 bis 1 : 10
  • Busan® 1504 : Germall II® 4 : 1 bis 0,1 : 25
  • Busan® 1504 : Germall 115® 0,8 : 1 bis 0,1 : 16
  • Busan® 1504 : Bronopol® 80 : 1 bis 1 : 60
  • Busan® 1504 : Glydant® 7 : 1 bis 0,1 : 25
  • Je nach der speziellen Anwendung kann die Zusammensetzung in flüssiger Form durch Auflösen der Zusammensetzung in einem organischen Lösungsmittel hergestellt werden. Das Konservierungsmittel kann in Form einer Emulsion durch Emulgieren des Konservierungsmittels in Wasser oder, falls dies erforderlich ist, durch Zugeben eines oberflächenaktiven Stoffes hergestellt werden. Weitere Chemikalien wie etwa Korrosionsschutzmittel, Leistungsförderer (performing agents) und Insektizide können der vorstehenden Zubereitung zugegeben werden.
  • Die synergistische Aktivität der vorstehend beschriebenen Kombinationen ist unter Verwendung von Standardlabormethoden bestätigt worden, wie nachstehend erläutert wird. Die folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung erläutern und nicht beschränken.
  • Mikrobiologische Bewertung A. Pilzbewertung
  • Es wurde ein Mineralsalz-Glucose-Medium verwendet. Um das Medium herzustellen, wurden die folgenden Inhaltsstoffe zu 1 Liter entionisiertem Wasser zugegeben: 0,7 g KH&sub2;PO&sub4;, 0,7 g MgSO&sub4;·7H&sub2;O, 1,0 g NH&sub4;NO&sub3;, 0,005 g NaCl, 0,002 g FeSO&sub4;·7H&sub2;O, 0,002 g ZnSO&sub4;·7H&sub2;O, 0,001 g MnSO&sub4;·7H&sub2;O, 10 g Glucose. Der pH des Mediums wurde mit 1 N NaOH auf 6 eingestellt. Das Medium wurde in 5,0 ml-Mengen in Reagenzgläser verteilt und 20 Minuten bei 121ºC autoklaviert. Der Pilz, A. niger, wurde auf Kartoffeldextrose-Schrägagar für 7 bis 10 Tage wachsen gelassen und eine Sporensuspension durch Herunterspülen der Sporen von dem Schrägagar in eine sterile Salzlösung hergestellt. Nach der Zugabe der Biozide in den gewünschten Konzentrationen zu dem sterilen Mineralsalz-Glucose-Medium wurde die Pilzsporensuspension zugegeben (0,1 ml Inokulum). Die Sporenendkonzentration betrug ungefähr 10&sup6; cfu/ml. Die inokulierten Medien wurden bei 28ºC 10 bis 14 Tage inkubiert.
  • B. Bakterielle Bewertung
  • Es wurde ein Nährbrühe-Wachstumsmedium verwendet. Um das Medium herzustellen, wurden die folgenden Inhaltsstoffe zu 1 Liter entionisiertem Wasser zugegeben: 8,0 g NaCl, 1,0 g Glucose und 1,0 g Trypton. Der pH des Mediums wurde mit 1 N HCl auf 6 eingestellt. Dieses Medium wurde in 5 ml-Mengen in Reagenzgläser verteilt und 20 Minuten bei 121ºC autoklaviert. Nach der Zugabe der Biozide in den gewünschten Konzentrationen zu der Nährbrühe wurden 100 Mikroliter einer Suspension von Pseudomonas aeruginosa-Zellen mit ungefähr 10&sup6; cfc/ml zugegeben und 5 bis 7 Tage bei 37ºC inkubiert.
  • In den Beispielen wurde eine synergistische Wirkung in getrennten Experimenten durch Testen von 3,5-Dimethyl-1-hydroxymethylpyrazol, bezeichnet als Komponente A, und dem entsprechenden Konservierungsmittel oder seinem Salz als Komponente B in einer Testreihe in verschiedenen Verhältnissen und Konzentrationsbereichen gegen den Pilz Aspergillus niger und auch gegen das Bakterium Pseudomonas aeruginosa gezeigt, wobei die vorstehend beschriebenen Verfahren verwendet wurden.
  • Die niedrigste Konzentration von jedem Gemisch oder jeder Verbindung, welche das Wachstum des Pilzes ungefähr 2 Wochen lang (10 bis 14 Tage) und des Bakteriums ungefähr 1 Woche lang (5 bis 7 Tage) verhinderte, wurde als die Endpunkte für Synergieberechnungen herangezogen. Die Endpunkte für die verschiedenen Gemische wurden anschließend mit den Endpunkten für die reinen Wirkstoffe allein in gleichzeitig hergestellten Kolben oder Reagenzgläsern verglichen.
  • Eine Synergie wurde durch das von Kull, E. C., Eisman, P. C., Sylwestrwicz, H. D. und Mayer, R. L. 1961, Applied Microbiology, 9: 538-541 beschriebene Verfahren gezeigt, worin
  • QA/Qa + QB/Qb weniger als 1 beträgt
  • Qa (Busan® 1504) = Konzentration von Verbindung A in Teilen pro Million, allein wirkend, welche einen Endpunkt ergab.
  • Qb (Konservierungsmittel) = Konzentration von Verbindung B in Teilen pro Million, allein wirkend, welche einen Endpunkt ergab.
  • QA (Busan® 1504) = Konzentration von Verbindung A in Teilen pro Million, in dem Gemisch, welche einen Endpunkt ergab.
  • QB (Konservierungsmittel) = Konzentration von Verbindung B in Teilen pro Million, in dem Gemisch, welche einen Endpunkt ergab.
  • Wenn die Summe von QA/Qa und QB/Qb größer als eins ist, wird ein Antagonismus angezeigt, und wenn die Summe gleich eins ist, wird eine Additivität angezeigt. Wenn die Summe dieses Wertes weniger als eins beträgt, liegt eine Synergie vor.
  • Diese Vorgehensweise zum Zeigen einer Synergie der Zusammensetzungen dieser Erfindung ist eine häufig verwendete und annehmbare Vorgehensweise. Ausführlichere Information wird in dem Artikel von Kull et al. gegeben. Weitere Information, die diese Vorgehensweise betrifft, ist im US-Patent Nr. 3,231,509 enthalten.
  • Im Allgemeinen kann jedoch eine wirksame fungizide und bakterizide Reaktion erhalten werden, wenn die synergistische Kombination in Konzentrationen im Bereich von 0,1 bis 10000 ppm, vorzugsweise 0,1 bis 5000 ppm und am meisten bevorzugt ungefähr 1 bis 2000 ppm eines 1-Hydroxymethylpyrazols, und von 0,1 bis 10000 ppm, vorzugsweise 0,1 bis 5000 ppm und am meisten bevorzugt 1 bis 3000 ppm eines Konservierungsmittels eingesetzt wird. Tabelle 1 Zusammenfassung der Synergie in einem antibakteriellen Test (gegen Ps. aeruginosa) Tabelle 2 Zusammenfassung der Synergie in einem antimykotischen Test (gegen A. niger)
  • *SI = 1 (additiv) oder SI > 1 (antagonistisch) wurden nichtaufgenommen. Tabelle 3 Kombination von Busan 1504 mit Busan 1210 gegen Ps. aeruginosa Tabelle 4 Kombination von Busan 1504 mit Busan 1210 gegen A. niger Tabelle 5 Kombination von Busan 1504 mit Kathon CG gegen Ps. aeruginosa Tabelle 6 Kombination von Busan 1504 mit Kathon CG gegen A. niger Tabelle 7 Kombination von Busan 1504 mit Dowicil 200 gegen Ps. aeruginosa Tabelle 8 Kombination von Busan 1504 mit Dowicil 200 gegen A. niger Tabelle 9 Kombination von Busan 1504 und Propyl Paraben gegen Ps. aeruginosa Tabelle 10 Kombination von Busan 1504 mit Propyl Paraben gegen A. niger Tabelle 11 Kombination von Busan 1504 und Methyl Paraben gegen Ps. aeruginosa Tabelle 12 Kombination von Busan 1504 mit Methyl Paraben gegen A. niger Tabelle 13 Kombination von Busan 1504 mit Busan 1506 gegen Ps. aeruginosa Tabelle 14 Kombination von Busan 1504 mit Busan 1506 gegen A. niger Tabelle 15 Kombination von Busan 1504 mit Sodium Omadine gegen Ps. aeruginosa Tabelle 16 Kombination von Busan 1504 und Sodium Omadine gegen A. niger Tabelle 17 Kombination von Busan 1504 und Germall II gegen Ps. aeruginosa Tabelle 18 Kombination von Busan 1504 und Germall II gegen A. niger Tabelle 19 Kombination von Busan 1504 und Germall 115 gegen Ps. aeruginosa Tabelle 20 Kombination von Busan 1504 mit Germall 115 gegen A. niger Tabelle 21 Kombination von Busan 1504 und Bronopol gegen Ps. aeruginosa Tabelle 22 Kombination von Busan 1504 mit Bronopol gegen A. niger Tabelle 23 Kombination von Busan 1504 mit Glydant gegen Ps. aeruginosa Tabelle 24 Kombination von Busan 1504 mit Glydant gegen A. niger

Claims (11)

1. Zusammensetzung umfassend:
(a) eine Verbindung mit der Formel (I)
worin R und R' unabhängig ausgewählt werden aus Wasserstoff und Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R" ein Bestandteil ist, der ausgewählt wird aus der Gruppe bestehend aus (a) Wasserstoff, (b) einem Halogenatom, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus F, Cl, Br und I, und (c) einer Nitrogruppe, oder das Hydrochloridsalz dieser Verbindung; und
(b) mindestens ein Konservierungsmittel, ausgewählt aus Hexahydro-1,3,5-tris(2- hydroxyethyl)-s-triazin, Bis-1,4-(bromacetoxy)-2-buten; 2-Brom-2-nitropropan- 1,3-diol; Dimethylhydantoin; Imidazolidinylharnstoff; Diazolidinylharnstoff; einem Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on und 2-Methyl-4-isothiazolin-3-on; 1-(3-Chlorallyl)-3,5,7-triaza-1-azoniaadamantanchlorid; oder C&sub1;-C&sub6;-Alkylhydroxybenzoat, wobei die Komponenten (a) und (b) in einer kombinierten Menge vorhanden sind, die zum Bekämpfen des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus synergistisch wirksam ist.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin die Verbindung der Formel I 3,5-Dimethyl-1-hydroxymethylpyrazol ist.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, worin der Mikroorganismus ein Bakterium oder Pilz oder Gemische davon ist.
4. Zusammensetzung nach Anspruch 3, worin das Bakterium oder der Pilz Aspergillus niger oder Pseudomonas aeruginosa ist.
5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, worin das Gewichtsverhältnis von (a) zu (b) 0,1 : 99 bis 99 : 0,1 beträgt.
6. Zusammensetzung nach Anspruch 5, worin das Gewichtsverhältnis von (a) zu (b) 1 : 30 bis 30 : 1 beträgt.
7. Zusammensetzung nach Anspruch 6, worin das Gewichtsverhältnis von (a) zu (b) 1 : 5 bis 5 : 1 beträgt.
8. Verfahren zum Bekämpfen des Wachstums von mindestens einem Mikroorganismus in oder auf einem Material oder Medium, das für einen Befall durch den Mikroorganismus anfällig ist, umfassend den Schritt des Zugebens zu dem Material oder Medium
(a) einer Verbindung mit der Formel (I)
worin R und R' unabhängig ausgewählt werden aus Wasserstoff und Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R" ein Bestandteil ist, der ausgewählt wird aus der Gruppe bestehend aus (a) Wasserstoff, (b) einem Halogenatom, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus F, Cl, Br und I, und (c) einer Nitrogruppe, oder des Hydrochloridsalzes dieser Verbindung; und
(b) mindestens eines Konservierungsmittels, ausgewählt aus Hexahydro-1,3,5- tris(2-hydroxyethyl)-s-triazin, Bis-1,4-(bromacetoxy)-2-buten; 2-Brom-2- nitropropan-1,3-diol; Dimethylhydantoin; Imidazolidinylharnstoff; Diazolidinylharnstoff; einem Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on und 2-Methyl-4-iso-thiazolin-3-on; 1-(3-Chlorallyl)-3,5,7-triaza-1-azoniaadamantanchlorid; und C&sub1;-C&sub6;-Alkylhydroxybenzoat, in Mengen, die zum Bekämpfen dieses Wachstums synergistisch wirksam sind.
9. Verfahren zum Verhindern des durch Bakterien und/oder Pilze verursachten Verderbs von einem Material oder Medium, umfassend den Schritt des Zugebens zu einem Material oder Medium
(a) einer Verbindung mit der Formel (I)
worin R und R' unabhängig ausgewählt werden aus Wasserstoff und Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R" ein Bestandteil ist, der ausgewählt wird aus der Gruppe bestehend aus (a) Wasserstoff, (b) einem Halogenatom, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus F, Cl, Br und I, und (c) einer Nitrogruppe, oder des Hydrochloridsalzes dieser Verbindung; und
(b) mindestens eines Konservierungsmittels, ausgewählt aus Hexahydro-1,3,5- tris(2-hydroxyethyl)-s-triazin, Bis-1,4-(bromacetoxy)-2-buten; 2-Brom-2- nitropropan-1,3-diol; Dimethylhydantoin; Imidazolidinylharnstoff; Diazolidinylharnstoff; einem Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on und 2-Methyl-4-iso-thiazolin-3-on; 1-(3-Chlorallyl)-3,5,7-triaza-1-azoniaadamantanchlorid; und C&sub1;-C&sub6;-Alkylhydroxybenzoat, in Mengen, die zum Verhindern und/ oder Abschwächen des Verderbs synergistisch wirksam sind.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, worin es sich bei dem Material oder Medium um Holzzellstoff, Holzschnitzel, Holz, Schnittholz, Anstrichfarben, Farbstoffe, Ledermaterialien, Klebstoffe, Beschichtungsmaterialien, Tierhäute, Gerbbrühen, Papierfabrikablaugen, Metallbearbeitungsmedien, Stärke, Petrochemikalien, Acryllatexanstrichmittelemulsionen, pharmazeutische Formulierungen, Kühlturmwasser, Kosmetika und Toilettenartikelformulierungen, Textilien, einfließende und abfließende Werksanlagenwässer, Abwasser, geologische Bohrschmiermittel oder Agrochemikalienzusammensetzungen handelt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, worin das Material oder Medium in Form eines Feststoffes, einer Dispersion, einer Emulsion oder einer Lösung vorliegt.
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