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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Trinkwasserzusatz für Geflügel, der
wirksam ist bei der Verminderung des Körpergewichtverlustes bei Geflügel, insbesondere
bei Geflügel
für die
Fleischproduktion, nach Futterentzug vor dem Schlachten des Geflügels und
der wirksam ist bei der Reduktion schädlicher Bakterien wie die der
Gattung Salmonella im Darm des Geflügels. Die vorliegende Erfindung
betrifft auch ein Verfahren zur Verabreichung solch eines Zusatzes
an Geflügel,
ein Verfahren zur Verminderung des Körpergewichtverlustes bei Geflügel für die Fleischproduktion
genauso wie ein Verfahren zur Reduktion schädlicher Bakterien im Darm des
Geflügels
für die
Fleischproduktion oder bei Legehennen.
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Es
ist bekannt, dass lebende Bakterien der Gattung Bacillus Wirkungen
haben, die zur Verbesserung der körperlichen Verfassung des Geflügels (
JP-B-61-59092 )
und zur Unterdrückung
pathogener Bakterien (
JP-A-9-163937 )
führen.
Insbesondere ist bereits bekannt, dass Bacillus subtilis C-3102
(FERM BP-1096) nützlich
ist für
die Unterstützung
der Gewichtszunahme bei Geflügel
(
JP-B-3-79988 )
und zur Reduktion von Bakterien der Gattung Salmonella im Darm des
Geflügels
(
Japanisches Patent Nr.: 2528055 ).
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Es
ist bekannt, dass lebende Bakterien der Gattung Bacillus solche
Effekte zeigen, wenn die Bakterien mit Futterpulver gemischt werden.
Des Weiteren beschreibt
EP-A-0281091 die
Zugabe von lebenden Zellen von Bacillus polymyxa in das Futter oder
das Trinkwasser, die insbesondere bei Geflügel zur Reduktion von schädlichen
Bakterien im Magen/Darm und für
die Verbesserung der Körpergewichtszunahme
nützlich
ist.
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Es
ist auch bekannt, dass ein Rückgang
der Körpergewichtszunahme
bei Geflügel
für die
Fleischproduktion, infolge verminderter Futteraufnahme wegen Hitzestress,
verhindert werden kann, indem Trinkwasser an das Geflügel verabreicht
wird, das 1 bis 10 Gewichtsprozent Monosaccharide und gegebenenfalls
0,1 bis 1,0 Gewichtsprozent Natriumhydrogencarbonat enthält (
JP-A-8-214790 ).
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Wenn
das Schlachten des Geflügels
für die
Fleischproduktion zur Kontamination des Schlachtkörpers mit
den Darminhalten führt,
können
Bakterien, welche die Darmflora des Geflügels bilden, an dem Fleischanteil haften
und während
des Vertriebs wachsen, einige von ihnen können Nahrungsmittelvergiftungen
verursachen. Daher ist es wünschenswert
die Unterdrückung
des Wachstums solch schädlicher
Darmbakterien, einschließlich
Bakterien der Gattung Salmonella, bei so geringen Bakterienmengen
wie möglich
zu beginnen, solange das Geflügel
noch lebt. Für
dieses Vorhaben wird manchmal an das Geflügel Futter verabreicht, das
eine Unterdrückung
von schädlichen
Darmbakterien bewirkt. Um beim Schlachten eine Kontamination des
Geflügelfleisches
mit Darminhalten zu verhindern, lässt man das Geflügel andererseits
für etwa
einen Tag vor dem Schlachten durch Wegnahme des Futters („Futterentzug") fasten, damit vor
dem Schlachten die Menge des Darminhaltes des Geflügels minimiert
wird. Jedoch führt
der Futterentzug vor dem Schlachten zum Körpergewichtverlust und daher
zur Reduktion der Produktivität.
Ferner frisst Geflügel
für die
Fleischproduktion seine eigenen Exkremente, wenn es ausgehungert
wird, was in Kombination mit dem Stress durch das Fasten eine Veränderung
des Gleichgewichts der Darmflora verursacht. Demzufolge neigen schädliche Darmbakterien
wie die der Gattung Salmonella dazu, schnell zuzunehmen.
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Der
Futterentzug wird auch bei Legehennen angewendet. Zum Beispiel lässt man
zur Behebung einer Abnahme der Eieranzahl, die von den Legehennen
zu legen ist, die Legehennen für
etwa eine Woche durch Wegnahme des Futters und alleiniger Gabe von
Trinkwasser während
dieser Zeit fasten, um die Legehennen zum Legen von mehr Eiern zu
veranlassen. In diesem Zeitraum mausern sich die Legehennen. Entsprechend wird
dies als Zwangsmauser bezeichnet. Da sie ausgehungert sind, fressen
die Legehennen während
der Zwangsmauser, genauso wie die das Geflügel für die Fleischproduktion, ihre
eigenen Exkremente, was in Kombination mit dem Stress durch das
Fasten eine Veränderung
des Gleichgewichts der Darmflora verursacht. Demzufolge neigen schädliche Darmbakterien
wie die der Gattung Salmonella dazu, schnell zuzunehmen und verursachen
Kontaminationen der produzierten Eier mit den schädlichen
Bakterien.
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Demzufolge
ist es geboten, ein Verfahren zur Verhinderung des Wachstums von
schädlichen
Bakterien bei Geflügel
zu entwickeln, während
der Körpergewichtsverlust
des Geflügels
nach dem Futterentzug vor dem Schlachten vermindert wird und die
Darminhalte minimiert werden, und ein Verfahren zur Verhinderung des
Wachstums von schädlichen
Darmbakterien bei Legehennen während
der Zwangsmauser.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Trinkwasserzusatz
für Geflügel und
ein Verfahren zur Verabreichung eines solchen Zusatzes zu liefern,
welches einen Körpergewichtsverlust
bei Geflügel für die Fleischproduktion
nach Futterentzug vor dem Schlachten vermindert und welches schädliche Bakterien wie
beispielsweise Bakterien der Gattung Salmonella im Darm des Geflügels für die Fleischproduktion
und bei Legehennen während
der Dauer des Futterentzuges reduzieren kann.
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Eine
andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren
zur Verminderung des Körpergewichtsverlustes
bei Geflügel
für die
Fleischproduktion zu liefern, welches wirksam die Verminderung des Körpergewichtsverlustes
bei Geflügel
für die
Fleischproduktion nach Futterentzug vor dem Schlachten verwirklicht.
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Eine
andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren
zur Reduktion schädlicher
Bakterien im Darm von Geflügel
für die
Fleischproduktion zu liefern, welches wirksam die Reduktion von
schädlichen
Bakterien wie beispielsweise Bakterien der Gattung Salmonella im
Darm des Geflügels
für die
Fleischproduktion nach Futterentzug vor dem Schlachten verwirklicht.
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Eine
andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren
zur Reduktion schädlicher
Bakterien im Darm von Legehennen zu liefern, welches wirksam die
Reduktion von schädlichen
Bakterien wie beispielsweise Bakterien der Gattung Salmonella im
Darm der Legehennen während
der Zwangsmauser verwirklicht.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein Verfahren zur Verminderung des Körpergewichtsverlustes bei
Geflügel
für die
Fleischproduktion bereitgestellt, umfassend die orale Verabreichung
einer wirksamen Menge eines Trinkwassergemisches für Geflügel an Geflügel für die Fleischproduktion
nach Futterentzug für
mindestens einen Tag unmittelbar vor der Schlachtung, wobei die
wirksame Menge den Körpergewichtsverlust
des Geflügels
nach Futterentzug vor dem Schlachten wirksam vermindert; wobei das
Trinkwassergemisch für
Geflügel
hergestellt worden ist, indem ein Trinkwasserzusatz für Geflügel, der
lebende Bakterien der Art Bacillus subtilis und Monosacchariden
enthält,
in Trinkwasser für Geflügel aufgelöst und suspendiert
wurde, wobei das Mischungsverhältnis
der lebenden Bakterien und der Monosaccharide 106 bis
1010 Zellen der lebenden Bakterien pro 1
bis 10 g der Monosaccharide beträgt,
und das Schlachten des Geflügels
für die
Fleischproduktion.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ferner die Verwendung von Bacillus subtilis und Monosacchariden
zur Herstellung eines Medikaments bereitgestellt, das dem Geflügel im Trinkwasser
während
des Futterentzugs verabreicht werden soll, zur Reduktion schädlicher
Bakterien im Darm eines Geflügels,
wobei das Mischungsverhältnis
der lebenden Bakterien und der Monosaccharide vor dem Auflösen und
Suspendieren in Trinkwasser für
Geflügel
106 bis 1010 Zellen
der lebenden Bakterien pro 1 bis 10 g der Monosaccharide beträgt.
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Die
vorliegende Anmeldung betrifft ein Verfahren zur Reduktion schädlicher
Bakterien im Darm von Geflügel
für die
Fleischproduktion, umfassend die orale Verabreichung einer wirksamen
Menge eines Trinkwassergemisches für Geflügel an Geflügel für die Fleischproduktion für mindestens
einen Tag unmittelbar vor der Schlachtung, wobei die wirksame Menge
wirksam die schädlichen
Bakterien im Darm des Geflügels
nach Futterentzug vor dem Schlachten reduziert, wobei das Trinkwassergemisch
für Geflügel hergestellt
worden ist durch Auflösen
und Suspendieren des Trinkwasserzusatzes für Geflügel in Trinkwasser für Geflügel.
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Die
vorliegende Anmeldung betrifft ein Verfahren zur Reduktion schädlicher
Bakterien im Darm einer Legehenne, umfassend die orale Verabreichung
einer wirksamen Menge eines Trinkwassergemisches für Geflügel an eine
Legehenne für
mindestens einen Tag während
der Zwangsmauser der Legehenne, wobei die wirksame Menge die schädlichen
Bakterien im Darm der Legehenne während der Zwangsmauser wirksam
reduziert, wobei das Trinkwassergemisch für Geflügel hergestellt worden ist
durch Auflösen
und Suspendieren eines Trinkwasserzusatzes für Geflügel.
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1 ist
ein Diagramm, das die Ergebnisse der in Beispiel 2 und den Vergleichsbeispielen
1 und 2 ausgeführten
Tests zeigt.
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Als
Wirkstoffe enthält
der erfindungsgemäße Trinkwasserzusatz
für Geflügel lebende
Bakterien der Art Bacillus subtilis und Monosaccharide und wird
vor dem Gebrauch in Trinkwasser für Geflügel aufgelöst und suspendiert, bevor er
oral an Geflügel
in Form eines Trinkwassergemisches für Geflügel verabreicht wird.
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Der
Zusatz ist besonders wirksam für
die Verminderung des Körpergewichtsverlustes
bei Geflügel
für die
Fleischproduktion nach Futterentzug vor dem Schlachten und für die Reduktion
oder Unterdrückung
des Wachstums von schädlichen
Bakterien im Darm des Geflügels
für die
Fleischproduktion nach Futterentzug vor dem Schlachten oder bei
Legehennen während
der Zwangsmauser.
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Die
lebenden Bakterien der Gattung Bacillus schließen lebende Bakterien von den
Stämmen
ein, deren Sicherheit bestätigt
wurde, wie beispielsweise solche, die Lebensmittelqualität aufweisen
oder solche die aus gesundem Nutzvieh oder Geflügel gesammelt wurden. Zum Beispiel
Bacillus subtilis, Bacillus coagulans, Bacillus licheniformis, Bacillus
pumilus oder Bacillus lentus können
verwendet werden. Unter diesen wird Bacillus subtilis C-3102 (hinterlegt
im Fermentation Research Institute, Agency of Industrial Science
and Technology, Japan, unter Nr. 1096; FERM BP-1096, hinterlegt
28. Juni 1986) besonders bevorzugt wegen seiner außerordentlichen
Fähigkeit,
das Körpergewicht
des Geflügels
zu erhöhen
und das Wachstum von schädlichen Darmbakterien
zu unterdrücken.
Bacillus subtilis C-3102 ist schon verwendet worden als probiotischer
Futtermittelzusatz und seine Sicherheit ist bestätigt worden. Des Weiteren sollte,
wenn Bacillus subtilis für
die Herstellung von klebrigen, vergorenen Sojabohnen (Natto) verwendet
wird, die klebrige Eigenschaft des vergorenen Produktes, die sich
auf Polyglutaminsäure
und Fructan gründet,
berücksichtigt
werden, da diese Eigenschaft die Verfahrenseffizienz des Herstellungsprozess
beeinflusst. Wenngleich Bakterien der Gattung Bacillus auch Bakterienarten
einschließen,
die Lebensmittelvergiftungen verursachen, wie beispielsweise Bacillus
cereus, sind solche Lebensmittelvergiftungen verursachenden Bakterienarten
vom erfindungsgemäßen Schutzbereich
ausgeschlossen, da sie nicht die Aufgaben der vorliegenden Erfindung
erfüllen.
Demgemäß ist es wichtig
Bakterienarten auszuwählen,
die keine Lebensmittelvergiftung hervorrufen.
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Die
lebenden Bakterien der Gattung Bacillus können in festem oder flüssigem Medium
gezüchtet
werden, das eine Kohlenstoffquelle, eine Stickstoffquelle, anorganische
Stoffe, Vitamine, Aminosäuren
und Ähnliches
enthält,
was gewöhnlich
für die
Züchtung
von Mikroorganismen verwendet wird. Die Kohlenstoffquelle ist nicht
besonders eingeschränkt,
solange es sich um eine Kohlenstoffverbindung handelt, die von den
gezüchteten
Bakterien assimiliert werden kann, und kann Glucose, Saccharose,
Stärke
oder Melasse sein. Die Stickstoffquelle kann zum Beispiel Pepton,
Fleischextrakt, Caseinhydrolysat oder Ammoniumsulfat sein. Gegebenenfalls
können
dem Medium Salze wie Phosphate, Magnesium, Natrium, Kalium, Eisen
oder Mangan, Vitamine, Aminosäuren,
ein Schaumdämpfungsmittel
oder ein oberflächenaktives
Mittel zugegeben werden.
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Die
Bakterien werden vorzugsweise unter aeroben Bedingungen mit einem
anfänglichen
pH-Wert des Mediums, der vorzugsweise 5-9 beträgt, stärker bevorzugt 6-8, bei vorzugsweise
20 bis 50°C,
stärker
bevorzugt bei 30 bis 45°C,
für die
Dauer von 12 Stunden bis 7 Tage gezüchtet.
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Jede
beliebige Kultur an sich, die die gezüchteten lebenden Bakterien
der Art Bacillus subtilis enthält, ein
Kondensat davon und die Bakterien, die von der Kultur isoliert wurden,
können
als Wirkstoff des Zusatzes verwendet werden. Der Wirkstoff enthält vorzugsweise
106 bis 1011 Zellen
der lebenden Bakterien, d.h. Sporen und/oder vegetative Zellen pro
Gramm des Wirkstoffes. Die lebenden Bakterien der Art Bacillus subtilis
an sich können
als Wirkstoff oder gegebenenfalls mit einem Träger gemischt getrocknet oder
formuliert werden und dann mit den Monosacchariden, die nachstehend
besprochen werden, gemischt werden, wodurch die Lagerung und der
Transport erleichtert werden. In einer anderen Ausführungsform
können
die Bakterien der Art Bacillus subtilis mit den Monosacchariden
gemischt werden, bevor sie mit einem Träger gemischt und formuliert werden.
Der Träger
ist nicht besonders eingeschränkt,
aber ist vorzugsweise wasserlöslich.
Bevorzugte Beispiele des Trägers
können
Dextrin, Saccharose, Lactose und Galactose umfassen. Wenn Monosaccharide
als Träger
ausgewählt
werden, wirken sie auch als Wirkstoff.
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Der
andere Wirkstoff des erfindungsgemäßen Trinkwasserzusatzes für Geflügel, die
Monosaccharide, zeigen in Verbindung mit den lebenden Bakterien
der Art Bacillus subtilis die Effekte der Verminderung des Körpergewichtverlustes
genauso wie eine Erhöhung
des Blutglucosespiegels des Geflügels,
wodurch dessen Hunger abgeschwächt
wird und das Geflügel
daran gehindert oder abgehalten wird seine eigenen Exkremente zu
fressen, um so die Ursache für
das Wachstum von schädlichen
Darmbakterien zu unterbinden. Zu den Beispielen für Monosaccharide
können
Glucose, Fructose, Galactose und Xylose gehören.
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Im
erfindungsgemäßen Trinkwasserzusatz
für Geflügel können die
lebenden Bakterien der Art Bacillus subtilis und die Monosaccharide
in Form eines getrockneten Gemischs in einem bestimmten Verhältnis vorliegen
oder einer Formulierung, hergestellt durch ein Gemisch aus lebenden
Bakterien der Art Bacillus subtilis und Monosacchariden in einem
bestimmten Verhältnis.
In einer anderen Ausführungsform
kann die Zubereitung der lebenden Bakterien und die Zubereitung
der Monosaccharide getrennt verpackt und vor dem Gebrauch in einem
bestimmten Verhältnis
in Trinkwasser aufgelöst
und suspendiert werden. Dieses bestimmte Verhältnis von lebenden Bakterien
zu den Monosacchariden, die im Trinkwasser für Geflügel aufgelöst und suspendiert werden,
ist vorzugsweise so, dass die Anzahl von lebenden Bakterien der
Art Bacillus subtilis vorzugsweise 104 bis
108 Zellen beträgt, stärker bevorzugt etwa 105 bis 108 Zellen
pro Milliliter Trinkwasser, und die Konzentration der Monosaccharide
liegt vorzugsweise bei 1 bis 10 Gewichtsprozent des Gesamtgewichts von
Trinkwasser und den Monosacchariden zusammen. Wenn die Anzahl der
lebenden Bakterien weniger als 104 Zellen/ml
beträgt,
kann die erwünschte
Wirkung nicht in ausreichendem Maß erreicht werden, wohingegen selbst
wenn die Anzahl der lebenden Bakterien über 108 Zellen/ml
hinausgeht, keine weitere Verbesserung der Wirkung erwartet werden
kann und somit nicht wirtschaftlich und nicht zu bevorzugen ist.
Wenn die Konzentration der Monosaccharide weniger als 1 Gewichtsprozent
beträgt,
können
die Effekte der Verminderung des Körpergewichtverlustes und die
Erhöhung
des Blutglucosespiegels nicht ausreichend erbracht werden, wohingegen
wenn die Konzentration 10 Gewichtsprozent überschreitet, die Viskosität des Trinkwassers
erhöht
wird, was dazu führen
kann, dass das Geflügel
eine geringere Menge Trinkwasser aufnimmt. Wenn des Weiteren die
lebenden Bakterien und die Monosaccharide im Voraus gemischt werden
oder die Zubereitung aus einem Gemisch von lebenden Bakterien und
Monsacchariden hergestellt wird, bevor sie in Trinkwasser aufgelöst und suspendiert
werden, ist das Mischungsverhältnis
der beiden Komponenten nicht besonders eingeschränkt, aber vorzugsweise werden
106 bis 1010 Zellen
der lebenden Bakterien der Art Bacillus subtilis mit 1 bis 10 g der
Monosaccharide gemischt.
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Der
erfindungsgemäße Trinkwasserzusatz
für Geflügel kann
verwendet werden, indem der Zusatz in Trinkwasser für Geflügel aufgelöst und suspendiert
wird, um ein Trinkwassergemisch für Geflügel der bevorzugten Konzentration
herzustellen, und das Trinkwassergemisch oral an Geflügel verabreicht
wird. Des Weiteren können
zum Beispiel geeignete Mengen von Vitaminen, Mineralien, Aminosäuren, Aromastoffen,
Säuerungsmittel,
Natriumhydrogencarbonat, Emulgatoren, Stabilisatoren oder oberflächenaktiver
Mittel gegebenenfalls zum Trinkwassergemisch für das Geflügel zugegeben werden. Die Wahl
des bevorzugten Zeitpunktes für
die Verabreichung dieses Trinkwassergemischs für Geflügel wird nachstehend beschrieben,
aber ist nicht zwangsläufig
darauf eingeschränkt.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zur Verabreichung des Zusatzes, das erfindungsgemäße Verfahren zur
Verminderung des Körpergewichtverlustes
bei Geflügel
für die
Fleischzucht, das erfindungsgemäße Verfahren
für die
Reduktion schädlicher
Darmbakterien bei Geflügel
für die
Fleischzucht und das erfindungsgemäße Verfahren zur Reduktion
von schädlichen
Darmbakterien bei Legehennen werden alle durch die orale Verabreichung
eines Trinkwassergemisches an Geflügel, das durch Auflösen und
Suspendieren des Zusatzes in Trinkwasser für Geflügel hergestellt wurde, charakterisiert.
Insbesondere bei Geflügel
für die
Fleischproduktion wird für
mindestens einen Tag unmittelbar vor der Schlachtung eine wirksame
Menge des Zusatzes oral verabreicht, d.h. im Trinkwasser verabreicht,
wohingegen bei Legehennen für
mindestens einen Tag während der
Zwangsmauser eine wirksame Menge des Zusatzes oral verabreicht,
d.h. im Trinkwasser verabreicht wird.
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Die
orale Verabreichung an Geflügel
kann zum Beispiel mittels fortwährender
oder unterbrochener Verabreichung während der vorherbestimmten
Verabreichungsdauer des Trinkwassergemisches für Geflügel, das durch Auflösen und
Suspendieren des erfindungsgemäßen Trinkwasserzusatzes
für Geflügel in Trinkwasser
für Geflügel in einem
bestimmten Mischungsverhältnis
hergestellt wurde, durchgeführt
werden. Die Anzahl der lebenden Bakterien der Art Bacillus subtilis
im Trinkwassergemisch für
Geflügel
beträgt
vorzugsweise 104 bis 108 Zellen/ml,
stärker
bevorzugt etwa 105 bis 108 Zellen/ml,
und die Konzentration der Monosaccharide liegt vorzugsweise bei
1 bis 10 Gewichtsprozent des Gesamtgewichts des Trinkwassers für Geflügel und
den Monosacchariden zusammen. Die Verabreichung für mindestens
einen Tag unmittelbar vor der Schlachtung kann ausreichend sein
bei Geflügel
für die
Fleischproduktion, aber gewöhnlich
ist eine tägliche
Verabreichung für zwei
bis sieben aufeinanderfolgende Tage unmittelbar vor der Schlachtung
wirksam. Zum Beispiel kann die Verabreichung nach dem Futterentzug
ausreichend sein, aber eine zusätzliche
Verabreichung vor dem Futterentzug kann eine stärkere Erhöhung des Körpergewichts bewirken und vorab
die Darmflora ausgleichen und wird daher bevorzugt. Zu bevorzugen
und am wirtschaftlichsten ist es, eine tägliche Verabreichung einer
wirksamen Dosis ein bis zwei Tage vor dem Futterentzug zu beginnen
und die tägliche
Verabreichung einer wirksamen Menge auch nach dem Futterentzug fortzuführen. Im
Falle von Legehennen kann eine Verabreichung einer wirksamen Dosis
für mindestes
einen Tag während
der Zwangsmauser ausreichend sein, aber eine zusätzliche Verabreichung vor oder
nach der Zwangsmauser kann auch effektiv sein. Eine tägliche und
fortwährende
Verabreichung einer wirksamen Dosis für einen bestimmten Zeitraum
oder während
der gesamten Zwangsmauser wird bevorzugt.
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Die
wirksame Dosis kann entsprechend festgelegt werden, aber gewöhnlich kann
eine tägliche
Dosis von 200 bis 500 ml des Trinkwassergemisches für Geflügel pro
Vogel und Tag vor und nach dem Futterentzug für die Verminderung des Körpergewichtverlustes
und die Reduktion schädlicher
Darmbakterien geeignet sein.
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Der
erfindungsgemäße Trinkwasserzusatz
für Geflügel enthält die lebenden
Bakterien der Art Bacillus subtilis und die Monosaccharide. Durch
die orale Verabreichung einer wirksamen Menge des Zusatzes an Geflügel für die Fleischproduktion
für die
Dauer von mindestens einem Tag unmittelbar vor dem Schlachten des Geflügels kann
daher der Körpergewichtsverlust
des Geflügels
vermindert werden, schädliche
Darmbakterien im Geflügel
werden reduziert und die Kontamination von Fleischanteilen mit lebensmittelvergiftenden
Bakterien wie die der Gattung Salmonella nach dem Schlachten wird
verhindert. Des Weiteren werden durch die orale Verabreichung einer
wirksamen Menge des Zusatzes an Legehennen für die Dauer von mindestens
einem Tag, während
der Zwangsmauser der Legehennen, schädliche Darmbakterien im Geflügel reduziert
und als Nebeneffekt davon schädlichen
Bakterien auf den gelegten Eiern reduziert oder eliminiert.
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Auf
Beispiele bezugnehmend wird die vorliegende Erfindung nun genauer
erklärt,
wobei die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt ist.
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BEISPIEL 1
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Männliche
Hähnchen
wurden im Alter von 48 Tagen in drei Gruppen von jeweils 10 Hähnchen mit ähnlichem
Gewicht aufgeteilt. Das Trinkwassergemisch A für Geflügel wurde hergestellt durch
Unterrühren
des Trinkwasserzusatzes für
Geflügel
in Trinkwasser für
Geflügel,
so dass das Gemisch A 4 Gewichtsprozent Glucose und 6 × 105 CFU/ml Bacillus subtilis C-3102 enthielt.
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Die
erste Gruppe der männlichen
Hähnchen
mit ähnlichem
Gewicht wurden mit normalem Festfutter (vermarktet von ITOCHU FEED
MILLS CO., LTD., Handelsname „BROACE
F") gefüttert und
ein freier und stetiger Zugang zum Trinkwassergemisch A für Geflügel für die ersten
zwei Tage des Tests gewährt.
Am darauffolgenden Tag wurde das Füttern mit dem Festfutter eingestellt,
und nur das Trinkwassergemisch A wurde für diesen Tag ohne Unterbrechung
gegeben. Die Körpergewichtszunahme
in den ersten zwei Tagen des Tests (Körpergewichtszunahme vor dem
Futterentzug), der Körpergewichtsverlust
am Tag des Futterentzuges (Körpergewichtsverlust
nach dem Futterentzug) und die Körpergewichtszunahme
nach einer dreitägigen
Testphase (Körpergewichtszunahme
während
der Testphase) wurden gemessen. Die Ergebnisse sind in 1 als
Mittelwert der Hähnchen
gezeigt.
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VERGLEICHSBEISPIELE 1 UND 2
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Jede
der zweiten und dritten Gruppe der männlichen Hähnchen mit ähnlichem Gewicht, die in Beispiel 1
aufgeteilt wurden, wurde den gleichen Testbedingungen wie in Beispiel
1 ausgesetzt, außer
dass das Trinkwassergemisch A durch Wasser (Vergleichsbeispiel 1)
beziehungsweise durch das Trinkwassergemisch B, das 4 Gewichtsprozent
Glucose enthielt (Vergleichsbeispiel 2), ersetzt wurde, und die Änderung
des Körpergewichtes
der Hähnchen
wurde gemessen. Die Ergebnisse sind in 1 gezeigt.
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1 zeigt,
dass sowohl die Körpergewichtszunahme
in den zwei Tagen vor dem Futterentzug als auch die Körpergewichtszunahme
nach der dreitägigen
Testphase am größten war
in der Gruppe, der das Trinkwassergemisch A (Beispiel 1) gegeben
wurde, dann in der Gruppe, der das Trinkwassergemisch B (Vergleichsbeispiel
2) gegeben wurde und am geringsten in der Gruppe, der Wasser (Vergleichsbeispiel
1) gegeben wurde. Daher war die Körpergewichtszunahme in der
Gruppe, die das Trinkwassergemisch A oder B erhalten hat, während der
Fütterung
mit Festfutter größer, und
der Körpergewichtsverlust
nach dem Entzug des Festfutters geringer als in der Gruppe, der
Wasser gegeben wurde. Des Weiteren war die Körpergewichtszunahme der Gruppe,
der das Trinkwassergemisch A gegeben wurde, während der Fütterung mit normalem Futter
größer als
die Körpergewichtszunahme
der Gruppe, der das Trinkwassergemisch B gegeben wurde, was darauf
hinweist, dass die erstgenannte Gruppe eine höhere Endproduktivität liefert.
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BEISPIEL 2 UND VERGLEICHSBEISPIEL 3
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Ein
Feldversuch wurde mit 54 Tage alten Hähnchen durchgeführt. Zuerst
wurden 30 Proben von Exkrementen aus jedem Geflügelstall gesammelt, um im Vorfeld
zu bestätigen,
dass unter den Geflügelställen kein
erwähnenswerter
Unterschied in der Menge von Salmonella-Bakterien vor dem Versuch
nachgewiesen wurde. Den Hähnchen
wurde am ersten Tag des Versuchs ein freier Zugang sowohl zu Festfutter
(vermarktet von ITOCHU FEED MILLS CO., LTD., Handelsname „BROACE
F") als auch dem
in Beispiel 1 hergestelltem Trinkwassergemisch A (Beispiel 2) oder
Wasser (Vergleichsbeispiel 3) gewährt. Am zweiten Tag wurde das Füttern mit
dem Festfutter eingestellt und den Hähnchen wurde nur das Trinkwassergemisch
A (Beispiel 2) oder Wasser (Vergleichsbeispiel 3) gegeben (Futterentzugsphase).
Die Hähnchen
wurden am dritten Tag geschlachtet. Nach dem Schlachten wurden im
Schlachthof 30 Proben von Zökuminhalten
von jedem Hähnchen gesammelt
und auf Salmonella-Bakterien untersucht. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 1 aufgeführt. Tabelle 1
| | Anzahl
von Versuchstieren, in denen Salmonella nachgewiesen wurde | Anzahl
der nachgewiesenen Bakterien (log10) |
| Beispiel
2 | 7/30* | 3.98 ± 0.40* |
| Vergleichsbeispiel
1 | 16/30 | 4.55 ± 0.66 |
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Aus
den Ergebnissen in Tabelle 1 ist ersichtlich, dass die Anzahl der
Versuchstiere, in denen Salmonellen nachgewiesen wurden, und die
Anzahl von Bakterien, die in den Versuchstieren nachgewiesen wurden, signifikant
geringer waren in der Gruppe, der das Trinkwassergemisch A (Beispiel
2) gegeben wurde, als in der Gruppe, der Wasser (Vergleichsbeispiel
3) gegeben wurde, mit einem Signifikanzniveau von 5%. Durch das Beispiel
2 wird verständlich,
dass unter den zweckmäßigen Bedingungen
von gewerblichen Hähnchenzuchtbetrieben
die Anzahl von Versuchstieren, in denen Salmonellen nachgewiesen
wurden, und die Anzahl von Bakterien, die in den Versuchstieren
nachgewiesen wurden, signifikant reduziert werden kann durch Verabreichen
einer Kombination lebender Bakterien der Gattung Bacillus, die Störungen in
der Darmflora unterdrücken und
Monosacchariden, die den Blutglucosespiegel der Hähnchen anheben
und die Koprophagie niedrig halten.