DE2010982B2 - Verfahren zum galvanischen abscheiden von zinkueberzuegen - Google Patents
Verfahren zum galvanischen abscheiden von zinkueberzuegenInfo
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
- C25D3/00—Electroplating: Baths therefor
- C25D3/02—Electroplating: Baths therefor from solutions
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum galvanischen
Abscheiden von Zinküberzügen aus einem sauren, ■uf 50 bis 700C erwärmten zinksalzhaltigen Bad mit
einem Zinkgehalt von 120 bis 200 g/l zusammen mit anderen Leitsalzen und Glanzbildnern, wie Saccharin,
bei Stromdichten bis zu 100 A/dm2 für das elektrolytitche Verzinken von Röhren, Drähten und Bändern.
Das elektrolytische Verzinken von Röhren, Drähten und Bändern ist bekannt. Die dafür verwendeten
galvanischen Bäder enthalten neben üblichen Zinksalien, wie Zinkchlorid und Zinksulfat, in einer Menge von
120 bis 200 g/l noch andere Leitsalze und Glanzbildner,
wie Saccharin, und sie werden bei Temperaturen von 50 bis 7O0C und bei Stromdichten bis zu 100 A/dm2
betrieben (vgl. z. B. die DDR-Patentschrift 49 748 sowie die deutsche Patentschrift 9 57 615 und die US-Patentschrift
3183 067 in Verbindung mit Dettner EIze
»Handbuch der Galvanotechnik«, Band II, 1966, S. 886). Es ist auch bekannt, solchen Zinksalzbädern Thioharnstoff
als Zusatz zuzugeben (vgl. M ac hu »Moderne Galvanotechnik«, 1954, S. 385).
Diese bekannten Zinksalzbäder haben jedoch den Nachteil, daß die damit hergestellten Überzüge nicht
ausreichend fest auf dem Substrat haften und ihre Dichte und damit ihre Korrosionsbeständigkeit unzureichend
sind. In der Galvanotechnik ist man nämlich bestrebt, innerhalb möglichst kurzer Zeiträume 12 bis 30
Mikron dicke Zinküberzüge abzuscheiden, die an dem Substrat gut haften, duktil, dicht und korrosionsbeständig
sein sollen. Eine schnelle Zinkabscheidung kann zwar durch Erhöhung der Stromdichte erzielt werden
(in der Regel arbeitete man bisher bei Stromdichten innerhalb des Bereiches von 20 bis 50 A/dm2), eine
weitere Steigerung uci St.unw..u --. -......, j-»^..
- nicht empfehlenswert, weil die abgeschiedenen Zmkkristalle
dann zu groß sind und unerwünschte Einschlüsse aufweisen, was zu inneren Spannungen und einer
geringeren Korrosionsbeständigkeit führt. Das auf diese Weise abgeschiedene Zink kann unter Umständen so
ο spröde sein, daß es von dem Substrat abplatzt. Man ging daher bisher davon aus, daß es zur Erzielung oesserer
Eigenschaften der elektrolytisch aufgebrachten Zinküberzüge besser sei, bei niedrigen als bei zu hohen
Stromdichten zu arbeiten. Die dabei erzielten Ergebnisse
werden jedoch den heutigen erhöhten Anforderungen
an Zinküberzügen nicht gerecht.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein verbessertes
Verfahren zum galvanischen Abscheiden von Zinküberzügen anzugeben, bei dem eine Verzinkung durch
Anwendung verhältnismäßig hoher Stromdichten innerhalb einer möglichst kurzen Zeit möglich ist unter
Ausbildung von gut haftenden, duktilen, dichten. korrosionsbeständigen und glänzenden Überzügen.
Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe dadurch gelöst werden kann, daß man die galvanische Abscheidung
von Zinküberzügen in zwei Stufen durchführt, wobei in beiden Stufen Zinksalzbäder mit einer
verschiedenen Zusammensetzung verwendet werden, so daß in der ersten Stufe ein erster, feinkristalliner
,o Zinküberzug auf dem Substrat erhalten wird, auf dem
die in der nachfolgenden Stufe aufgebrachte Glanzzinkschicht gut haftet. .
Gegenstand der Erfindung ist em Verfahren zum
galvanischen Abscheiden von Zinküberzügen aus einem sauren auf 50 bis 70°C erwärmten zinksalzhaliigen Bad
mit einem Zinkgehalt von 120 bis 200 g/l zusammen mit anderen Leitsalzen und Glanzbildern, wie Saccharin, bei
Stromdichten bis zu 100 A/dm2, das dadurch gekennzeichnet ist, daß zunächst nur in Anwesenheit von
Saccharin in Mengen von 0,05 bis 2,0 g/l sowie Thioharnstoff und/oder Derivaten davon in Mengen
von 0,02 bis 5,0 g/l gearbeitet und anschließend in einem Bad, das noch zusätzliche Glanzbildner in Mengen von
0 02 bis 2,0 g/l enthält, zu Ende galvanisiert wird.
Nach dem erfindungsgemäßen 2-Stufen-Galvanisierungsverfahren
werden gegenüber den bekannten Galvanisierungsverfahren dieser Art verschiedene Vorteile
erzielt, die insbesondere darin bestehen, daß in dem ersten galvanischen Bad wegen der Anwesenheit von
speziellen Feinkristallbildnern mit einer verhältnismäßig hohen Stromdichte gearbeitet werden kann,
während in dem zweiten Bad in Gegenwart von speziellen Glanzbildnern eine außerordentlich widerstandsfähige
Glanz- oder Deckschicht erzeugt wird. In ss der ersten Verfahrensstufe werden trotz der angewendeten
hohen Stromdichte, die normalerweise die Abscheidung großer Kristalle begünstigt, durch den
Einfluß der Feinkristallbildner kleine Kristalle auf dem Substrat abgeschieden, die ausgezeichnet an diesem
haften und eine sogenannte Haftschicht bilden. Auf diese in der ersten Stufe erzeugte, feinkristalline
Zwischenschicht mit den erwähnten guten Hafteigenschaften folgt dann in der zweiten Stufe die Aufbringung
einer duktilen, dichten und äußerst widerstandsfähigen. 6«; weil besonders glatten Glanzschicht.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können wegen der Anwendbarkeit von verhältnismäßig hohen
Stromdichten von bis zu 100 A/dm2 fest haftende
Zinküberzüge schneller als nach den bisher bekannten Verfahren hergestellt werden, wobei die erste, feinkristalline
Zinkschicht mit dem Substrat eine feste, spannungsfreie Bindung eingeht, die als Unterlage für
eine oder mehrere darauf aufgebrachte Gianzzinkschichten
dient, die daran gut haften, sehr dicht, duktü und glänzend sind. Nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren kann somit innerhalb wesentlich kürzerer Galvanisierungszeiten eine wesentlich bessere Verzinkung
als bei den bekannten Verfahren erzielt werden, bei denen in aller Regel schwammige Zinküberzüge mit
einer verhältnismäßig geringen Haftfestigkeit und einer geringen Korrosionsbeständigkeit erhalten werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weiden als Thioharnstoffderivate, Dimethylthioharnstoff,
Acetylthioharnstoff oder N-Propionylthioharnstoff verwendet, während als zusätzliche Glanzbildner
vorzugsweise hochmolekulare Imine, insbesondere Poiyäthylenimin und/oder Polypropylenimin, verwendet
werden.
| 850 g | |
| 6g | |
| Beispiel 1 | 26 g |
| Badl: | 4g |
| In 1 Liter sind enthalten. | 0,25 g |
| ZnSO4-7H2O | 0,25 g |
| H3BO3 | |
| Al2(SO4)3 | |
| ZnCl2 | |
| Thioharnstoff | |
| Sacccharin | |
| 4 | Beispiel 2 | Bad 2: | 850 g |
| Bad 2: | Badl: | In 1 Liter sind enthalten: | 6g |
| In 1 Liter sind enthalten: | in 1 Liter sind enthalten: | ZnSO4-7H2O | 26 g |
| ZnSO4-7H2O | ZnSO4-7H2O | H3t>O3 | 4g |
| HjBO3 | H3BO3 | AI2(SO*)) | 0,45 g |
| AL2(SO4J3 | Al2(SO4)3 | ZnCb | 0,25 g |
| ZnCb | ZnCh | Dimethylthioharnstoff | 0,75 g |
| Thioharnstoff | Dimethylthioharnstoff | Saccharin | |
| Saccharin | Saccharin | Polypropylenimin | |
| Poiyäthylenimin | |||
| 850 g | |||
| 6g | |||
| 26 g | |||
| 4g | |||
| 0,4 g | |||
| 0.25 g | |||
| 850 g | |||
| 6g | |||
| 26 g | |||
| 4g | |||
| 0,6 g | |||
| 0,25 g | |||
| 0.5 g |
Claims (2)
1. Verfahren zum galvanischen Abscheiden von Zinküberzügen aus einem sauren, auf 50 bis 700C
erwärmten zinksalzhaltigen Bad mit einem Zinkgehalt von 120 bis 200 g/l zusammen mit anderen
Leitsalzen und Glanzbildnern, wie Saccharin, bei Stromdichten bis zu 100A/dm2, dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst nur in Anwesenheit von Saccharin in Mengen von 0,05 bis 2,0 g/l sowie Thioharnstoff und/oder Derivaten davon in
Mengen von 0,02 bis 5,0 g/l gearbeitet und anschließend in einem Bad, das noch zusätzliche
Glanzbildner in Mengen von 0,02 bis 2,0 g/l enthält, zu Ende galvanisiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Thioharnstoffderivate Dimethylthioharnstoff.
Acetylthioharnstoff oder N-Propionylthioharnstoff und als zusätzliche Glanzbildner
hochmolekulare Imine, insbesondere Polyäthylenimin und/oder Polypropylenimin, verwendet werden.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702010982 DE2010982C3 (de) | 1970-03-09 | Verfahren zum galvanischen Abscheiden von Zinküberzügen | |
| FR7115596A FR2134294B1 (de) | 1970-03-09 | 1971-04-30 | |
| GB1314158D GB1314158A (en) | 1970-03-09 | 1971-05-06 | Method for electrolytic zinc plating |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702010982 DE2010982C3 (de) | 1970-03-09 | Verfahren zum galvanischen Abscheiden von Zinküberzügen | |
| FR7115596A FR2134294B1 (de) | 1970-03-09 | 1971-04-30 | |
| GB1339772A GB1351052A (en) | 1970-06-16 | 1971-05-06 | Apparatus for use in vehicle safety systems |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2010982A1 DE2010982A1 (de) | 1971-09-23 |
| DE2010982B2 true DE2010982B2 (de) | 1976-03-18 |
| DE2010982C3 DE2010982C3 (de) | 1976-11-04 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2134294A1 (de) | 1972-12-08 |
| DE2010982A1 (de) | 1971-09-23 |
| FR2134294B1 (de) | 1975-01-17 |
| GB1314158A (en) | 1973-04-18 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ELEKTRO-BRITE GMBH & CO. KG, 6097 TREBUR, DE |