DE2163080B2 - Elektrische Sicherheitssteuerung für Pressen, Stanzen u.dgl - Google Patents
Elektrische Sicherheitssteuerung für Pressen, Stanzen u.dglInfo
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- F16P—SAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
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Description
Die Anmeldung geht aus von einer elektrischen Sicherheitssteuerung
für Pressen, Stanzen und dergleichen, gemäß dem Wortlaut des Oberbegriffes des An-
spruches 1.
Eine solche Sicherheitssteuerung ist in der DE-OS 1463215 beschrieben.
Auch bei dieser bekannten Steuerung sind noch Lücken in der Selbstüberwachung vorhanden, die ein
Anlaufen der Presse ohne Betätigung der Einrücktaster erlauben. So würde beispielsweise beim Hängenbleiben
des zweiten Relais auch das erste Relais entregt bleiben. Wenn dazu noch der Taster gedrückt
ίο wird, zieht das dritte Schütz an und beim Loslassen
des Tasters auch das vierte. Damit sind alle Kontakte im Stromkreis des Magnetventils für die Einrückung
der Presse geschlossen und es erfolgt ein unbeabsichtigter Arbeitshub.
Es kann somit zu Recht angenommen werden, daß eins Pressensteuerung, die sämtlichen Forderungen
nach Sicherheit der Bedienungsperson gegen durch Nachschläge bzw. Durchläufe verursachte Unfälle erfüllt,
bisher nicht verwirklicht ist.
Die vorliegende Erfindung hat sich dementsprechend zur Aufgabe gestellt, nicht nur die Relais der
Sicherheitssteuerung in ihren beiden Funktionen Anziehen, Abfallen -, sondern darüber hinaus auch
die Einrücktaster und, soweit vorhanden, die Endtaster zu überprüfen, welche ab unterem Totpunkt das
Hochlaufen des Stößels ermöglichen, obwohl die Einrücktaster nicht mehr betätigt sind.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst. Weitere Ausgestal-
Ki tungen der erfindungsgemäßen Steuerung sind den Unteransprüchen 2 und 3 zu entnehmen.
Durch den erfindungsgemäßen Vorschlag wird sichergestellt, daß eine stetige Überwachung sämtlicher
ein- und ausrückender Steuergeräte (Einrücktaster,
V) Endtaster) sowie der befehlsverarbeitenden Geräte
(Schütze, Relais) vorhanden ist. Geht man davon aus, daß ein gleichzeitiges Versagen zweier zugeordneter
Geräte mit an Sicherheit grenzener Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann, so ist durch die er-
4(i findungsgemäße Verkettung der Schaltgeräte untereinander
sowie durch die in Reihe in den Steuerstromkreis der Magnetventile geschalteten Kontakte einiger
Schütze eine absolute Sicherheit gegenüber sämtlichen denkbar möglichen Fehlerquellen gegeben.
41) Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines
Schaltplanes, welcher ein beliebiges Ausführungsbeispiel darstellt, näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Teil des Stromlaufplanes der erfindungsgemäßen Sicherheitssteuerung,
-,o Fig. 2 eine Ergänzung der Sicherheitssteuerung
nach Fig. 1 und
Fig. 3 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Sicherheitssteuerung.
Die Pressensicherheitssteuerung besteht aus meh-
Y, reren Steuerblöcken. Jeder Steuerblock, im folgenden
kurz »Block« genannt, ist im wesentlichen in sich abgeschlossen und greift lediglich durch Kontakte der
in ihm enthaltenden Relais, auf andere vor- oder nachgeschaltete Blöcke über.
b0 Der erste, in Fig. 1 der Einfachheit halber nur
schematisch dargestellte Block »Betriebsartenvorwahl« weist für jede an einem Schalter S einzustellende
Betriebsart ein gesondertes Relais auf und ist an die Leitung 1 für die Spannungsversorgung der
b5 Presse angeschlossen. Für die Stromversorgung in der
Betriebsart »Einzelhub« ist dabei ein Relais Al vorgesehen.
Dieser Block liefert unabhängig von der gewählten Betriebsart die für die Steuerung benötigte
Spanung, die von der Leitung 2 abgenommen werden kann.
Außer dem Block »Betriebsartenvorwahl« ist noch der Block »Betriebsbereitschaft« an die Leitung 1 angeschlossen.
Er besteht aus zwei parallelgeschalteten gleichartigen Relais BH, BZ, denen jeweils aus Schließern
und Öffnern bestehende Doppelkontakte BIb und BIb und zu den Magnetventilen Kl, KI gehörende
Kontakte KIa, KIa sowie Taster 73, T4 vorgenordnet
sind. Darüber hinaus befindet sich je ein Schließe! BIa, BIa der Relais Bl, Bl in der Leitung
2 zwischen dem Block »Betriebsartenvorwahl« und den an diese Leitung 2 angeschlossenen nachfolgenden
Blöcken.
Dieser Block »Einrückkommandos« enthält zwei parallel geschaltete Einrücktaster 71, Tl mit je aus
einem öffner und einem Schließer gebildeten Doppelkontakt TIa, TIa. Jedem dieser Kontakte ist ein
Relais Cl, C2, Dl, Dl zugeordnet, die in den Blökken
»Vorspann« und »Ein-/Ausrückung« liegende Kontakte aufweisen.
Der Block »Vorspann« bezieht seine Spannung über den Schließer AIa des zugehörigen Relais im
Block »Betriebsartenvorwahl« und ist in der Betriebsart »Einrichten« abschaltbar. Für Arbeiten in
den anderen vorerwähnten Betriebsarten sind zwei parallelgeschaltete Relais El, El vorgesehen, die
über in Reihe geschaltete öffner von Doppelkontakten ZTIa, E2a und den Schließern CIa, DIa sowie
der öffner der Relais Cl, C2, Dl, D2 aus dem Block »Einrückkommandos« mit Spannung versorgt werden.
Außerdem befinden sich in Reihe zu diesen genannten Kontakten öffner GIa, HIa der zugehörigen
Relais Gl, Hl sowie Schließer G2a, HIa der zugehörigen Relais G2, Hl aus den später zu beschreibenden
Blöcken »Ein-/Ausrückung« und »Übernahme/Abschaltung«. Zur Selbsthaltung der
Relais El, EZ dienen Schließer der Doppelkontakte
EIa, E2a der Relais El, E2 und öffner Gib, HIb
der Relais Gl, Hl aus dem Block »Übernahme/Abschaltung«. Die öffner Gib, WIb sind dabei durch
öffner FIb, FZb überbrückbar. Ferner gehört zum
Block »Vorspann« ein ausschaltverzögertes Zeitrelais Ll, das mittels eines Schließers Eic des Relais El
mit Spannung versorgt wird. Ein öffner LIa des Zeitrelais
Ll ist außerdem in den Stromkreis für den Anzug der Relais El, E2 angeordnet. Außerdem gehört
zum Block »Vorspann« ein weiteres auLschaltverzögertes Zeitrelais AiI, das mittels der Schließer Eid,
GZc, HZc mit Spannung versorgt wird. Ein öffner MIa des Zeitrelais Ml ist außerdem im Stromkreis
für den Anzug der Relais El, E2 angeordnet.
Der nach Fig. 2 auf den Block »Vorspann« folgende Block »Ein-/Ausrückung« weist ebenfalls zwei
parallelgeschaltete gleichartige Relais Fl, F2 auf. Außer den im Block »Vorspann« angeordneten Kontakten
befinden sich je ein Schließer FIe, F2e dieser
Relais Fl, F2 in der Leitung 2 zu den Magnetventilen Kl, KZ des letzten Blockes »Stellglieder«. Zwei weitere,
zusammen mit einem Schließer Alb des Relais Al aus dem Block »Betriebsartenvorwahl« in Reihe
geschaltete Schließer FIc, F2c der Relais Fl, F2 dienen der Selbsthaltung dieser Relais und überbrücken
aus diesem Grund den Schließer LIb des abschaltverzögerten
Zeitrelais Ll. Weiterhin liegen in der Verbindung von den Relais Fl, F2 zur Spannung liefernden
Leitung 2 je ein Schließer EIb, E2b der Relais El, E2 aus dem Block »Vorspann« sowie zwei öffner
CIb, DIb und zwei Schließer C2b, D2b der Relais
Cl, C2, Dl, D2 aus dem Block »Einrückkommandos« und ein Schließer MIb des Zeitrelais Λίΐ aus
dem Block »Vorspann«. Darüber hinaus ist eine weitere, sämtliche soeben erwähnten Kontakte zur
Selbsthaltung überbrückende Zuleitung von der Leitung 2 zu den Relais Fl, F2 vorgesehen, in der Schließer
FId, FZd, GIc, Mieder betreffenden Relais Fl,
F2, Gl, Hl sowie zwei öffner GZb, HZb der Relais G2, HZ liegen.
Der nächstfolgende Block ist der Block y Übernahme/Abschaltung«
. Dieser besteht aus zwei parallel angeordneten, je von einer synchron mit der Kurbelwelle
3 der Presse umlaufenden Kurvenscheiben 4, 5 gesteuerten Endtastern Al, RZ mit je einem aus einem
öffner und einem Schließer bestehenden Doppelkontakt Ria, RZa. Jeder dieser vier Kontakte liegt
dabei im Stromkreis eines jeweils ihm zugeordneten Relais Gl, G2, Hl, HZ.
Der letzte für die Betriebsart »Einzelhub« erforderliche Block »Stellglieder« besteht aus dem das
Druckmittel für die Betätigung der Kupplung und Bremse steuernden Magnetventilen Kl, KZ und ist,
wie bereits erwähnt, über die Schließer FIe, F2e mit
der Leitung 2 verbunden.
Der beschriebene Aufbau der Sicherheitssteuerung ist ausschließlich auf die für die Betriebsart »Einzelhub«
erforderliche Schaltung abgestellt. Auf die Darstellung der für die drei übrigen Betriebsarten erforderlichen
vollständigen Schaltung der Sicherheitssteuerung wurde, da dieses das Verständnis der
Steuerung in der Betriebsart »Einzelhub« nicht behindert, der Einfachheit halber verzichtet.
Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Sicherheitssteuerung wird im folgenden für einen Hub
in der Betriebsart »Einzelhub« erläutert.
Hierzu ist zunächst am Schalter S des Blockes »Betriebsartenvorwahl«
die Betriebsart »Einzelhub« einzustellen. Dadurch werden die Schließer AIa, Alb
des Relais Al im Block »Betriebsartenvorwahl« in den Strompfaden 10 und 16 geschlossen. Durch kurzzeitges
Drücken des Tasters 73 im Block »Betriebsbereitschaft« ziehen die Relais Al, BZ, über die eigenen
öffner BIb, B2b im Strompfad 3 an und gehen
über die Schließer BIb, B2b im Strompfad 4 in Selbsthaltung über. Gleichzeitig stellen die Schließer
BIa, B2a im Strompfad 5 die Spannungsversorgung
der angeschlossenen nachfolgenden Blöcke her.
Im Block »Einrückkommandos« ziehen die Relais Cl, Dl an, wodurch deren im Block »Vorspann« liegende
Schließer CIa, DIa schließen, während die im
Block »Ein-/Ausrückung« untergebrachten öffner CIb, DIb öffnen. Da der PressenstöOel vom vorangegangenen
Abbremsen im oberen Totpunkt steht, befinden sich die Endtaster Rl, Rl des Blockes
»Übernahme/Abschaltung« in der in Fig. 2 dargestellten Lage. Demnach ziehen auch die Relais G2,
Hl an und stellen mit ihren Schließern GIa, HIa
die Spannungsversorgung der im Block »Vorspann« gelegenen Relais El, El her. Diese ziehen an und
gehen über ihre Selbsthaltekontakte, den Schließern EIa, E2a in Selbsthaltung über, sofern nicht ein Kleben
der Relais C2, D2, Fl, F2, Gl, Hl, Ll und All vorliegt. Außerdem bewirkt das Anziehen der
Relais G2, Hl mit den Öffnern G2b, H2b eine Unterbrechung
des im Block »Übernahme/Abschaltung« gelegenen Selbsthaltestromkreis zu den Relais
Fl, F2.
Der Anzug der Relais El, El bewirkt im Block
»Vorspann« außerdem Übergangindie Selbsthaltung das Anziehen des abschaltverzögerten Zeitrelais Ll
durch den Schließer Eic im Strompfad 10. Weiter bewirkt der Anzug der Relais £1, El durch die
Schließer Eic, GZc, HIc das Anziehen des abschaltverzögerten
Zeitrelais Ml im Strompfad 14. Die im Block »Ein-/Ausrückung« angeordneten Schließer
EIb, EIb, Lib, MIb der zugehörigen Relais El,
£2, Ll, Ml bereiten nun durch ihr Schließen die Stromversorgung der Relais Fl, Fl vor.
Zieht eines der Relais Sl, Bl beispielsweise wegen
einer durchgebrannten Magnetspule nicht an, oder fällt eines dieser Relais bei der letzten Außerbetriebnahme
der Presse nicht ab, so wird keine Betriebsbereitschait der Sicherheitssteuerung erzielt und die
Presse kann durch Betätigen der Einrücktaster 71, Tl nicht eingerückt werden. Ebenso ist es bei einem
Versagen der übrigen betätigten Relais und Kontakte wegen der doppelten Anordnung der Relais und der
mit verschiedenen Blöcken verketteten Kontakte.
Damit ist die Presse betriebsbereit.
Bei Betätigen der Einrücktaster Tl, Tl im Block »Einrückkommandos« durch die Bedienungsperson
der Presse geschieht folgendes:
Während die Relais Cl, Dl abfallen und deren im
Strompfad 15 des Blockes »Ein-/Ausrückung« angeordnete öffner CIb, DIb die Stromversorgung der
Relais Fl, /Zweiter vorbereiten, öffnen die Schließer
CIa, DIa des Blockes »Vorspann« den Strompfad
10 zum abschaltverzögerten Zeitrelais Ll. Dieses hält sich noch eine vorgegebene Zeit, z. B. 0,5 Sek., und
öffnet dann den Strompfad 15 mittels des Schließers LIb. Gleichzeitig mit dem Abfall der Relais Cl, Dl
erfolgt über die sich schließenden Schließer TIa, TIa
der Einrücktaster 71, 72 ein Anziehender Relais C2, Dl. Mit deren öffner C2a, D2a im Block »Vorspann«
wird der Strompfad 10 zusätzlich zu den abgefallenen Schließern CIa, DIa noch weiter unterbrochen,
so daß sichergestellt ist, daß das Zeitrelais Ll 0,5 Sek. nach dem Betätigen des ersten Einrücktasiers
abfällt.
Vor der nächsten Betätigung der Einrücktaster 71, Ti findet f.ine Überprüfung darauf statt, ob alle Relais,
Cl, C2, Dl, D2 ordnungsgemäß arbeiten.
Wurden beide Einrücktaster 71, 72 innerhalb des Zeitraumes betätigt, in der das Zeitrelais Ll trotz Unterbrechung
seiner Stromzufuhr noch angezogen Heibt. so ist der Stromkreis zu den Relais Fl, F2 im
Block »Ein-/Ausrückung« durch die nun schließenden Schließer C2b, D2fo geschlossen. Die Relais Fl,
F2 ziehen an und halten sich, obwohl der Schließer LIb durch den Abfall des Zeitrelais Ll öffnet, über
den Anzugsstromkreis für die Relais Fl, F2 und über den bereits durch die Wahl der Betriebsart »Einzelhub«
geschlossenen Schließer Alb und die Einrückkommandos im Stromprad 15, 16.
Eine weitere Folge des Anzuges der Relais Fl, Fl besteht darin, daß deren öffner Fla, F2a im Strompfad
10 des Blockes »Vorspann« geöffnet werden, so daß nach der Freigabe der Einrücktaster 71, Tl nach
der Ausführung des Arbeitshubes das Zeitrelais Ll auch weiterhin bis zum Stillstand der Presse entregt
bleibt.
Die wichtigste Folge des Anzuges der Relais Fl, F2 besteht darin, daß die im Strompfad 23 liegenden
Schließer FIe, FIe schließen und die Stromversorgung
der Magnetventile Kl, Kl für die Betätigung der Kupplung und Bremse ermöglichen.
Die Presse führt nun einen Arbeitshub aus. Damii
die Bedienungsperson der Presse während des Niederganges des Stößels nicht in den Gefahrenbereich
■·"> greifen kann, müssen beide Einrücktaster 71, TL se
lange betätigt werden, bis der Stößel kurz vor dem unteren Totpunkt angelangt ist. Wird jedoch einer dei
Einrücktaster 71, Tl während der Abwärtsbewegung des Stößels losgelassen, so werden die Relais Fl, Fl
w wegen der sich öffnenden Kontakte CIb, C2b, DIb
D2b im Strompfad 15 des Blockes »Ein-/Ausrükkung« entregt. Die Stromzufuhr zu den Magnetventilen
Kl, Kl wird durch öffnen der Schließer FIe, F2e
unterbrochen und der Stößel wird stillgesetzt. Dies
ι) geschieht selbst dann, wenn ein Relais Fl, F2 kleben
soiite. Damit das ausschaiiverzögerte Zeitrelais Li wieder erregt werden kann und durch dessen Schließer
Ll b im Strompfad 15 eine neue Einrückung vorbereitet werden kann, muß allerdings zunächst auch der
:o andere der Einrücktaster 71, 72 losgelassen werden.
Um dann die Presse erneut einzurücken, muß die Betätigung innerhalb der obengenannten Zeitspanne erfolgen.
Kurz vor dem unteren Totpunkt werden durch die
r> mittels synchron mit der Kurbelwelle 3 umlaufender
Kurvenscheiben 4,5 betätigenden Endtastern Rl, Rl die in den Strompfaden 19, 21 liegenden Relais Gl,
Hl erregt und die in den Strompfaden 20, 22 liegenden Relais Gl, Hl entregt. Hierdurch gehen die Rein
lais Fl, F2 über die eigenen Schließer FId, FId im
Strompfad 17 in Selbsthaltung. Durch die Öffner Gib, HIb im Strompfad 13 werden die Relais El,
£2 des Blockes »Verspann« entregt. Die Einrücktaster 71, TL können nunmehr losgelassen werden, da
der Stößel über die im Strompfad 17 liegenden Kontakte GIc, HIc, G2b, HIb der Relais Gl, G2, Hl,
Hl zum oberen Totpunkt gefahren wird.
Am oberen Totpunkt wird der Selbsthaltekreis der Relais Fl, F2 durch das öffnen der Schließer GIc,
4(i HIr. im Strompfad 17 sowie durch das öffnen der
öffner G2b, HIb im gleichen Strompfad entregt. Der
Stößel wird durch das Öffnen der Schließer FIe, F2c im Strompfad 23 und Entregung der Magnetventile
Kl, Kl stillgesetzt.
4-, Bleiben d;e Einrücktaster 71, TL bis zum oberen
Totpunkt betätigt, so werden die Magnetventile Kl, Kl trotzdem entregt, da die Schließer EIb, £2b im
Strompfad 15 bereits am unteren Totpunkt abgefallen sind und erst wieder erregt werden können, wenn sich
-,(ι die Einrücktaster 71, TL in Ruhelage befinden und
sämtliche überwachten Bauteile ihren ordnungsgemäßen Zustand melden.
Die im Strompfad 14 befindlichen Öffner der Relais
Fl, Fl verhindern, daß der Block »Vorspann« vor-
zeitig abgeworfen wird. Ohne diese öffner wäre dies der Fall, wenn kurz vor der Übernahme zur Stößelaufwärtsbewegung
durch die Endtaster Al, Rl die Einrücktaster 71, TL zur Ausrückung der Presse losgelassen
werden, aber innerhalb des Bremsweges die
bo Endtaster Al, Rl ihre Übernahmestellung - Relais
Gl, Hl sind erregt, und Relais G2, Hl entregt einnehmen.
Sollte sich beispielsweise bei unsachgemäßer Einstellung der Kurvenscheiben 4,5 oder Lösen der Feststelleinrichtung
der Kurvenscheiben 4,5 während des Betriebes eine Verschiebung der Übernahmepunkte
und somit auch Abschaltpunkte ergeben, so verhindert das Zeitrelais Ml durch öffnen des Schließers
MIb ein eventuelles Weiterfahren des Stößels über
den oberen Totpunkt, solange die Einrücktaster Tl, Tl betätigt bleiben.
Der Taster T4 hat die Funktion eines Not-Halts. Bei seiner Betätigung wird der Stößel unabhängig von
seiner augenblicklichen Lage sofort stillgesetzt.
In Fig. 3 wird noch einmal verdeutlicht, wie die einwandfreie wie auch eine mögliche fehlerhafte
Funktionsweise der verschiedenen Blöcke jeweils von
den hinteren Blöcken nach einem oder mehreren vorgeordneten Blöcken gemeldet wird. Dadurch ergibt
sich eine optimale Sicherheit, da bei einem Fehler in der Funktionsweise eines Bauteiles (Relais, Schütze,
Einrücktaster, Endtaster) beispielsweise im Block »Ein-/Ausrückung«, dieser Fehler dem Block »Vorspann«
mitgeteilt wird, und deshalb schon hier der Aufbau eines geschlossenen Stromkreises zu den Magnetventilen
Awl, K2 unmöglich gemacht wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Elektrische Sicherheitssteuemng für Pressen,
Stanzen und dergleichen, bei der zum Einschalten von Magnetventilen für die Betätigung von Kupplung
und Bremse mittels mindestens zwei gleichzeitig zu betätigenden Einrücktastern mit je einem
aus einem Öffner und einem Schließer bestehenden Doppelkontakt mehrere in parallelen Stromkreisen
liegende, durch Hilfskontakte gegenseitig verkettete Relais Verwendung finden, von denen
mindestens zwei (Relais) Arbeitskontakte aufweisen, die in Reihe in dem Stromkreis der Magnetventile
angeordnet sind, und bei der ein von einer synchron mit der Kurbelwelle umlaufenden Kurvenscheibe
gesteuerter Endtaster mit einem aus einem Öffner und Schließer bestehenden Doppelkontakt
kurz vor Erreichen der tiefsten Stellung des Stößels dessen Hochlauf und Stillsetzung im
oberen Totpunkt einleitet, dadurch gekennzeichnet, daß
a) zusätzlich zu dem Endtaster (Rl) mit Doppelkontakt (Ria) ein weiterer Endtaster
(Rl) mit Doppelkontakt (RZa) vorgesehen ist, und daß über je einen Doppelkontakt
(71a, TZa, Ria, Ria) sowohl der Einrücktaster,
(71, Tl) als auch der Endtaster {Rl, Rl) jeweils zwei Relais (Cl, Cl; Dl, Dl;
Gl, Gl; Hl, Hl) invers steuerbar sind, indem eines dieser Relais über den Öffner und
das andere dieser Relais über den Schließer des zugeordneten Doppelkontaktes (71a,
7"2a, Ria, RZa) wechselweise an Spannung
liegt, und daß jeweils ein als Schließer ausgebildeter Kontakt (CIa, CZb, Dia, DZb,
GZa, HIa, GIc, HIc) gemeinsam mit einem
als Öffner ausgebildeten Kontakt (CIa, Cl b, Dia, DIb, GIa, HIa, Gib, HIb) dieser
Relais in Reihe in den Überwachungsstromkreisen der Relais (ßl, B2und £1, EZ) bzw.
im Steuerkreis des Relais (Fl) liegt und
b) dem Relais (Fl) in an sich bekannter Weise mindestens ein zusätzliches Relais (Fl) zugeordnet
ist und ein Arbeitskontakt (FIe) dieses Relais (Fl) gleichwirkend mit dem
Arbeitskontakt (FIe) des Relais (Fl) im Stromkreis der Magnetventile (Kl, Kl)
liegt.
2. Sicherheitssteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Hilfskontakte (Fla,
FZa) der Relais (Fl, Fl) zur Überwachung ihrer Schaltstellung in Stromkreisen vorgeordneter Relais
(£1, El, Ll) angeordnet sind.
3. Sicherheitssteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung der
Kontakte (Ria, Ria) Kurvenscheiben (4, S) mit
getrennten Antrieben vorgesehen sind.
4. Sicherheitsstei'erung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zusätzliche Relais
(FZ) dem Relais (Fl) parallel geschaltet ist.
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